bnrelpreis 20 ?lg.
bremer
w
bnrelpreis 20 ?lg.
w O"
I Memmttickesvrglmöer
Geschäftsstelle und Redaktion: Bremen, Bahnhofstr. 26. Fernsprecher Domsh. 25878. Erscheint wöchentlich 2 mal. Bezugspreis monatlich O.WZ einschließlich Bestellgeld. Verlagsort Oldenburg (Oldbg.)
^ '
Nk. A
Mcke Zeituuy
ßreMr ÜaüoaEozialistM
Anzeigen: 10-gesp. Nonpr.-Zeile 0,25, auswärts 0,30 Mk. Stellenges. und Fam.-Anz. 0,10 Mk. Kleine Anz. 0,l5 Mk. Ersatzansprüche können nicht gestellt werden, wenn das Erscheinen irgendwie verhindert ist.
Mittwoch
25. März
1931
«L
Blutiger
ahlterror!
as gedenkt
der Senat zn tun?
Arbeiterkammerwahl ungültig.
... ^
Mö 'i ^ >r.'n i ^
ll M ,
Äli ^
lUi ,'7
lll WtL:
,z ^c- ^
^ ^
Blutiger Wahlterror! Was gedenkt der Senat zu tun?
Der Wahlausschuß hatte beschlossen, amtliche Stimmzettel zur Bremer Arbeiterkammerwahl herauszugeben. Dieser Beschluß wurde dem Bremer Senat mitgeteilt, der Senat lehnte jedoch über die Anregung des Wahlausschusses hinaus die Ausgabe amtlicher Stimmscheine ab. Die einzelnen Parteien mußten also ihre Stimmscheine am letzten Sonntag vor den Wahllokalen durch ihre Vertreter verteilen lassen.
Wie vorauszusehen war, beeinflußte diese.Bestimmung den ordnungsgemäßen Verlauf der Wahl aufs allerschwerste. Durch Terror, tätliche Behinderung und sogar Diebstahl der Stimmscheine war für unsere Liste eine reibungslose Abwickelung der Wahl ausgeschlossen. So wurde zum Beispiel unser Zettelverteiler in Grambke einfach brutal niedergeschlagen, sodaß er in seine Wohnung geschasst werden mußte. Es konnte hier kein Stimmzettel unserer Liste weiterhin an die Wahlberechtigten abgegeben werden, eine Wahlbeeinflussung wie sie sich gröber wohl kaum gedacht werden kann!
Vor dem Wahllokal in der Schule am Ohlcnhof wurde unser Stimmzettel verteilender Parteigenosse tätlich angegriffen. Die Stimmzettel wurden ihm aus der Hand gerissen, und bis zum Eintreffen neuer Stimmscheine, war auch hier die Stimmabgabe für unsere Liste unmöglich.
Vor dem gleichen Wahllokal wurde später am Nachmittag ein anderer Parteigenosse tätlich angegriffen. So wurde zum Beispiel unser Zettelverteiler in Stimmzettel gehindert. Da hier der polizeiliche Schutz in keiner Weise genügte, sahen wir uns sogar gezwungen, unseren Stimmzettelverteiler zurückzuziehen, um ihn nicht unnötiger Lebensgefahr auszusetzen.
Zeugen für die terroristischen Wahlbeeinflussungen und Störungen können wir in genügender Anzahl beibringen!
In sehr vielen Fällen wurden die Wähler durch Drohen und wüstes, hetzendes Hinweisen auf unsere Parteigenossen überhaupt daran gehindert, in den Besitz unserer Stimmscheine zu gelangen!!
In einem Schreiben vom 23. NUirz 1S31 an das Wahlamt in Bremen hat die Parteileitung verRSDAP
gegen die Wahl zur Arbeiterkammer Einspruch erhoben. — All die Vorkommnisse, der Wahlterror und die Wahlbehinderungen waren nach der Mord- und Bluthetze der roten Presse in den letzten Tagen vorauszusehen. Deshalb müssen wir den Senat für die Geschehnisse am letzten Wahlsonntag verantwortlich machen! Wir müssen ihn verantwortlich machen für den Terror und das vergossene Blut unserer Kameraden.
Wir fragen den Senat: Warum konnte nicht durch Verteilen eines amtlichen Stimmzettels ein glatter, gerechter und unbeeinflußbarer Wahlgang ermöglicht werden?
