Ausgabe 
(8.7.1931) Nr. 50
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Nr. 50

Mittwoch, den 8. Juli

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SMWiardenverwfte der SieiGSVank

CLnsparunsen des Vooveepßans sMon akssseveauedS DeutsrHe WSrt-ehsst nrußs für neue

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FrantteiM «eyM SNZMsseeLonferenH «rv

EüAltKNÜ 8Ü81 rin der Minister der Youngmächte im Augenblick Zweck-

London, 8. Juli. Macdonald hat zu einer Konfe- ! mäßig sei. Auf alle Fälle könne diese Zusammenkunft renz der Vertreter der hauptsächlich interessierten Mäch- erst nach Beendigung der Arbeiten der Sachverständi- te nach London eingeladen. gen stattfinden. In diesem Fall würden Finanzminister

Die amtlichen Kreise Londons haben der Flandin und Unterstaatssekretär Poncet Frankreich Erklärung Macdonalds, in der er die frühere Einla- vertreten, düng der englischen Regierung zu einer internationa-

len Schuldenkonferenz in London erneuert, nichts hin- -oeKSSsterssNN >N Hsarr»

zuzusehen: es wird jedoch versichert, daß sich die Ein- Paris, 8. Iuli. In der Pariser Morgenpresse stößt'die ladung auch auf Deutschland beziehe. Die englische englische Einladung auf keinerlei Begeisterung. Man sckreibt Regierung hofft auf baldige zustimmende Anworten, es nur der französisch-englischen Freundschaft zu, daß Frank- sodaß die Konferenz möglichst schon in der nächsten reich teilweise auf diese Einladung überhaupt eingegangen Woche beginnen könnte. Es steht noch nicht fest. ob es ist. Die Blätter betonen, daß Paris als Verhandlungsort sich um eine Zusammenkunft der Minister oder nur sehr viel günstiger gewesen wäre. „Echo de Paris" unter- der Sachverständigen handeln wird. Der Besuch 2Nac- streicht, daß das Programm der Konferenz noch in keiner i donalds und Hendersons in Berlin soll durch die Kon- weise festgelegt sei. Man wiss enicht einmal, ab Deutschland ü! ferenz nicht berührt werden. aus dieser Konferenz vertreten sein werde, ebenso wenig

! Die englische Regierung hat es auch offen gelas- wie sich setzt schon voraussagen lasse - ob sich die Sach- ^ sen, Nie Verhandlungspunkte zu bestimmen. Nach der verständigen nur mit den finanztechnischen Fragen befassen z ganzen Sachlage wird man aber mit der Frage des oder auch die Sachlieferungsfragen in Erwägung ziehen wer- v.!! Garantiefonds und der Sachlieferungen zu rechnen ha- j den. Das Blatt hält eine Zusammenkunft von Sachver- den. Sollten andere Mächte es für angebracht halten,

. ^ auch andere Punkte auf das Programm der Konferenz ,jP, ZU setzen, so wird die englische Regierung diese Wün- ^ 'sche eingehend prüfen. Diese Formulierung läßt be- ^ ' fürchten, daß sich politische Fragen nicht ganz werden ausschalten lassen, sodaß Deutschland der ganzen Lage h nach wieder einen sehr schweren Stand haben wird.

ständigen insofern für ratsam, als diese in voller Handlungs­freiheit eine Regierung desavouieren können, was bei Re­gierungsmitgliedern nicht der Fall sei. Damit ist die poli­tische wertlosigkeit ihrer Arbeit schon jetzt festgelegt. Das „Geuvre" glaubt zu wissen, daß Briand den englischen Vor­schlag für eine spätere Zusammenkunft der Minister der am Poungplan interessierten Länder nicht zurückgestellt, son­dern glatt abgelehnt habe.

Gleity zwei KonseNerizen?

Berlin, 8. Iuli. Nach einer Meldung Berliner Blätter aus Washington erklärte Unterstaatssekretär Eastle am Dienstag, selbst wenn die britische Regierung eine inter­nationale Konferenz der Rußenminister einberufen sollte, so sei nichts destoweniger auch noch eine Konferenz der Finanzsachverständigen der beteiligten Länder erforderlich. Die Konferenz der Staatsmänner könnte seiner Ansicht nach die Frage erörtern, ob nicht die Riickzahlungsfrist, die man Deutschland am Montag gewährt habe, zu kurz sei. Da­gegen würde eine Revision der Zchuldenvertriige im gegen­wärtigen Augenblick sicher nicht besprochen werden.

Lausend Firmen bürgen

Eine Rettungsaktion für die I^eiehsvank

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AranSreiÄK lehnt av

Sachverständigenkonferenz I5.

oder

Juli?

Während Reichskanzler Brüning in einem Auf­ruf die rettende Tat Hoovers für die deutsche Wirt­schaft preist, dabei allerdings gleich zugeben muß, daß Deutschland auch jetzt nicht seiner wirtschaftlichen Nöte

P°r^'L?enpM^

der zu der Annahme einer' Sachverständigenkonferenz unternehmen muffen, die eindeutig die Hin­

über die Regelung der Sachlieferungen'in London durch tergründe der Hooveraktion beleuchten. Es stellt sich

die französische Regierung führte, noch wesentlich er- jetzt offen heraus, was wir vom ersten Tage ab behaup- örtert Er wurde aber zu eurem großen Teil von der ^ haben, der Hooverplan war und ist ein groß an-

«ach- das b.m d-u.,ch-n °E

mittag hintereinander den französischen Ministerpräsi- über die neue Privatschuldverpflichtung von 500 Milli- denten und Briand. Hierbei soll er darauf hingewiesen onen hinaus in den letzten Tagen einige Milliarden haben, daß die englische Regierung sich freuen würde, Devisen gekostet hat. bereits am kommenden Montag eine Konferenz von ^ ......

