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Nr. 58
Freitag, den 24. Juli
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Wir Sauen auf!
Das Nveralßs-isMe WikifsHafissystem HrssamrneKsevroikHen
Von Dr. Otto Wagender. Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung der Reichsleitung der NSDAP.
Die Ereignisse dieser Woche kommen vielen Männern der Wirtschaft und den meisten Männern der Politik der bürgerlichen Mitte des Marxismus überraschend. Der Zusammenbrach der österreichischen Kreditanstalt, die Zahlungsunfähigkeit der Danatbank, die
Zurückziehung kurzfristiger Kredite durch das Aus- land, das Abebben der Golddecke der deutschen Währung und das Verschwinden der Zahlungsmittel vorn Markt werden von den Meisten verständnislos registriert, und als ein furchtbarer Ausdruck der Wirtschaftsnot bezeichnet. Die marxistische Presse führt diesen Zusammenbrach sogar auf das Ergebnis der Wahlen vorn 14. September zurück, in dem sie gerade denjenigen Teilen des deutschen Volkes die Schuld an der ^Katastrophe zuschiebt, die schon damals richtig vorausgesehen haben.
Für uns Nationalsozialisten ist der gegenwärtige Augenblick das Gegenteil einer Beunruhigung. Wir sehen im jetzigen Zusammenbruch den nicht mehr auszulöschenden Beweis der Richtigkeit unserer Erkenntnis und unserer Voraussagen. Alles was heute in phantastischer Form in Erscheinung tritt, ist eine selbstverständliche Folge eines Wirtschaftssystems, dessen Anfänge Jahrhunderte zurückliegen.
Im Wirtschaftsliberalismus liegt die tatsächliche Ursache der Entwicklung., die in diesen Tagen m Deutschland ihre Katastrophe erlebt. Das liberalistische System hat die Wirtschaft, die an sich eine Funktion des Volkslebens ist, vom Volke losgetrennt und in Einzelunternehmungen aufgelöst. Es hat damit auch die niederen Instinkte des Einzelmenschen entfesselt auf Kosten des Lebensorganismus des Volkes. Zwangsläufig hat es dazu geführt, daß jeder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht war und vergaß, daß das Wohl des Einzelnen, vom Wohl der Gesamtheit abhängig bleibt. Alle Unmoral in der Wirtschaft, sogar der Verfall der Ethik und Moral im Volksleben, selbst sind die Folgeerscheinungen der Absonderung des Ein- zelindividiums vom Volksganzen. _
Durch diese Trennung vom Volkskörper war es möglich, daß Teile der Volkswirtschaft in zunehmendem Maße als Schmarötzergebilde auf dem Volkskörper wucherten und als Krebsgeschwülste den Volkskörper zersetzten. Die vermeintliche Blüte der liberalistischen Wirtschaft in den letzten 50 Jahren war die Blute dieser Schmarotzer und Krebsgeschwülste! Mit dem Blut des Volkskörpers und den gesunden Kräften des Volkes haben sich diese Fehlentwicklungen hochgezüchtet, und die stolzen Führer dieser Wirtschaft sahen die sogenannten Erfolge ihres Systems als ein ungeheures Verdienst an und leiteten sich daraus das Recht ab, einen großen Teil des sogenannten wirtschaftlichen Gewinns in ihre Taschen zu stecken.
Das Volk verblutete allmählich und die gesunden Volkskräfte erkrankten und wurden siech. Es ist eine furchtbare Tragik, mitanzusehen, wie das betrogene Volk Tag für Tag und Jahr für Jahr zur Arbeitsstelle ging, wie die alten Veteranen und die Familien- väter sich zu Pflug und Schraubstock schleppten im Dienste eines Wirtschaftssystems, das ihnen in immer zunehmendem Maße ihre eigene Existenz untergrub und ihre Arbeitskräfte zu falschen Zwecken mißbrauchte.
