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««schLstsftrllr u»d Rtdavlon: Bremen, Bahnhossttatze 2«. Fernspr. D«m»h. 25S78. Erscheint wöchentlich 2 mal, Bezugspreis monatlich 1.12 RM einschlietzlich Bestellgeld. Vrrlagsort Bremen.
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Anzeigen: 1«-g«sp. Nonpr.>Z«il«0.2r, auswSrts 0.S0RM Stellengesuche und Fam.-Anz. v.ll» RM. Ülein« Anz. 0.1» RM. S-grtp- ReNamezeil» 1.— RM-, auswärts 1.25 RM Ersatzansprüche Wnw« nicht gestellt werden, wenn das Erscheinen irgendwie verhindert W.
Ar. 59
Sonnabend, den 2S. Juli
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Reue Avrüge üvee London — Die GtMHEezert geführdet
D. N. Z. Laseoreiiung
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Unser Entschluß, während der Londoner Verhandlungen täglich herauszukommen, jhat in unserer Leserschast und weit darüber hinaus so starken Anklang gefunden, daß Mir den Schritt zur ständigen Tageszeitung gewagt haben.
E Die B. 7l. Z. erscheint also in Zukunft täglich als aktuelles nationalsozialistisches BRittagsblatt und zwar zu einem Abonnementspreis von ^.9vIMk. frei Haus.
Im einzelnen bitten wir unsere Leser folgendes zu »Meachten:
Der Bezugspreis von 1.90 Mk. (ohne Bilderbei- gjstge) gilt für den Monat August. Für die Woche bis »Üium ersten August ist noch einmal ein Zusatzbetrag von - <j'»0 Pfennig zu entrichten, da wir einmal nicht die täglichen Ausgaben bis zum 1. August kostenlos liefern wnnen, zum anderen aber die Umstellung erheblich Sonderkosten verursacht, die aufgebracht werden müssen. ^Unsere Parteigenossen und Leser wissen, daß die BNZ. iröllig aus sich selbst heraius aufgebaut wird und »verden darum für unsere notwendigen Wünsche vol- tzles Verständnis haben.
Die Zustellung des Blattes ist in den Bezugspreis von 1.90 einbegriffen, soweit sie durch Träger erfolgt. s> Unsere Leser in den Außenbezirken der Stadt, die ihre Zeitung durch die Post erhalten, müssen noch eine u Iustellungsgebühr entrichten, die zu dem Abonne-- »mentspreis von 1.90 Mk. hinzukommt. Jedoch sind wir ^bemüht, auch die Außenbezirke im Laufe des Augustes im Trägerbezirke umzuwandeln, sodaß dann in Zu- ikunft die Sondergebühr fortfällt. Da unsere Postbe- »-zieher schon ihr Monatsabonnement von 1.12 Mk. für die bisherige Ausgabe (zweimal wöchentl.) an die
Briefträger entrichtet haben, zum anderen aber die Post sich nicht sofort auf Tageszustellung einrichten kann, muß hier eine besondere Regelung getroffen werden, die wir unseren Postbeziehern noch schriftlich mitteilen.
Selbstverständlich kann eine so rasche Umstellung nicht sofort alle Wünsche der Leserschaft befriedigen und so müssen wir um etwas Geduld bitten, bis die Organisation der Zustellung sowie die textliche Ausgestaltung des Blattes soweit wie finanziell möglich durchgeführt ist.
Von unseren Parteigenossen und Lesern aber erwarten wir, daß sie im Dienst der Bewegung alles daran setzen, neue Aboneniiten für unser Blatt zu gewinnen.
Wir kämpfen unermüdlich für Adolf Hitler, für den Neubau des dritten Reiches, für die Zukunft jedes Einzelnen. Die letzten Wochen haben gezeigt, wie um uns herum alles Morsche zusammenbricht, haben gezeigt, wie man jetzt unsere alten Forderungen, unsere Ideen stiehlt, weil man ihre Richtigkeit erkannt hat und sich fürchtet vor der kommenden Abrechnung.
Die anderen bauen ab — Wir bauen auf Verlag und Schriftleitung.
Das Spiel See HoeHftnanz
ieder 202 Zentner Gold aus England nach Frankreich.
Paris, 25. Juli. Auf dem Flughafen von Le Bourget trafen am Freitag wiederum 101000 Kg. Gold aus England ein. Es ist dies die größte Goldsendung die jemals auf dem Luftwege nach Frankreich befördert worden ist.
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s London, 25. Juli. Die hohen Goldabflüsse aus England nach Frankreich stehen zurzeit im Mittelpunkt des Interesses in London. Der diplomatische Mitarbeiter des „Daily Telegraph" bringt in einer längeren Darstellung diese Vorgänge in Zusammenhang mit Mitteilungen ksendersons an die Franzosen über die finanziellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten Englands, wobei er unverbindlich von der Möglichkeit eines fünfjährigen Moratoriums gesprochen haben soll. Infolgedessen sei eine starke Beunruhigung der französischen Landkreise eingetreten. Diese Mitteilungen aber hätten auch die Franzosen veranlaßt, nach London zu kommen, henderson soll auch schon bereit gewesen sein, alle französischen politischen Forderungen anzunehmen.
