Ausgabe 
(17.1.1931) Nr. 3
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Sremer

klnrelprek rs?lg.

NatieaalfM

!paMamWckesvrMber

Geschäftsstelle und Redaktion: Bremen, Pelzerstr. 12/13. Fernsprecher Domsh. 20012. Erscheint wöchentlich 2 mal. Bezugspreis monatlich 0.92 R.-M. einschl. Bestellgeld.

>«»

Nr. r

scde Zeitung

bremer kiaÜorM»ziMel>>

Anzeigen: Die 10-gespaltene Millimeterzeile 0.12 R.-Mk. Rabatt nach Tarif. Ersatzansprüche können nicht gestellt werden, wenn das Erscheinen irgendwie verhindert ist. !

17 . IaiiNi

lSZI

13 ahrg.

Nattonalsostartflen

BrenrerrSk

freunde unseveV Bewegung!

In vielen unserer Massenversammlungen vor und mach der Reichstagswahl, als die marxistisch-jüdische rund bürgerlich-demokratische Presse unserer Stadt die jnationalsozialistische Bewegung verleumdete und in »den Straßenkot zu zerren ver,uchte, da habt; Ihr oft! «durch stürmischen Zuruf von uns die Herausgabe einer /eigenen Zeitung, eines nationalsozialistischen Kamps- < blattes für Bremen gefordert. Und auch unser eigener» s sehnlichster Wunsch war es, all die vergangenen Jahre i bittersten Ringens, die Befreiungsarbeit Deutschlands iihier durch eine Bremer Nationalsozialistische Zeitung «vorwärtstreiben zu können.

Wir haben um dieses Werk gekämpft und gelitten, qwir haben geopfert — und viele unserer jugendlichen c Hoffnungen mußten enttäuscht werden, bevor der glück- -ihafte Wurf gelang.

^Parteigenossen und Freunde unserer Bewegung!

Nun sind wir so weit! Die nationalsozialistische ^Zeitung Bremens steht! Jetzt gilt es, das Werk aus­zubauen und aus unserer Presse ein schlagfertiges ß Instrument für unsere Ortsgruppe, ein scharfgeschlif- t jenes Schwert zu formen, das überall dort unerbitt­lich einzuhauen hat, wo in Bremen Fäulnis und ; Schlechtigkeit zu wuchern beginnen. Ihr seid heute r nicht mehr darauf angewiesen, Eure geistige Kost von » jenen Allerweltskrämern zu beziehen, die Euch eine

> falsche Weltanschauung für 30 Silberlings verkaufen, i wie Judas seinen Herrn und Meister.

Wir wissen, daß wir eine große Verantwortung l auf uns geladen haben,, als wir dieses Werk begannen

> und wir versprechen, diese Zeitung in Adolf Hitlers I Geist zu führen. Wir geben Euch, Parteigenossen^ t unser- Wort darauf, daß wir all unsere Kräfte ein­setzen werden, die Arbeit der Ortsgruppe Bremen der 1NSDAP. voranzutreiben und wissen, daß auch Ihr i bereit sein werdet, durch unermüdliche Werbung von s Beziehern und Jnserenren unser Werk zu unterstützen.

Die Bremer Nationalsozialistische Zeitung derut nicht daran, sich etwa auf das Niveau bürgerlich-seichter oder marxistisch-demagogischer Gazetten zu begeben, über Burschen, die ihrer ganzen Wesensart nach nichts anderes sein können, als Schmierfinken und Tinten- kulis, hinweg, werden^ wir zur Tagesordnung über­gehen; denn das große Ziel, das wir um Deutschlands willen erreichen müssen, würden wir niemals gewinnen, wenn wir nach dem Wunsche unserer Gegner aus jeden Dreckwurf reagieren wollten und so die notwendige Aufklärungsarbeit lahmlegen ließen. Im übrigen mö­gen es sich unsere Gegner gesagt sein lassen: Von Zeit zu Zeit werden wir mit ihnen Fraktur reden und ffre rücksichtslos auf die Schmützpfoten schlagen, /wo es das Interesse der Allgemeinheit erfordert.

Parteigenossen und Freunde! Unsere Zeitung, die aus technischen Gründen im Januar noch wöchentlich einmal, ab Februar dann zweimal in der Woche er­scheint, ist aus bescheidensten Verhältnissen her­aus geschaffen worden. Wir sind stolz darauf, als wesentlichen Aktivposten unserer Zeitung unser ehrliches, reines Wollen, dem deutschen Volke und insbesondere unserer Vaterstadt zu dienen, ,pufferen unerschütterlichen Glauben an Deutschlands Aufer­stehung und unser unbegrenztes Vertrauen auf unseren Führer Adolf Hitler, ausweisen zu können, der in nicht allzu ferner Zeit im Geiste des nationalen Sozialis- mus Freiheit und Recht den Unterdrückten, Rache und Vergeltung aber unseren Peinigern bringen wird.