Eine besondere Rolle spielt dabei das internationale Judentum, das es, gestützt auf das liberalistische Wirtschaftssystem, fertig brachte, den Begriff des Geldes von den Waren loszulösen und als Ding an "sich in die Welt zu setzen. Die liberalistischen Anschauungen ermöglichten es dem Juden, das Geld, das doch
Während die Kräfte aller Völker durch den Wirtschaftsliberalismus ausgesogen. wurden, bestieg der Jude mit seinen gekauften Vögten, als der Herrscher über das Weltkapital einen zunächst unsichtbaren, heute aber weithin zu erblickenden Thron und trieb mit der Peitsche den Zinses Wirtschaft und Völker zu sklaven- mäßiger Arbeit an.
Es mußte so kommen, daß die Kraft der Völker erschöpft wurde und daß damit auch die Schmarotzer- gebilde auf dem Volkskörper zusammenfielen. Diesen Augenblick erleben wir heute in Deutschland, — und andere Länder, die an dem System festhalten, werden folgen - und wir sehen, wie über diesem System
der jüdische Imperator des von ihm konstruierten Geldes seine Geisel schwingt. Alle Maßnahmen, welche in diesen Tagen getroffen worden sind, sind Maßnahmen der Unterwerfung unter die Allgemeinherr- schaft des Geldes. Es ist ein Irrwahn, wenn einer glaubt, daß in Deutschland durch einen Kredit von eineinhalb Milliarden oder durch eine Stundung von Tributzahlungen, irgend etwas gerettet werden könnte! Im Gegenteil vervollständigt die Unterwerfung unter die Allmacht des internationalen Geldkapitals nur die Versklavung des deutschen Volkes und beschleunigt den endgültigen Zusammenbruch.
Gibt es wirklich noch einen Menschen, der glauben wollte, daß Männer des liberalistischen Wirtschaftssystems Deutschland aus dem Chaos erretten könnten?! Ist wirklich nach jemand so unvernünftig/ daß er annehmen könnte, daß ein System, das die Schuld an diesem furchtbaren Zusammenbruch trägt, mit den Mitteln dieses gelben Systems den Zusammenbruch abzuwenden vermöge? Wenn dieses System selbst schon ein furchtbares Verbrechen am deutschen Volke war, dann ist das Verbrechen noch viel ungeheuerlicher,
Die Weserrettung wird nationaifoziaiistifG
Fixigkeit in» Gesinnungswechsel
Die Dinge beginnen sehr räsch sich zu wandeln. Regierung und presse glauben sich retten zu können, wenn sie schnell unsere Ideen aufnehmen und ihre bisherigen in Grund und Boden verurteilen. Aber diese Fixigkeit im Gesinnungswechsel wird ihnen nichts helfen, man glaubt ihnen nicht mehr, auch wenn sie jetzt so manche Wahrheit bringen, die sie begriffen haben dank der Erziehungsarbeit der NSDAP.
So bringt die Weser-Zeitung in ihrer heutigen Morgenausgabe einen Leitartikel, der aus der LNZ. abgeschrieben sein könnte und der bei einer Spur folgerichtigen Denkens in der einzig möglichen Forderung: Tretet ein in die NSDAP. seinen Abschluß finden müßte. Wir bringen aus diesem Leitaufsatz einige proben, die das beweisen.
„In Deutschland galt die Parole der Regierung Brüning:
Erst im Innern sanieren, dann an di^ Reparationsfrage gehen. Niemals ist ein Programm so gründlich widerlegt worden wie dieses. Trotzdem scheint man in Berlin weiterhin an dieser unseligen Kombination haften zu bleiben, da das politische Denken und handeln so sehr ein Rechenexempel geworden ist, daß man sich nicht mehr von diesem Wahn befreien kann. Notverordnung auf Notverordnung folgt; sie sind das tägliche Brot, welches die Regierung ihrem Volke gibt. Aber es sind Steine statt Brot, und wehe denen, welche an verantwortlicher Stelle stehen, wenn diese Steine zum Wurf erhoben werden. Deutschland ist nunmehr auf Gedeih und Verderb den kapitalistischen Mächten im Westen ausgeliefert. Die Verstrickung ist so groß und so tief, daß die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft ähnliche sein werden wie auf farbige Völker.
Das ist ein furchtbares Schicksal, welches alle aufruft, mitzuarbeiten an einer Befreiung, an einem Wiedererstehen deutschen Seins.
