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^lolltss, 10. August 19Z1 I^r. 72
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Das Ergevnio der ^»ornretfe
Dluttaten der Kommune
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Gegen das LrwyottenyauS
bremsrllationalsozialistisMZeitung
-artMmwckes Organ der Kremer Nationalsozialisten
Verlagsort Bremen. Herausgeber: Kurt Thiele. Verlag: Bremer Nationallozialislische Zeitung, Kurt Thiele. Geschäftsstelle und Redaktion: Bahnhofstratze 26. Sprechstunden der Redaktion: Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr. — Fernsprecher Domsheide 25878
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7 SRMionen Nazis in Preußen
§ Verdoppeln« unserer Belvegung fett Septeniver. — Kommune «. Beilhovanner
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Boriäuftges Ergebnis des BoikSentsGeidS
TU. Berlin, 9. August (Telunion). Die vorläufige Endzählung der TU. um rr.30 Uhr der Abstimmung zum Volksentscheid aus sämtlichen 23 Wahlkreisen hatte folgendes Ergebnis:
Stimmberechtigt 26 459 475
Ia 9 793 605
Hein 394 300
Ungültig 236 000
Es haben rund 37 v. H. für die Auflösung des preußischen Landtages gestimmt. Das Gesetz zur Auflösung des Landtages hat somit die erforderliche Anzahl yon Ja-Stimmen nicht erhalten.
Nun erst »Eis
Der Volksentscheid in Preußen ist nicht durchgekommen, obwohl die Nationalsozialisten ihre Stimmen- zahl seit der Septemberwahl ungefähr verdoppelt haben. Eine ganze Reihe von Faktoren haben sich der Entwicklung hemmend entgegengestellt., die nichts mit den Leistungen der Brauuregierung zu tun haben., auch nichts mit einer etwa noch vorhandenen Begeisterung für die SPD.
Wir glauben auch heute nicht, daß der Zwangsaufruf der Brauuregierung irgendwie abträglich gewirkt haben könnte, ja wir bedauern, daß er nicht 14^Lage früher erfolgte, denn dann wäre die Generalanzeigerpresse auch früher aufgewacht und die Aufklärung ihrer Leserschaft wäre nachhaltiger gewesen als es so der Fall war. Halbheit und Lauheit dieser Presse und eines großen Teiles ihres bürgerlichen Lesepublikums haben den Volksentscheid zu Fall gebracht. Oder glaubt etwa ein Marxist, daß die Regierung Braun auch nur die Hälfte von Ja-Stimmen auf sich vereinigt hätte, falls sie mit einem Volksentscheid an die preußischen Wähler herangetreten wäre?
Die Unterstützung der Volkspartei haben wir vom ersten Augenblick so gering wie nur möglich eingeschätzt und nachdem der Ehrenvorsitzende dieser Partei, Pros.
Kahl seinem Parteivorstand vorwarf, Vaterlandslos zu handeln, mußte es jedem klar sein, daß nur ein geringer Prozentsatz ihrer einstigen Wähler besteht, sich am Volksentscheid beteiligen würde. Das gleiche gilt für die Wirtschaftspartei, von der sich in letzter Zeit ja ein Landesverband nach dem anderen abgesplittert hat.
Nimmt man die übrigen Splitterparteien noch hinzu,
. und sttzt für dieses traurige Konglumerat eine Stim- menzahl von 500 000 ein, so hat man ihnen sicher nicht unrecht getan.
Die Deutschnationa.e Volkspartei erzielte bei der Reichstagswahl in Preußen 1.9 Millionen Stimmen.
Da gerade die deutschnationalen Hochburgen Potsdam 1 und 2 nur knapp über 30 Prozent gekommen sind, muß man auch hier, die rückläufige Bewegung der Partei einrechnen und kann daher annehmen, daß rund 1,5 Millionen deutschnationale Wähler sich am Volksentscheid beteiligt haben.
Das Eingreifen der Kommunisten hat von vornherein keine reine Freude bei der nationalen Opposition ausgelöst und ihr Verhalten vor und während des
Volksentscheides hat dieser Ablehnung recht gegeben. Es ist sogar keineswegs ausgeschlossen, daß sich gewisse bürgerliche Kreise von einer Beteiligung haben abhalten lassen und das der Nutzen der kommunistischen Stimm,m dadurch wieder aufgehoben wurde. Man rechnet jedenfalls ganz allgemein, daß höchstens 1 Million kommunistische Stimmen in der Gesamtzahl enthalten sind.
Damit ergibt sich aber das überraschende Ergebnis, daß die Nationalsozialisten nunmehr in Preußen über die gleiche Anzahl Stimmen verfügen, wie voriges Jahr im ganzen Reich., nämlich 6 bis 7 Millionen Wähler, die hinter unseren Fahnen stehen. Das ist für uns das wesentliche Ergebnis dieser Volks- scheidaktion und diese Tatsache, dieser Sieg unserer Werbearbeit wird uns anspornen, bis zur nächsten politischen Entscheidung mindestens weitere 3 Millionen Wähler zu gewinnen.
Wir haben in diesem Volksentscheid gesiegt, überwältigend gesiegt und das wollen wir uns vor Aw- gen halten, wenn jetzt die ganze Pressemeute von links über uns herfällt, weil Dummheit und Faulheit noch mehr Anhänger haben als die deutsche Freiheitsbewegung. -art.