Der Gouverneur der Bank von England, so meldet der „Daily Telegraph", habe schon in der vorigen Woche die englische Regierung von der Notwendigkeit unterrichtet, energische Schritte zu ergreifen, falls die Goldabzüge andauern sollten. Die höhe der in französischem Besitz befindlichen Wechsel hätte sich vor der deutschen Brise auf rund 75 Mil
lionen Pfund (1,5 Milliarden Mark) belaufen, hinzu kämen rund weitere 75 Millionen Pfund sonstiger französischer Guthaben. von dieser Gesamtsumme von 150 Millionen Pfund (3 Milliarden Mark) seien bisher rund 40 Millionen Pfund (800 Millionen Mark) abgezogen worden.
Der „Daily herald" weist darauf hin, daß durch die Zurückziehung der französischen Guthaben aus London die französischen Banken nunmehr ernstlich den Erfolg der Londoner Nonserenzvorschläge in Frage stellten. Sollten diese Abzüge andauern, so könnten die Londoner Banken ihre Kredite in Deutschland nur aufrecht erhalten, wenn sie das Risiko auf sich nähmen, einen höheren Hundertsatz ihrer Ge- samtfonds festzulegen, als es ihnen eigentlich möglich wäre. Frankreich brauche das Geld nicht, warum es in diesem Augenblick entgegen der Uebereinkunft der Zentralbanken so viel Geld zurückzöge, sei ein Geheimnis, das man eigentlich nnr mit einer übergroßen Nervosität in Frankreich erklären könnte.
hinter dieser vielsagenden Meldung, die allerdings in internationaler Diplomatensprache abgefaßt ist, verbirgt sich weniger eine Nervosität der Franzosen, als das verhängnisvolle Spiel des internationalen Leihkapitals, für das auch das englische Volk nur eine Figur auf dem Schachbrett ist. Zugleich zeigt diese Meldung, wie wertlos die großaufge-, zogenen Ministerbesprechungen sind, da auch sie sich den Schlingen dieser Mächte nicht entziehen können, zum mindesten sich ihre Beschlüsse und Pläne zerstören Kassen müssen.
WettanKsHsssunK ssr Ser HSolilLk
In diesem Augenblick stehen wir wieder vor dem völligen Nichts. Wir stehen vor dem Anfang einer Zeit, die man mit der des Jahres 22 vergleichen könnte. Doch wenn wir heute auf der einen Seite mit unserem Volksvermögen und unserer Staatskunst noch weiter abgewirtschaftet haben und das Zutrauen auf Grund dessen auf einen Nullpunkt angelangt ist, so stehen wir doch auf der anderen Seite ganz anders da als damals.
Mit Grauen mag man nur an die ersten Nach- kriegsjahre zurückdenken, die sich durch große Ideenarmut, aber um so reichlichere Nachäffung nicht des besten fremden Wesens auszeichnete.
Äun ist in der Zwischenzeit eine tiefe große Weltanschauung entstanden, die eine Gefolgschaft der besten im Lande durch die Wahrheit ihrer Idee erreichte.
Wenn wir abgesehen von unserer pekuniären Lage, das politische Bild im Innern betrachten, so hat sich hier eine große Wandlung vollzogen. Wir haben gewissermaßen drei Kräftegruppen, die sich in folgender Eigenart gegenüberstehen.
Auf der einen Seite, benutzen wir hier ruhig für einen Moment die bürgerliche Anschauung, sind die radikalen, linksgerichteten Kräfte versammelt, unter einer weltbolschewistischen Lebensanschauung, deren Unwert hier zu erörtern diesmal nicht meine Aufgabe sein soll. Ich lege hier nur wert auf den Hinweis, daß diese Kräftegruppe stark weltanschaulich eingestellt ist.
Äevpettn narh Leningrad gestartet
Berlin, 25. Juli. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist heute früh um 4.38 Uhr in Staaken zum Flug nach Leningrad aufgestiegen. Um 4.25 Uhr war das Luftschiff vom Anker losgemacht worden. Drei Flugzeuge gaben ihm das Geleit. Außer den 13000 Kubikmeter Traggas wurden in Staaken dem Luftschiff noch 12 Tonnen Benzin, 6 Tonnen "Wasser-ballast, eine Tonne Trinkwasser, ein Faß Oel und 1000 Pfund Konserven zugeführt. Dr. Eckener traf aus dem Hotel „Cäcilien- Hof", wo er übernachtet hatte, gegen 4 Uhr beim Luftschiff ein.
Als zweite Kräftegruppe stehen wir vor einem Sammellager aller derer, die sich die Erhaltung überholter wirtschaftlicher, sagen wir ruhig, materieller Gedanken und die Erhaltung von Kräften zur Aufgabe gemacht Haben, die auf Grund ihrer materiellen Wünsche den Zustrom der Wiederbeginnenden weltanschaulich eingestellten Jugend vermissen müssen.
Wir erleben das Kuriosum, daß in diesem Sammellager derart verschiedene Elemente sich nur durch Kompromisse gefunden haben und zusammenhaltest« daß dieser Kompromiß ein Verrat jeder dieser Sam- mellagergruppen an ihren Programmen bedeutet.
Wir haben in diesem Sammellager auch eine Arbeiterpartei, die sich bürgerlich gebärdet. Wir haben dort einige bürgerliche Parteien, die sich marxistisch gebärden. Einig ist diese ganze Kräftegruppe nur dadurch, daß sie aus Grund ihrer Kompromisse die Stimmenmehrheit besaßen und auf Grund dessen die Regierung bildeten.
Ihr Versuch mit alten Bausteinen ein neues Haus zu bauen, scheiterte immer wieder an den für 'sie widrigen Verhältnissen ihrer nicht Herr gewordenen Umwelt. Außerdem bedingte rein philosophisch schon ihr Kompromißkitt und Verlassen des Weges einer gerad-