Ausgabe 
(23.6.1933) Nr. 164
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Ilr. 164. Jahrgang 1933

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Bremen. Freitag, den 23. Juni INZL Einzslvreis 13 Wg.

Anzeigen: hiesig« die 14 gespaltene mm-Zeile 0.19, auswärts 9.12; im Textteil 0.50, auswärts Kl 0.70; Stellengesuche und Familienanzeigen 0.06; sonstige kleine Anzeigen 00.8. Platz- vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Betriebsstörung, Streik. Ver­bot usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Rückzahlungd.Bezugspr.

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Vluttat in Berlin

Statthalter-Sitz von Oldenburg nach Bremen verlegt

Verordnung des Reichskanzlers, vdz. Berlin, 22. Juni. Wie das VDZ.-Miro meldet, wird in einem vom Reichspräsidenten von Hindenburg und vom Reichskanzler Hitler unter­zeichneten Erlaß der Amtssitz von solchen Reichsstatt­haltern bestimmt, die siir mehrere Länder gleich­zeitig ernannt sind. Der Erlaß sagt, daß die für mehrere Länder ernannten gemeinsamen Reichsstatt­halter ihren Amtssitz wie folgt haben:

Der Reichsstatthalter in Mecklenburg-Schwerin, Lübeck und Mecklenburg-Strelitz in Schwerin.

Der Reichsstatthalter in Oldenburg und Bremen in Bremen.

Der Reichsstatthalter in Braunschweig und Anhalt in Dessau. Der Reichsstatthalter in Lippe und Echanmburg-Lippe in Detmold.

Mauer Vriss fite Treabelendurg

Berlin, 22. Juni. Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Rüst, hat an den Leiter der iKrchenabteiluug des preußischen Kni- tusministeriumS, Herrn Ministerialdirektor Dr. Tren- helenüurg, folgenden Brief gerichtet:

Sehr geehrter Dr. Trendelenburg! Die Be­stellung eines kommissarischen Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates ohne Unterrich­tung und Befragung des preußischen Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung bedeu­tet einen Schritt der Altpreußischen Landeskirche, der im Verhältnis des Staates zur Kirche nicht ohn« ernste Folgen bleiben kann.

Zur Lösung der dadurch auftauchenden Fragen bedarf es eines Referenten, der mich vor derarti­gen Ueberraschungen bewahrt und besten Auffassung von nationalen Staat sich mit der von mir vertretenen vollständig deckt. Ich beurlaube Sie daher mit dem heutigen Tage von Ihrem Amt. gez.: Rüst."

Kultusminister Rüst hat gleichzeitig Landgerichts­rat Jäger mit der Leitung der Kirchenabteilung ftn Kultusministerium beauftragt.

Ver VerrKer SchlageSers verhaftet?

Tübingen, 22. Juni. Nach einer Blätter- meldung ist Mittwoch abend in einer binger Klinik der 29 Jahre alte Alfred Schneider aus Reutlingen als mutmaß­licher Verräter Schlageters verhaftet worden. Schneider war seit sechs Wochen in der Klinik und stand kurz vor seiner Genesung. In den letzten beiden Jahren befand sich Schneider im Auslande Er bestreitkt jede Schuld an dem Verrat. Schneider hat beim Ruhrkampf im Jahre 1923 aktiv als Mitglied des Korps Oberland mitgewirkt. Er mußte sich am 30. Funi 1923 wegen Sabotage gegen Eisen­bahnen im besetzten Gebiet vor einem fran­zösischen Gericht verantworten und wurde damals zum Tode verurteilt, jedoch später begnadigt. Nach Mitteilung der Tübinger Polizeidirektion ist die Verhaftung durch An­gehörige der SA- erfolgt. Die Familienan­gehörigen Schneiders in Reutlingen geben an, daß sich Schneider in der fraglichen Zeit nicht in der Umgebung Schlageters befunden habe.

Wieder ein Austritt aus -er deuMmttionalen Front

München, 22. Juni. Der bayerische Land- iagsabgeordnete Hans K e p p l e r - Nürnberg, der der Deutschnationalen Bayerischen Land- iagssraktian angehört, hat seinen Austritt aus der Deutschnationalen Front erklärt und um seine Aufnahme bei der Fraktion der NSDAP. des Bayerischen Landtages nachgesucht.

