Ausgabe 
(28.3.1931) Nr. 21
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Nr. 2l

Sonnabend

2». März

l. Werbennmmer

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Das unabänSerliche Programm »er

Die 25 Punkte

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei — im Vereinsregister als „Nationalsozialistischer deut­scher Arbeiter-Verein" eingetragen — hat am 25. Fe­bruar 1920 in einer gewaltigen Massenversammlung im Hofbräuhaus-Festsaal in München sein Programm der Öffentlichkeit übergeben.

Die Satzung unserer Partei bezeichnet in Z 2 dieses Programm als unabänderlich. Es lautet:

Programm

der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei.

Das Programm der Deutschen Arbeiterpartei ist ein Zeit-Programm. Die Führer lehnen es ab, nach Erreichung der im Programm aufgestellten Ziele neue aufzustellen, nur zu dem Zwck, um durch künstlich ge steigerte Unzufriedenheit der Massen das Fortbestehen der Partei zu ermöglichen.

1. Wir fordern den Zusammenschluß aller Deut­schen auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes der Völker zu einem Groß-Deutschland.

2. Wir fordern die Gleichberechtigung des Deutschen Volkes gegenüber den anderen Nationen, Aufhebung der Friedensverträge von Versailles und St. Germain.

3. Wir fordern Land und Boden (Kolonien) zur Ernährung unseres Volkes und Ansiedlung unseres Be- Völkerungs-Ueberschusses.

47 Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.

5. Wer nicht Staatsbürger ist, soll nur als Gast in Deutschland leben können und muß unter Fremden­gesetzgebung stehen.

6. Das Recht, über Führung und Gesetze des Staa­tes zu bestimmen, darf nur dem Staatsbürger zustehen. Daher fordern wir, daß jedes öffentliche Amt, gleich­gültig welcher Art, gleich ob im Reich, Land oder Ge­meinde, nur durch Staatsbürger bekleidet werden darf.

Wir bekämpfen die korrumpierende Parlaments­wirtschaft einer Stellenbesetzung nur nach Parteige­sichtspunkten ohne Rücksichten aus Charakter und Fähig­keiten.

"7. Wir fordern, daß sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- und Lebensmöglichkeit der Staatsbürger zu sorgen. Wenn es nicht möglich ist, die Gesamtbevölkerung des Staates zu ernähren, so sind die Angehörigen fremder Nationen (Nicht-Staats- bürger) aus dem Reiche auszuweisen.

8. Jede weitere Einwanderung Nicht-Deutscher ist zu verhindern. Wir fordern, daß alle Nicht-Deutschen, die seit 2. August 1914 in Deutschland eingewandert sind, sofort zum Verlassen des "Reiches gezwungen werden.

9. Alle Staatsbürger müssen gleiche Rechte und Pflichten besitzen.

10. Erste Pflicht jedes Staatsbürgers muß sein, geistig oder körperlich zu schaffen. Die Tätigkeit des Einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allge­meinheit verstoßen, sondern muß im Rahmen des Ge­samten und zum Nutzen Aller erfolgen.

Daher fordern wir:

11. Abschaffung des arbeits- und mühelosen Ein­kommens.

Brechung der Zinsknechtschaft.

12. Im Hinblick aus die ungeheuren Opfer an Gut und Blut, die jeder Krieg vorn Volke fordert, mutz die persönliche Bereicherung durch den Krieg als Ver­brechen am Volke bezeichnet werden. Wir fordern da­her restlose Einziehung aller Kriegsgewinne.

13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bischer) bereits vergesellschafteten sTrusts) Betriebe.

14. Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbe­trieben.

15. Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Alters-V ers orgung.

16. Wir fordern die Schaffung eines gesunden Mit­telstandes und seine Erhaltung, sofortige Kommunäti- sierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, schärfste Berücksichtigung aller kleinen Gewerbetreiben­den bei Lieferung an den Staat, die Länder oder Ge­meinden.

17. Wir fordern eine unseren nationalen Bedürf­nissen angepaßte Bodenreform, Schaffung eines Ge­setzes zur unentgeltlichen Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke. Abschaffung des Bodenzinses und Verhinderung jeder Bodenspekulation.