Wir fragen den Polizeisenator: Warum wurde kein genügendes polizeiliches Aufgebot, kein genügender Polizeischutz gestellt, der eine ordnungsgemäße Wahlhandlung garantiert hätte?
Aber der Senat hat ja scheinbar viel Wichtigeres zu überlegen: die Sesselrettung, und Herr Polizeisenator hat vielleicht viel größere Sorgen durch Krönen von Schönheitsköniginnen auf republikanischen Festen!
Wir wünschen, daß sich z. B. die hiesige DVP. an Ort und Stelle einmal von den „konsolidierten" Verhältnissen im Westen überzeugt. Wenn beispielsweise Herr Professor Dietz in der Fabrikstraße wohnen würde, sollte er uns einmal die Frage beantworten, wie er sich die Folgen der Schwächung der Polizeibezirke im Westen vorstellt!!
Der Terror nimmt immer mehr an Außmaßen zu. Wir warnen, den Verhältnissen freien Lauf zu lassen!!
Durch die Vorkommnisse am letzten Sonntag, durch den Terror einer Schicht, die einen gerechten und ehrlichen Wahlgang fürchten muß, hat das Wahlergebnis ein durchaus falsches Bild ergeben!
Wir fordern die Gewährleistung einer geheimen und unbeeinflutzbaren Wahl.
Wir erklären die Bremer Arbeiterkammerwahlen vom 22. März 1931 als ungültig und fordern eine Wiederholung der Wahl mit amtlichen Stimmzetteln, denn nur die Ausgabe amtlicher Stimmzettel garantiert ein ehrliches, reibungsloses Abwickeln des Wahlganges!
Hegen die Monopolstellung Vata's
in der Tschechoslowakei.
Ein nationalsozialistischer Antrag angenommen.
^ >
Der Gewerbeausschuß des Abgeordnetenhauses beschäftigte sich mit dem Üeberhandnehmen der Bata-- ^Ailialen, in allen Städten, die dadurch, daß sie Inun auch die Schuhreparaturen übernehmen, taufenden ! Schuhmachermeistern die letzte Existenzmöglichkeit rau- ^ben. Die deutschen Nationalsozialisten stellten den Antrag, daß die Regierung die Sperrung der Reparatur- t Werkstätten Batas verfüge und einen diesbezüglichen ^ iGesetzantrag dem Abgeordnetenhause zuweisen solle. !> Der Antrag wurde angenommen.
i Rohheit eines Landjägers.
U Kleine Anfrage des Abg. Kube (N. S. D. A. P.)
f Die deutschnationale Gruppe in Altdrewitz (Nm.) sKreis Königsberg (Nm.), hat unter dem 10. März 1931 i an den Landrat des Kreises Königsberg eine Beschwer- ° de gegen einen Landjägermeister wegen Mißbrauches ° der Waffengewalt erstattet.
Der betreffende Landjägermeister hat einen Nationalsozialisten ohne jede Veranlassung mit dem Gummiknüppel über den Schädel geschlagen und ihn dann mit dem Kopf gegen den Torpfosten gestoßen. Der
Mißhandelte mußte ohnmächtig im Auto abtransportiert werden.
Als Zeugen, die der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei nicht angehören, den Namen dieses Preußenbeamten forderten, drohte dieser Mann, er würde alle niederschlagen, die sich nicht sofort fortscherten. Da Interesse daran besteht, diesen preußischen Beamten der Staatsanwaltschaft zu übergeben, frage ich das Staatsministerium:
Wie heißt der Landjägermeister, seit wann ist er im Dienst und beabsichtigt das zuständige Ministerium, ihn weiter im Außendienst zu beschäftigen?
890VV Mark siir LikvleiNSelag.
Kleine Anfrage -es Abg. Kube (NSDAP.)
In der Strafanstalt Wohlau, Bez. Breslau, beschwerte sich ein kommunistischer Gefangener über den Dielenbelag der Strafanstalt beim Justizministerium. Daraufhin wurde der gaMe Flügel der Strafanstalt mit neuem Linoleumbelag belegt. Es sollen 80000 Mk. dafür erforderlich sein.