Der Landtagsabgeordnete Keppler ist Vor­sitzender des Süddeutschen Verbandes des "Reichsbundes vaterländischer Arbeiter- und Werkvereine", der auch in Bayern eine größere Anzahl Arbeitergruppen umfaßt. Der Süd­deutsch« Verband ist ein Glied des NVA., dessen Bundcssührer, Wilhelm Schmidt, vor kurzem ebenfalls von der Deutschnationalen Front zur RTTAP. übergetreten ist,

Eine Verfügung Vr.Lsy'S

cvb. Berlin, 22. Juni.

Der Zeitungsdienst teilt folgende Verfügungen des Führers der deutschen Arbeitsfront mit:

Mit der Bildung der deutschen Arbeitsfront sollte der Vielheit der Arbeitnehmer- und Unternehmer- organisatwnen gegenübergetreten werden. Nicht al­lein sollte damit der letzte Unterschlupf des Mar­xismus getroffen werden, sondern es sollte auch die unglückselige Zerklüftung der deutschen Arbeitsmen­schen behoben werden. Kleinliche und eigensüchtige Subjekte wollen diese große revolutionäre Tat nicht anerkenne, und versuchen, mit Nachbildungen und Selbsthilfe-Organisationen diese Arbeit zu schwä­chen. Es ist der Wille des Führers, daß außer der deutschen Arbeitsfront keinerlei Organisationen mehr, weder der Arbeitnehmer noch Arbeitgeber, exi­stieren. Ausgenommen find der ständische Aufbau und Organisationen, die einzig und allein der Fort­bildung im Berufe dienen. Alle übrigen Vereine, auch sogenannte katholische und evangelische Ar­beitervereine, sind als Staatsseinde zu betrachten, weil sie den großen Aufbau hindern und hemmen. Deshalb gilt ihnen unser Kampf, und es ist höchste Zeit, daß sie verschwinden.

gez. vr. Robert Ley.

Der Nationalsozialismus handelt kraft seiner

Berlin, 22. Juni. (Eigene Meldung.) Der Ju­gendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, hat zur Neuorganisation der deutschen Jugendverbänd« Anordnungen erlassen.

Er hat den deutschen Jugendführerrat be­rufen, der ihm beratend zur Seite steht. In den Jugendführerrat wird aufgenommen je ein Ver­treter der evangelischen Jugend, der katholischen Jugend, der Wshrverbandsjugend, der bündischen Jugend, der Sportjugend, der berufsständischen Ju­gend. An den Beratungen des erweiterten deutschen Jugendführerrates nehmen Vertreter der interessier­ten Ministerien teil. Für die Länder sowie für die preußischen Provinzen werden Beauftragte ernannt. Der Jugrndsührer hat weiter angeordnet:

Der Großdeutsche Bund mit seinen Unter-

Berlin, 22. Juni. Der Reichsminister des Innern hat am heutigen Donnerstag die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ver­boten. In einer Anweisung an die Lander- regierungen hat der Reichsinncnminister er­sucht, zu veranlassen, daß das Verbot durch­geführt wird.

Berlin, 22. Juni. Amtlich wird mitgeteilt: Vorgänge der letzten Zeit haben den unumstöß­lichen Beweis dafür geliefert, daß die deutsche Sozialdemokratie vor hoch- und landesvcrräte- rischen Unternehmungen gegen Deutschland und seine rechtmäßige Regierung nicht zurückschreckt. Führende Persönlichkeiten der SPD., wie Wels, Breitscheid, Stampfer, Vogel befinden sich seit Wochen in Prag, um von dort aus den Kampf . gegen die nationale Regierung in Deutschland zu führen. Wels hat eine Erklärung veröffentlicht, daß sein Austritt aus dem Büro der 2. Inter­nationale nur fingiert gewesen sei. Er hat an den Vorsitzenden der Arbeitcrgruppe auf der In­ternationalen Arbeitskonserenz in Genf ein Tele­gramm gerichtet, in dem er in verleumde­rischer Weisedie Arbeiterschaft der übrigen Länder gegen die nationale deutsche Regierung aufzuhetzen versucht. Die erweiterte Partei­leitung der SPD. hat sich auf der vor einigen Tagen in Berlin abgehaltenen Sitzung lediglich nach außen von diesen Leuten wie Wels, Breit- scheid usw. distanziert, es aber bezeichnenderweise unterlassen, diese Personen wegen ihres landes- verräterischen Verhaltens wirüich abzuschütteln und aus der Partei auszuschließen. Im Gegen­teil ist in einer von der Polizei überraschten Gehcimversammlung soziasdcmokratischer Füh­rer in Hamburg ebenfalls landesvcrräterisches Material gefunden worden. Dies alles zwingt zn dem Schritt,