Zu diesem Programm hat Adolf Hitler am 13. April 1928 folgende Erklärung verlautbart: Erklärung.

Gegenüber den verlogenen Auslegungen des Punk­tes 17 des Programms der N.S.D.A.P. von feiten unserer Gegner ist folgende Feststellung notwendig.

Da die N.S.D.A.P. auf dem Boden des Privat­eigentums steht, ergibt sich von selbst, daß der Passus „Unentgeltliche Enteignung" nur auf die Schaffung gesetzlicher Möglichkeiten Bezug hat, Boden, der auf unrechtmäßige Weise erworben wurde oder nicht nach den Gesichtspunkten des Volkswohls verwaltet wird, wenn nötig, zu enteignen. Dies richtet sich demgemäß in erster Linie gegen die jüdischen Grundstücksspeku­lationsgesellschaften.

Adolf Hitler.

18. Wir fordern den rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Gemeininter- esse schädigen. Gemeine Volksverbrecher, Wucherer, Schieber usw. sind mit dem Tode zu bestrafen, >ohns Rücksichtnahme auf Konfession und Rasse.

19. Wir fordern Ersatz für das der materialistischen Weltordnung dienende römische Recht durch ein Deut­sches Gemeinrecht.

20. Um jedem fähigen und fleißigen Deutschen das Erreichen höherer Bildung und damit das Einrücke« in führende Stellungen zu ermöglichen, hat der Staat für einen gründlichen Ausbau unseres gesamten Volks­bildungswesens Sorge zu tragen. Die Lehrpläne aller Bildungsanstalten sind den Erfordernissen des prak­tischen Lebens anzupassen. Das Erfassen des Staats­gedankens muß bereits mit dem Beginn des Ver­ständnisses durch die Schule (Staatsbürgerkunde) er­zielt werden. Wir fordern die Ausbildung geistig be­

sonders veranlagter Kinder armer Eltern ohne Rück­sicht auf deren Stand oder Beruf au/ Staatskosten.

21. Der Staat hat für die Hebung der Volksgesund­heit zu sorgen durch den Schutz der Mutter und des Kindes, durch Verbot der Jugendarbeit, durch Herbei­führung der körperlichen Ertüchtigung mittels gesetz­licher Festlegung einer Turn- und Sportpflicht, durch größte Unterstützung aller sich mit körperlicher Jugend- Ausbildung beschäftigenden Vereine.

22. Wir fordern die Abschaffung der Söldnertruppe und die Bildung eines Volksheeres.

23. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen "die bewußte politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, daß:

a) Sämtliche Schriftleiter und Mitarbeiter von Zei­tungen, die in deutscher Sprache erscheinen^ Volks­genossen sein müssen.

b) Nichtdeutsche Zeitungen zu ihrem Erscheinen der ausdrücklichen Genehmigung des Staates bedürfen. Sie dürfen nicht in deutscher Sprache gedruckt werden.

c) Jede finanzielle Beteiligung an Deutschen Zei­tungen oder deren Beeinflussung durch Nicht- Deutsche gesetzlich verboten wird und fordern als Strafe für Uebertretungen die Schließung einer solchen Zeitung, sowie die sofortige Ausweisung der daran beteiligten Nicht-Deutschen aus dem Reich.

Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir /ordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literatur-Richtung, die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volks­leben ausübt und die Schließung von Veranstal­tungen. die gegen vorstehende Forderungen ver­stoßen.

24. Wir fordern die Freiheit aller religiösen Be­kenntnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und Moral- gefühl der germanischen Rasse verstoßen.

Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und außer uns und ist überzeugt, daß eine dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen heraus auf der Grundlage:

Gemeinnutz vor Eigennutz.

25. Zur Durchführung alles dessen fordern wir die Schaffung einer "starken Zentralgewalt des Reiches. Unbedingte Autorität des politischen Zentralparla- ments über das gesamte Reich und seine Organisationen im allgemeinen.

Die Bildung von Stände- und Berufskammern zur Durchführung her vom Reich erlassenen Rahmengesetze in den einzelnen Bundesstaaten.

Die Führer der Partei versprechen, wenn nötig unter Einsatz des eigenen Lebens, für die Durchführung der vorstehenden Punkte rücksichtslos einzutreten. München, den 24. Februar 1920.