Sachverständigen in London versammelt zu sehen, die . Bankleicke geben letzt zu, daß die tatsächliche Ern- sich sowohl mit den noch offenen Fragen, als dem durch den Hooverplan um em Vielfaches durch

Hooverplan befassen, als auch den Weg für eine ZuE ung^r^ Re.chsbarrk m den

sammenkunft der Regierungsmitglieder der am doung- ^h^st -agen aufgehoben worden ist. Es rst charak- ^ plan beteiligten Staaten vorbereiten sckll. Die franzö- ^

i sisrbr Vooiernna bot bierauf aeltend aemackrt daß sie r""gspresse. daß sie diese Tatsachen zwar bringen aber ^Mittwoch oder Freitag kommender Woche vorziehe ^rsteckt und für den Durchschnittsleser kmm auffind- ^ unk knk ^Iliksnssiino nokv die Sacdverständioen bvr» w^ch^.vd. sie auf der 1. Seite noch immer das

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k d-b/h;-- m gv°tze„ L-tt-rn und M-ldung-n b-

... stände daber keine Ver- wundern und begrüßen. Das Volk soll dumm gehaltei anlassung'M^einer"3usammenkunft der unterzeichneten ^^^?rend der^ReMbankausweis denr Kun

sehr Wohl allein, in

i Möcht-des N-ungpIims. B,innd ha, schli-ßlich noch g«. welch« Katastrophe wir znstenern

sagt, die französische Regierung möchte noch keine, Dre Rerchsbank hat von ihrem soeben gepumpten festen Beschlüsse fassen, bevor sie nicht den Stand- 100 Millionen Dollarkredit 318,6 Millionen gebraucht. Punkt der B. 2. Z. in der Garantiefondfrage kennen um die Wahrungsdeckung auf der zulässigen Grenze l Man rechnet daher in Pariser gutunterrichteten Kreisen von 40.1 Proz. zu halten und auch der Rest ist in ' damit, daß die Sachverständigen der am Youngplan Borsenmannovern drauf gegangen. Tatsächlich hat die interessierten Staaten, darunter auch Deutschland, am Rerchsbank in allerletzter Zeit 1.5 Milliarden Mark Mittwoch oder Freitag kommender Woche in London verloren und schon damit ist der Gewinn des Hooder- zusammentreten und sowohl die Frage der Sach- Planes, das „Geschenk des Himmels" völlig aufge- lieferungen als auch die Angleichung des tzooverpla- nes an den Youngplan beraten. Man wird französi-

scherseits alles daran setzen, eine Besprechung von Ministern zu verhindern, da man befürchtet, diese Be

hoben worden.

Das dem so ist, beweist eine „Aktion der deut­schen Wirtschaft", ein Verzweiflungsschritt, der wieder um der Volksverdummung willen in ein Wust von

sprechung könnte auf Kosten des Poungplanes ge- schönen Worten gekleidet ist, in seiner letzten Wirkung schehen. aber einen neuen 500 Millionen Ausverkauf deut-

Der „Mattn" betont im Zusammenhang mit dem ^ scher Substanz bedeutet. Wie unsinnig man in die-

Die Meldung selbst hat folgenden Wortlaut:

Sämtliche großen Industrie-Unternehmungen, Banken und Schiffahrtsgesellschaften haben am Diens­tag abend an den Reichsbankpräsidenten einen Brief gerichtet, in dem sie davon Mitteilung machen, daß sie sich entschlossen haben, der deutschen Golddiskontbank eine Ausfallbürgschaft von 500 Millionen Reichsmark zur Verfügung zu stellen. Der Zweck ist, die Bank in die Lage zu versetzen, in noch viel stärkerem Maße als bisher ein wirksames Kreditinstrument zu sein.

Der eigentliche Sinn dieses Schrittes ist jedoch von Seiten der gesamten deutschen Botschaft gegen­über dem In- und dem Auslande unter Beweis zu stellen, daß trotz der bekannten Ereignisse auf dem De­visenmarkt und anderer Erscheinungen die deutsche Wirtschaft stark genug und willens ist, der Schwierig­keiten Herr zu werden.

Das Schreiben ist von etwa 1000 deutschen Fir­men unterzeichnet, die sich in allerkürzester Zeit zu diesem Schritt zusammengefunden haben.

Zu der Aktion der großen deutschen Firmen der Industrie, der Bankwelt und der Schiffahrt erfährt die Telegr. Union noch folgende Einzelheiten:

Die der deutschen Golddiskontbank zur Verfü­gung gestellte Ausfallsbürgschaft von 500 Millionen Mark soll die Bank zu einem ganz sicheren Instrument machen, das ermöglicht weitere erforderliche Aus­landskredite zu übernehmen. Sie soll einen Akt der Bekundung des Selbstvertrauens und der stärksten Ver­bundenheit aller deutschen Unternehmungen darstellen.

1000 deutsche Firmen bürgen also jetzt mit ihrem Bestand, d. h. mit der Möglichkeit, Arbeitern Ver­dienst und Brot zu geben für ein internationales Zah­lungsinstitut, das in irgend einer Form an den un­sinnigen Tributzahlungen zu Brüche gehen wird. Nach­dem es Frankreich gelungen war, 500 Millionen Staatsschulden in Privatschulden umzuwandeln, die auf jeden Fall bezahlt werden müssen, haben wir nun selbst uns aus weitere 500 Millionen festgelegt.

Auch in dieser Situation fordern wir abermals Rücktritt einer Regierung, die sich „Geschenke des

wirklicher Ent- über Börsen-