Stärke großmütig, jedoch wird dieses Handeln hier und dort von seinen kleinen Gegnern als Schwäche ausgelegt. So glaubte der Nationalsozialismus auch den christlichen Gewerkschaften und anderen bürger­lichen Gruppen gegenüber großmütig sein zu können. Diese Tat wurde mit Undank und Illoyalität be­antwortet. Hierzu kommt, daß sich in den vorstehen­den Verbänden bezüglich Kassen- und Wirtschaftsan- gelcgenhciten größte Korruption herausgestellt hat. Aus dieser Erkenntnis heraus verfüge ich folgen­des:

Alle Dienststellen der Christlichen Gewerkschaften und der Angeftelltonverbände find mit National­sozialisten zu besetzen.

Die Mitglieder des Großen Arbeitskonvents der deutschen Arbeitsfront: Bernhard Otte, Friedrich Baltrusch, Dr. Theodor Brauer, Franz Behrens, so­wie die bisherigen Führer der Christlichen Gewerk­schaften (Stegerwald, Jmbusch u. a.) werden von mir aus der deutschen Arbeitsfront ausgestoßen. Sie dürfen keinerlei Amt führen und es ist hiermit allen Dienststellen der deutschen Arbeitsfront verboten, ir­gendwelche Verhandlungen mit diesen Leuten zu führen. Hierdurch soll dokumentiert werden, daß jeder, der eS wagt, den großen revolutionären Auf­bau der Nation anzutasten, für alle Zeiten geächtet wird.

gez. Dr. Robert Ley.

und Teilorganisationen ist mit Wirkung vom 17. Juni 1933 aufgelöst. Mit dem Großdeutschrn Bund sind aufgelöst: Freischar Junge Nation, Deut­sche Freischar, Deutscher Pfadfiaderbund, die Geusen, Ringgemeinschaft Deutscher Pfadfinder, Ring Deut- scher Pfadsindergaue, Deutsche Pfadfinderkorps, Frei­schar Evangelischer Pfadfinder. Der Reichsausschuß der deutschen Jugendverbänd« wirb mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Die bisherigen Ausgaben des Reichsausschusses werden in die erweiterten Aufgaben der Jugendführung des Deutschen Reiches übernom­men. Sämtliche Jugendorganisationen Deutschlands sind dem Jugendsührer des Deutschen Reiches zu melden. Jugend-Organisationen, die diese Meldung bis zum 15. Juli 1933 nicht oder nur unvollständig gemacht haben, werden aufgelöst.

die Sozialdemokratische Partei Deutschlands als eine staats- und volksfeindliche Partei anzusehen,

die keine andere Behandlung mehr beanspruchen kann, als sie der Kommunistischen Partei gegen­über angewandt worden ist.

Der Reichsminister des Innern hat daher die Landesregierungen ersucht, auf Grund der Ver­ordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 die not­wendigen Maßnahmen gegen die SPD. zu treffen.

Insbesondere sollen sämtliche Mitglieder der SPD., die heute noch den Volksvertretungen und Gemeindevertretungen angehören, von der wei­teren Ausübung ihrer Mandate sofort ausge­schlossen werden. Den Ausgeschlossenen werden selbstverständlich die Diäten gesperrt. Der Sozialdemokratie kann auch nicht mehr die Mög­lichkeit gewährt werden, sich in irgendeiner Form propagandistisch zu betätigen. Versammlungen der SPD. sowie ihrer Hilfs- und Ersatzorgani­sationen werden nicht mehr erlaubt werden. Ebenso dürfen sozialdemokratische Zeitungen und Zeitschriften nicht mehr herausgegeben werden.

Das Vermögen der Sozialdemokratischen Par­tei und ihrer Hilfs- und Ersatzorganisationen wird, soweit es nicht bereits in Verbindung mit der Auflösung der Freien Gewerkschaften sicher- gestellt worden ist, beschlagnahmt. Mit dem lan- desverräterischen Charakter der Sozialdemokra­tischen Partei ist die weitere Zugehörigkeit von Beamten, Angestellten und Arbeitern, die aus öffentlichen Mitteln Gehalt, Lohn rK>er Ruhe- geld beziehen, zu dieser Partei selbstverständlich unvereinbar.