Cinzeßergevnisse
(Die Zahl in Klammern ist das Ergebnis des Volksbegehrens für die Landtagsauflösung im Kpril)
Stimmkreis ( (Ostpreußen): 5a 658 053 (534 323). Stimmberechtigte l 377 045 — 48 proz.
Stimmkreis 2 (Berlin): Da 461129 (l5yy52). Stimmberechtigte l 530. — 30,1 proz.
Stimmkreis 3 (Potsdam II): Da 452 133 (245 976). Stimmberechtigte 1 389 233. - 32,4 proz.
Stimmkreis 4 (Potsdam I): Ia 556 065 (311 322). Stimmberechtigte 1 394 875. 32,5 proz.
Stimmkreis 5 (Zranksurt Oder): Ia 519 140 (383 523).
Stimmberechtigte 1 071 890. — 58 proz.
Stimmkreis 6 (Pommern): Ia 659 351 (531614). Stimmberechtigte 1 232 093. 53,6 proz.
Stimmkreis 7 (Breslau): Ia 495 556 (345 601). Stimmberechtigte 1 268 902. 39 Prozent.
Stimmkreis 8 (Liegnitz): Ia 358 951 (252 502). Stimmberechtigte 806 721. 44 Prozent.
Stimmkreis 9 (Oppeln): Ia 290 782 (173 209). Stimmberechtigte 881 423. 33 Proz.
Stimmkreis (« (Magdeburg): Ia 273 691 (277 006). Stimmberechtigte 877 446. - 42 Proz.
Glahßyelrnfüyrer ermordet
Meuchelmord der Kommune in Köln.
Köln, 9. August. In der vergangenen Nacht wurde der Gaugeschäftsführer des Stahlhelms Heister, am Eingang seiner Wohnung meuchlings erschossen. Heister war gegen 2 Uhr nachts mit einer Autodroschke nach seiner Wohnung in der Steinstraße zurückgekehrt. Vor dem Hause traf er einen Trupp jüngerer Stahl« helmer, denen er Anweisungen beim Zettelkleben erteilte. Während der Unterhaltung kam ein weiterer Stahlhelmer mit dem Rade hinzu und meldete, daß Kommunisten unterwegs seien, von denen einer eine geladene Pistole mit sich führe. Heister nahm die jungen Leute mit in den Hausflur und schloß die Tür ab. Die Kommunisten versuchten nun die Tür einzutreten. Als ihnen dies mißlang, schoß einer durch das Fenster. Die Kugel prallte an der eisernen Verzierung ab, durchschlug als Querschläger die Scheibe und traf Heister in die linke Brustseite. Heister schleppte sich noch ein paar Schritte weiter und brach dann tot zusammen. Der Täter ist von der Polizei festgenommen und die Waffe beschlagnahmt worden. Im ganzen wurden acht Kommunisten verhaftet, die an dem Ueberfall beteiligt sind.
Der Täter leugnet noch. Das Beweismaterial ist jedoch so umfangreich und erdrückend, daß man den Verhafteten unbedingt als überführt werden kann.
Außerdem sind im Zusammenhang mit der Mordtat eine Anzahl weiterer Personen verhaftet worden. 2m Interesse der Untersuchung gibt die Polizei im Augenblick Einzelheiten über das Ergebnis ihrer Ermittlungen noch nicht bekannt.
Stimmkreis (( (Merseburg): Ia 528 369 (352 342). Stimmberechtigte 973 994. — 50,4 proz.
Stimmkreis (2 (Erfurt): Ia 179 644 (114 233). Stimmberechtigte 433 032. — 41,5 Proz.
Stimmkreis (3 (Schleswig-Holstein): Ia 494 433 (298 591). Stimmber. 1 045 682, davon auf Stimmscheine 16 180. 49 Prozent.
Stimmkreis (4 (Weser-Lms): Ia 164 621 (110 484). Stimmberechtigte 457 523. — 36 Proz.
Stimmkreis (5 (Osthannover): Ia 348 293 (238 134 ). Stimmberechtigte 710 580. — 50 proz.
Stimmkreis (6 (Südhannover): Ia 346 187 (234 425). Stimmberechtigte 993 586. - 35,5 proz.
Stimmkreis (7 (Westfalen-Nord): Ia 400 773 (187 366 ).
berechtigte 1 476 255. - 29 proz.
Stimmkreis (8 (Westfalen - Süd): Ia 551217 (276 265 ).
Stimmberechtigte 1 683 313. - 32,5 Proz.
Stimmkreis (9 (Hessen-Nassau): Ia 554 557 (323 559).
Stimmberechtigte 1720 210. 32,2 proz.
Stimmkreis 2V (Köln-Nachen): Ia 245 442 (89 398). Stimmberechtigte 1 519 883. — >6 proz.
Stimmkreis 2( (Koblenz-Trier): Ia 212324 ( 126397 ).
Stimmberechtigte 823 923. 25,8 ptoz.
Stimmkreis 22 (Düsseldorf - Ost): Ia 531 055 (212 947).
Stimmberechtigte I 481 873. 32 proz.
Stimmkreis 23 (Vüsseldors-Vest): Ia 401 847 (184 327). Stimmberechtigte 1 217 076. 33 Prozent.