Ich frage das Staatsministerium:
1. Wie hoch sind die Ausgaben für den neuen Linoleumbelag in der Strafanstalt Wohlau?
2. Wie vereinbart sich diese Ausgabe mit der sonst so bekannten Sparnotwendigkeit der preußischen Verwaltung?
Staatsbankerott.
Von Erich Koch, M. d. R.
Die deutsche Öffentlichkeit hat noch nicht gelernt, aus Zahlenangaben politische Schlüsse zu ziehen. Sonst hätte die Veröffentlichung der Regierung über den Stand der Reichsfinanzen vom 31. Dezember ganz anderes Aufsehen erregen müssen, als dies in Wirklichkeit der Fall war.
Denn der Ausweis der Regierung bezifferte das offizielle Defizit des Reichshaushalts für die Zeit von April bis Dezember 1930 auf 1189,5 Millionen Mark. Nimmt man — günstigerweise — an, daß der Zuwachs des Defiziks im letzten Quartal des Etatsjahres ungefähr gleichbleibt, dann endet das Etatsjahr 1930-31 mit einem Gesamtdefizit vo n1,6 Milliarden Mark.
Damit ist natürlich das gesamte Programm der Regierung Brüning wieder über den Haufen geworfen, die nach den Erklärungen des Reichsfinanzministers Dietrich im Reichstag — mit einem Fehlbetrag von 800 Millionen Mark, also gerade der Hälfte des eingetretenen Fehlbetrages gerechnet hatte. Da die Regierung keinerlei Reserven mehr zur Verfügung hat, auch die 500 Millionen des Kreuzer Kredits längst aufgezehrt sind, so bleibt als einziger Ausweg das System:
Ausgabeneinschränkung unv Steuererhöhung.
Wir Nationalsozialisten haben immer wieder darauf hingewiesen, daß für uns beide Wege ungangbar sind. Denn beide führen dieses verelendete, hungernde, notleidende. deutsche Volk nur immer tiefer ins Elend, drücken seine Existenzmöglichkeit aus ein menschenunwürdiges Niveau und verderben es an Körper und Seele. Wir haben daher stets die einzig mögliche Konsequenz aus dieser Lage gezogen, wenn wir forderten:
„Schluß mit -er Erfnliungspolitik! erst Brot, -au» Reparationen;
Wir werden daher auch in der Folge diesen Standpunkt dem deutschen Volke gegenüber vertreten und werden ihm immer wieder den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Erfüllungspolitik und seiner Not aufzeigen und klarmachen.
Was die Pläne der Regierung im einzelnen betrifft, so widersprechen sie in Richtung und Umfang ebenfalls unserem Wollen. Statt einer durchgreifenden Herabsetzung der hohen Einkommen, wie wir dies seinerzeit im Reichstag verlangten, beschließen die Aoung- parteien stets den gleichmäßigen Abbau der Gehälter und Löhne, was naturgemäß zu einer schreienden Ungerechtigkeit und Unerträglichkeit bei den unteren Stufen führt. —
Zur Zeit allerdings erscheint es noch völlig unerfindlich, wo die Regierung trotzdem die fehlende Milliarde herausholen soll, sodaß der Schluß nahe liegt, daß neue Bankschulden aufgenommen werden sollen. Daß durch eine solche Praxis der endgültige Zusammenbrach nur hinausgeschoben, nicht verhindert wird, ist offensichtlich zumal die Zinsen der neuen Anleihe — bei der man auf französische Gelder hofft, — die Lage nur wiederum verschärfen.
Den wahren Einblick in den tatsächlichen Staatsbankerott, der durch allerhand Finanzkunststücke nur verschleiert ist, erhält man nämlich erst, wenn man den Reichsschulden noch die Schulden der Länder und Gemeinden anfügt. Nach den vorliegenden Uebersichten
IIII!IIIIIIIII>lIIIIIII!>IIIIIIII!i!lIIII!I!»i!!IIIIIIIIIIIIII»I»IIllIIIIIH»!IIi!III»!!II»I!II»»»I»»III>I!I Bekennt Euch nicht nur innerlich, son-ern auch öffentlich zum Nationalsozialismus.
NIIIII>IIIII!!IIIII!!IIIII>IIII>IIIIIIlI!IIW>I!IIIIII!ttIIIINI>IIlIIIIIII>IIMIIII>IIII>!IIlIIIIII>II>II»»W