Berlin, 22. Juni. Bei der sozialdemokratischen Neichstagsabgeordnetm Nemitz, die in Kotze-

Berlin, 22. Juni. Die schwere Schießerei in Köpenick, die bisher dreiTodesopfer forderte, hat sich, wie jetzt die weiteren Er­mittlungen ergeben haben, etwas anders ab­gespielt, als bisher berichtet wurde. Es hat sich nunmehr herausgestellt, daß die sechs SA.-Männer, nachdem aus ihr Klingeln nicht geöffnet worden war, in das Haus des Ge- Werkschaftssekretärs Schmaus eindrangen, wo sie von Frau Schmaus beschimpft wur­den Nachdem von den SA.-Leuten das erste Stockwerk durchsucht worden war, wollten sie die Treppe zum zweiten Stockwerk hinauf­steigen. Als sie gerade in halber Höhe waren rief Frau Schmaus plötzlich:

Anton, schieß doch!"

Sofort nach diesen Worten siel auch ein Schuß, durch den der SA.-Mann Klein ge­troffen wurde. Nunmehr stürmte der Trupp­führer Gleuel die Treppe empor, um den Täter zu stellen. Dieser gab jedoch drei wei­tere Schüsse ab, durch die Gleuel so schwer verletzt wurde, daß er

kurz daraus im Krankenhaus starb Der Schütze, der 24 Fahre alte Sohn des Gewerkschnstssekretärs Anton Schmaus, Mrmte hieraus die Treppe herunter und streckte den 32 Jahre alten SA.-Mann Walter Apel, der sich ihm entgegenstellte ebenfalls

durch mehrere Bauchschüsse nieder, so daß er wenige Minuten später in den Armen seines Kameraden Graef starb.

Inzwischen hatte Schmaus, der nur mit einer Badehose bekleidet war und in der Hand die Pistole hatte, die Straße erreicht. Aus der Flucht schoß er noch auf den SA.- Mann Bohne, der als Wache bei dem Liefer­wagen, mit dem die SA.-Leute gekommen waren, zurückgeblieben war und traf den be­reits vorher verhafteten Kommunisten Ja- netzki, der sich auf dem Wagen befand, in die Schlagader, so daß in wenigen Minuten der Tod eintrat. Nach einer aufregenden Jagd

nick wohnt, wurde heute vormittag eine Haus- s!u!ch!u!n!g vorgenommen, bei der man mehrere Zentner Druckschriften beschlagnahmte, die ver­hetzendes und aufreizendes Material enthalten. Frau Nemitz, die 60 Jahre alt ist, ist seit 1920 Mitglied des Reichstages, auch gehört sie dem Vorstand der Sozialdemokratischen Partei an.

Amtsniederlegung eines Berliner BezirkS- bürgermeisterS

Berlin, 22. Juni. Der kommissarische Bürger­meister des Bezirksamtes Mitte, Stadtrat Stein- hofs (DNVP.) hat Staatskommissar Dr. Lippen mitgeteilt, daß er sein Amt niederlege. Er werde seine Dienstgeschäfte erst dann wieder aufnehmen, wenn er in sein Amt ausdrücklich noch einmal wieder eingesetzt werde. Dr. Lippert hat diesem Wunsch Stadtrats Steinhoff ohne eigene Entscheidung an das Oberpräsidium weitergeleitet.

Allem Anschein nach hat Stadtrat Steinhoff diesen Schritt aus Anlaß des Vorgehens gegen den Kampf­ring der deutschnationalen Front getan.

Schlietznng eines Stahlhelm-Arbettslagers

KottbuS, 22. Juni. Bei einer polizeilichen Durch­suchung des hiesigen Stahlhelm-Arbeitslagers wurden 12 Militärgeivehre und mehrere Militärseitengewehre beschlagnahmt. Der Führer des Lagers wurde in Schutzhaft genommen. Auch das Stahlhelmheim und die Geschäftsstelle wurden durch SA. besetzt und die Führer in Schutzhaft genommen. Das Lager wurde polizeilich geschloffen.