Werdet nicht müde, Parteigenossen, in unserem harten Ringen-, schon kündet das Frührot der Freiheit die neue Zeit!

Wacht auf und revolutioniert die Herzen und Hirne und Hände, denn es beginnt Tag zu werden in deut- scheu Landen!

IZchriftleitung der

Bremer Nationalsozialistischen Zeitung-

Linier n BNvgersÄhafts nntatledern zürn Grrrtzk

Am Freitag, dem 16. Januar ds. Js., tritt die am 30. November 1930 neu gewählte Bremische Bür­gerschaft zusammen.

Die Bremer Nationalsozialisten werden in Stärke von 32 Mann als größte nichtmarxistische Partei und als zweitstärkste Fraktion überhaupt in das hiesige Parlament einrücken. Wir grüßen an diesem Tage unsere Vorkämpfer im 'Parlament, die es sich zur Auf­gabe gemacht Haben, auch vor dem Forum des bremi- H scheu Landtages die nationalsozialistische Weltanschau- 1 ung zu vertreten und nach den ehernen Grundsätzen « unserer heiligen Idee an der Erhaltung, Gestaltung r und W.iederaufrichtung unseres Staates bestimmend i! mitzuwirken.

k , Wir wissen, daß nach all den bangen Jahren t marxistischer Wirtschaft und bürgerlich-liberaler Ohn- E machtspolitik eine recht undankbare und schwierige H Arbeit unserer Bürgerschaftssraktion harrt. Wir wissen, r daß es unendlich schwer sein wird, innerhalb des un- ? gesunden herrschenden Systems unseren nationalsozia- k listischen Willen durchzusetzen, der in taufend Fällen dem Unverstand und schlechten Willen, böswilligen Absichten und dem in November-Deutschland heilig gesprochenen Partei-Egoismus unserer marxistischen Gegner und der mit ihnen verschwägerten bürgere lichen Steh-Umfall-Parteien begegnen wird.

Trotz alledem geht die junge nationalsozialistische Fraktion, welcher die bremische Bevölkerung am 30. November in spontanem Ausbruch ihr Vertrauen be­kundet hat, mit jugendfrischem Eifer und kühnem Mut an ihre schwere Arbeit. Sie wird, — das wissen wir — mit Umsicht und Tatkraft und von dem Be­wußtsein ihrer großen Verantwortung durchdrungen, allen Feinden und Neidern zum Trotz die

Schwierigkeiten meistern und in zähem Ringen Stadt und Staat Bremen zu einer Keimzelle nationalen' Widerstandswillens und nationalsozialistischen Gemein­schaftsgeistes machen; sie wird mit brutaler Offenheit die Fehler und Schwächen dieses verfaulenden parla­mentarischen Systems aufzeigen und rücksichtslos zu­packen, wo in unserem Staate sich auch nur Spuren von Korruption und Parteibuchherrschaft zeigen; sie wird, das ist unser unbeirrbarer Glaube, die schwere Verantwortung, die sie am 30. November vorigen Jahres freiwillig auf sich genommen hat, um der Ge­samtheit der schaffenden Menschen unseres Staats­wesens zu dienen, in Ehren zu tragen wissen und das Vertrauen der 50 000 nationalsozialistischen Wähler Bremens vollauf rechtfertigen.

Parteigenossen unserer Bürgerschaftssraktion!

'Wappnet Euch für die kommenden Parlaments- kämpfe mit jener nonchalanten Offenheit, für die wir bekannt sind, mit herzerfrischender Rücksichtslosigkeit, wo es gilt, dem Recht und der Freiheit der Unter­drückten eine Gasse zu bahnen! Seid all das, was unser Führer Adolf Hitler von seinen S.A.-Leuten fordert: Zäh wie Büffelleder, hart wie Kruppstahl, und bleibt Euch und Eurem innersten Wesen und damit den Grundsätzen unserer nationalsozialistischen Welt­anschauung treu! Seid hart im Angriff, unerbittlich in der Verfolgung des Gegners — und auch das glatte Parkett des Parlaments wird Euch vertraut sein und über alle Arbeit für das bremische Gemeinwohl hinaus zum wertvollen Fechtboden für Adolf Hitlers große Idee werden!

Wir grüßen Euch mit dreifachem „Kampf-Heil"!

Verlag und Schriftleitung . der Bremer Nationalsozialistischen Zeitung.