Deutschland hat Anklage auf Mord am Leben seines Volkes zu erheben. Deutschland muß sich an die Spitze all der Nationen stellen, welche durch die Friedens- und Finanzverträge des letzten Jahrzehntes der Vernichtung preisgegeben wurden. Das Gewissen der Welt, welches so oft angerufen worden ist, existiert nicht. Die Zeiten, wo in Deutschland Unterwerfung begrüßt wurde, sind vorbei. Die Unterwerfungspolitiker sagen, daß das Ende gewesen wäre, wobei sie aber fein säuberlich verschweigen, daß es ihr Ende und nicht das -er Nation gewesen wäre, auch wenn diese durch ein Fegefeuer hätte gehen müssen.
Wir haben die Pflicht, unseren deutschen Weg zu gehen, der auf Befreiung von dem Westen lautet. Wir müssen die Nation mobilisieren, das Gewissen jedes einzelnen muß hell und wach werden, sonst sind wir Deutsche gewesen.
zu mobilisieren? Der Volkspartei glaubt darum doch kein Mensch mehr und auch nicht ihrem Bremer Grgan. Die Drehscheibenpolitik ist zur Genüge bekannt und wir sehen in den oben angeführten Sätzen nur den moralischen unpolitischen Zusammenbruch der Unterwerfungspolitiker, die schleunigst abzutreten und zu verschwinden haben, mit ihrer presse.
Zum Schluß fragen wir die Weser-Zeitung: Warum hat nur eine Vermittlerrolle zu spielen hat, zur herrschenden ! man erst Iahre hindurch jede Unterwerfung begrüßt, warum Macht in der Wirtschaft zu machen. Heute sind selbst , hat man fein säuberlich verschwiegen, was man jetzt zu jene deutschen Wirtschaftsführer, die sich als die Großen ! sagen wagt, warum wollen ausgerechnet sie, das Blatt der ihrer Zeit gefühlt haben, Knechte des internationalen i Volkspartei, die Nation mobilisieren? hat man erst heute Kapitals geworden, wenn sie nicht bankerott gemacht ! den Mut dazu, nachdem jahrelang Nationalsozialisten sich haben. i haben beschimpfen und totschlagen lassen, um die Nation
Äevvettn gestartet
heute morgen um 9,47 Uhr ist das Luftschiff „Gras Zeppelin" zu seiner Arktisfahrt gestartet. Um 8,3V kamen die Passagiere an vord des Luftschiffes und 3V Mann Besatzung, darunter Dr. Eckener, mit ihm die Lustschiffsührer Lehmann, Flemming, von Schiller und Grutz, sowie ftz Passagiere.
Gttrnson GonnaVend tn Berlin
Macdonald und Henderson Montag
London, 23. Juli. Reichskanzler Brüning teilt offiziell mit, daß der amerikanische Staatssekretär Stim- son am Sonnabend in Berlin zu einem Besuch eintreffen wird. Er wird in Berlin voraussichtlich bis zum Montag bleiben. Der englische Ministerpräsident Macdonald und der englische Außenminister Henderson treffen am Moniag in Berlin ein und werden bis zum Dienstag bleiben.
VrerthStageinverufung wieder adgeteHnt
Berlin, 23. Juli. Der Aeltestenrat des Reichstages trat am Donnerstag Vormittag unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten von Kardorff zu einer Sitzung zusammen, um sich mit dem Antrag der Oppositionsparteien auf Einberufung des Reichstages zu beschäftigen. Die Abstimmung hatte folgendes Ergebnis: Für die Einberufung des Reichstages stimmten die Deutschnationalen, die Nationalsozialisten, das Landvolk und die Kommunisten, hinten denen insgesamt 243 Abgeordnete! stehen. Die für die Reichstagseinberufung notwendige Stimmenzahl (289) wurde also auch diesmal nicht erreicht. Gegen die Einberufung stimmten außer den Regierungsparteien u. a. auch die Wirtschaftspartei, deren Vertreter erklärte, daß die Wirtschaftspartei den jetzigen Zeitpunkt für eine Einberufung des Reichstages für verfrüht halte. In einer Sitzung am 29. Juli würde jedoch die Wirtschaftspartei für Einberufung stimmen. — Parlamentarische Spiegelfechterei.
Wervt für die VRÄ