Die Durchsuchung des Lagers erfolgte, well sich kommunistische Elemente eingeschlichen hatten,

wurde Schmaus von der Streife eines Mo­torsturmes gestellt und verhaftet. Der 53jäh- rige Gewerkschastssekretär, in dessen HauS sich der blutige Vorfall abgespielt hatte wur­de heute mittag in einem Geräteschuppen erhängt aufgefunden. Anscheinend hat Schmaus aus Furcht vor den Folgen deS Ueberfalls Selbstmord verübt.

Gruppenführer Ernst zur Ermordung der

zwei Berliner Sa.-Leute.

Berlin, 22. Juni. Zur Ermordung der zwei Berliner SA.-Leute sprach Donnerstag abend Gruppenführer Ernst in der Berliner Funkstnnde. Er führte u. a. aus, Der ein­fache SA-Mann habe das Treiben der Grün­hemden stets mit Kopsschütteln gesehen. Es sei offenbar gewesen, daß von hier aus ein versteckter Kampf gegen die neue deutsche Ordnung und gegen das braune Heer geführt wurde. Das habe nun Ministerpräsident Goering zur rechten Zeit erkannt, und er habe zu einem vernichtenden Schlage ausge­holt-Im Verlaufe dieser Aktion", so sagte Gruppenführer Ernst, hat ein ehemaliger Marxist ohne Veranlassung aus dem Hinterhalt die Soldaten des Dritten Reiches Mann um Mann niedergeschossen. Berlin-Brandenburgs SA. steht mit allen deutschen und österreichischen Braunhemden erschüttert an der Bahre dieser neuen Mär­tyrer des Dritten Reiches. Sie treten zu den 35 Sturmsoldaten, die Berlin-Brandenburg bereits im Kampfe Um Deutschlands Freiherr geopfert hat.

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Berlin, 21. Juni. DieKreuz-Zeitung" meldet: Der Bundesführer des Stahlhelm, Reichsarbeits­minister Franz Seldte, hatte für Mittwoch nach­mittag mit Rücksicht auf die schwebenden politischen Verhältnisse seine Landesführer nach Berlin in das Reichsarbeitsministerium berufen. Er konnte den vollzählig versammelten Landessührern das unmit­telbar zuvor mit dem Führer der Nationalsozialist^ scheu Bewegung Reichskanzler Adolf Hitler abge­schlossene Abkommen zur Kenntnis bringen. Der Ein­druck war außerordentlich stark. Aus innerstem Her­zen heraus spendeten die Landessührer ihrem Bun« dessührer begeisterten Beifall. Unter dem Eindruck der Stunde wurde in die Besprechung der vorgesehe- nen Tagesordnung nicht eingetreten. Die Versamm­lung sprach dem Bundesführer ihr vollstes Ver­trauen aus und gelobte ihm erneut Treue und un­bedingte Gefolgschaft. Die historische Versammlung ging sodann auseinander, nachdem der Bundessührer und alle Landessührer den Stahlhelmkameraden im Lande draußen ihren Dank für all ihre Treue in guten und bösen Stunden zum Ausdruck gebracht hatten.

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GÄSefien verhMet

Breslau, 22. Juni. Im Zusammenhang mit der Auflösung aller deutschnationalen Kampfstafseln sind in Mittelschlesien fünf Kampsringsührer in Schutzhast genommen wovden.

Ein tolles VandttenWÜ

Falsche Möbeltransportarbetter räumen eine ganze Wohnung aus.

Berlin, 22. Juni. Eine traurige Ueberraschung erlebte dieser Tage eine Witwe, als sie von ihrer Reise zurückkehrte. Ws sie ihre Wohnung betrat, stellte sie fest, daß alle Möbel und das gesamte Hausgerät, das bereits für einen später vorzuneh­menden Umzug zusammengepackt war, verschwunden war. Die bisherigen Nachforschungen ergaben, daß am Pfingstsonnabend früh ein Wagen vor dem Hanse der Witwe vorgefahren war und drei mit blauen Blusen bekleideteMöbeltransportarbeiter" alle Möbel aus der Wohnung geholt und fortgefah­ren hatten. Zeugen haben beobachtet, daß -der Wagen ein Schild führte, aus dxmGerichtsstraße" staub-

Nie KemrgMikatisn -er deutschen gusen-vee-Su-e

Das Ende der Sorialdenwtratie

Die amtliche Begründung für -aS Verbot