Mevoluttoncive vovk

Es ist, als ob des Himmels furchtbarer Fluch auf diesem Lande lastet. Wohin Du siehst, überall grinst Dir das Gespenst bitterster Verzweiflung entgegen, wohin Du hörst, ein Stöhnen und Schreien gequälter, bis aufs Blut gepeinigter Menschen! Der Hunger rast durch Deutschlands Straßen, die letzten Reste deutschen Besitzes werden verhökert, die Bauernhöfe zerbrechen unter der Wucht der Zinsenlasten — und mehr denn vier Millionen Menschen, die ein zu tiefst unsittliches Wirtschaftssystem aus den Betrieben und Kontoren auf die Straße warf, ringen verzweifelt die Hände und rufen, — nein, brüllen nach Arbeit und Brot. Das ist die erschütternde Bilanz eines Systems, das uns Freiheit und goldene Berge versprach!

Wer hat die Stirne, uns heute noch von Sanierung zu reden? Wo sind sie, die Erleichterungen des Uoung- Plans, die uns die Müller und Severing, die Wirth und Guerard, die Curtius und Moldenhauer noch vor Jahresfrist verheißen haben?

Wer wagt es, weiter zu öehaiMen, der'Uoungplan sei erfüllbar, da wir nach kaum dreiviertel Jahren ohnmächtig am Boden liegen?

Wir klagen sie an, die Väter dieses Teufelsplanes und mehr noch ihre willfährigen Diener, die sie in Deutschland gesunden haben.

Wir haben nichts zu schaffen mit jener unseligen Unterschrift, die unter Deutschlands Todesurteil ge­setzt ward! Wir lehnen es ab vor Gott und der W/lt^ ein Diktat anzuerkennen, das den Untergang unserer Nation zum alleinigen Ziele hat! Wir lehnen es ab, Sklavenketten für uns und unsere Kinder als zu Recht über uns verhängt anzuerkennen. Das unschuldige Blut, das heute in Deutschland fließt, komme über die Häupter der Schuldigen, die deutsches Volk und Land verrieten. Der Fluch von fünfzehntausend Menschen, die alljährlich in Verzweiflung diesem Leben der Schön­heit und Würde in Deutschland durch den Strick, durch den Gashahn ein jähes Ende bereiten, dieser Fluch soll den Schuldigen, unseren Peinigern zeitlebens in den Ohren gellen!

Laßt die Dinge so weiter treiben und bald sind wir am Ende! Wie ein Hohn klingen uns die Neujahrs-, botschaften in den Ohren, die da von Besserung und Wiederaufstieg reden, ohne auch nur mit einem Worte des Grundübels Erwähnung zu tun, des falschen Sy­stems, das die Wurzel aller Not und Verzweiflung ist. Ihr habt uns Jahrzehnte einen falschen Glauben ge­predigt, den Unglauben des Materialismus. Ihr habt das deutsche Volk geheißen, ums goldene Kalb zu tanzen und habt den Götzen Mammon auf den Thron erhoben. Und nun seht Ihr die Nacht hereinbrechen über deutsches Land und vernehmt bereits aus der Ferne den Hufschlag,^der das Nahen der apokalyptischen Reiter kündet, — und wagt nach allem noch von Sa­nierung und Notverordnungen zu schwätzen?

Eure Zeit ist um und unsere Geduld zu Ende! Die bittere Not, die furchtbaren Enttäuschungen der letzten Jahre haben uns aufgerüttelt aus Lethargie und Tatenlosigkeit — und mit der ganzen Heidenschaft und Inbrunst, mit der wir unsere Peiniger und ihr falsches Blendwerk hassen, unsere geschändeten, gepei­nigten Brüder und Schwestern. Und das unsagbar gerechte Wirken des Schicksals erkennen 'wir daran, daß dieses Deutschland in seiner tiefsten Schmach und Er­niedrigung sich einen Führer geboren, dessen Fahnen/ wir gläubig und in unbegrenztem Vertrauen folgen wollen.

Das Größte gilt es zurückzugewinnen, das unsere Nation verloren hat, die Freiheit und damit die Ehre; und um diese höchsten Dinge unserem Volke zu er­kämpfen, sind wir angetreten.

Drum brecht die Brücken ab, die Euch in dumpfe Verzweiflung zurückführen könnten und verbrennt die Schiffe, auf denen Ihr zu uns gekommen seid! Ein Zurück gibt es nicht für uns, denn hinter uns liegt Nacht und Tod. Die Fahne hoch, die Reihen fest ge­schlossen! Vollendet das Werk der Befreiung des deut­schen Menschen aus den Fesseln dieser Unzeit! Zerbrecht die Trutzburgen des menschenmordenden Kapitalismus, zerstört die Bastionen, hinter denen der Feind sich feige verbirgt und seine Drähte zieht! Reißt alle Schranken nieder, die den Bruder heute noch vom Bruder trennen und erkennt, daß es gilt, einer zu Tode getroffenen Nation das fliehende Leben zurückzugewinnen! Und um dieses höchste Ziel zu erreichen, darf Euch kein Opfer zu groß sein.