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MOüge Erüürmme« des Vs. SemüSprSsideMen Dr. Martert in der Mete
Vcemrns aationale MctWift
Deutsche Werbung Hut das Wort
Die gestrige imposante Kundgebung der lvrtsgruppe Bremen des Deutschen Reklame- Verbandes in der Börse unter dem Motto: ^Deutsche Wetbung hat das Wort", gab ein eindrucksvolles Bild von der Willenskraft und Geschlossenheit, mit der Staat, Wirtschaft und Kultur die Werbung als ein wertvolles Jn- Aeurnent innerhalb des nationalsozialistischen Wiederaufbaues Deutschlands benutzen werden. Der mit den Hakenkreuzfahnen und den Rechnen schwarz-weiß-rot geschmückte große Börsensaal war bis auf den letzten Platz besetzt.
. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine hochbedeutsame programmatische Ansprache des Pg. SenatspräDenten Dr. Mar - kert, der in seinen an anderer Stelle im Wortlaut wiedergegebenen Ausführungen mit erfrischender Klarheit die Tatsache unterstrich, daß nicht die Wirtschaft das Schicksal eines Volkes sei, sondern daß es durch sein politisches Wollen entschieden werde. Nicht minder scharf machte der Präsident des Senats gegen den Hochkapitalismus, der in seiner Ueberspitzung zum Bolschewismus hätte führen müssen, Front. Wenn es auch in erster Linie gelte, das kulturelle Leben unserer Nation auf ein höheres Niveau zu bringen, sei doch den Staatsführern — und diese Erklärung des Pg. Dr. Markert gab seinen weiteren Ausführungen eine gerade für Bremen bedeutsame Richtung — die Wirtschaft durchaus nicht gleichgültig. Wir sind eine Seestadt, davon hängt alles ab!"
Mit besonders starkem Interesse wurde die Mitteilung des Senatspräsidenten aufgenommen, daß bereits eine Aussprache mit der Neichsregierung stattgefunden habe, wie die Berliner zentrale Staatsleitung über Schifffahrt und Außenhandel denkt. Auch hier wieder in Uebereinstimmung mit dem nationalsozialistischen Wollen eine Unterordnung der Einzelinteressen unter das Gesamtwohl der Nation: Bremen werde sich aus eigenem weit- schauendem Entschluß der Reichswirtschafts- politik anpassen. Wenn so der Begriff des Nationalen wieder in die Wirtschaft gebracht werde, so gelte nicht zuletzt für Bremen der neue Grundsatz: „Deutsche Waren Wer deutsche Häfen auf deutschen Schiffen."
Mit Genugtuung entnahm man den Worten des Senatspräsidenten weiter, daß Bremen auch im Rahmen der wirtschaftlichen Neuordnung nicht das letzte Eingangstor zur Außenwelt und von der Außenwelt zu uns sein werde, daß es ein ganz bestimmtes, noch mehr als bisher zu erschließendes Hinterland bekommen werde, daß es mit Hamburg in jeder Form einig sei und daß im Arbeitsbeschaf- stmgsprogramm auch für Bremen Wesentliches mit unmittelbar belebender Wirkung erreicht werden konnte.
Wir sind überzeugt davon, daß der Appell Dr. Markerts an die Bremer Wirtschaft, die Regierung durch propagandistische Ausnutzung ihrer Auslandsbeziehungen tatkräftig zu unterstützen, auf der ganzen Linie seine Wirkung nicht verfehlen wird, wie auch sein Versprechen, es dahin zu bringen, „daß alle Bremer bie mit Schiffahrt etwas zu tun haben, ruhig
schlafen können", ein wahrhaft deutsches Gelöbnis war.
Von umfassender Bedeutung waren auch die der Ansprache des Senatspräsidenten vorangegangenen Erklärungen des Staatskommissars für Volksaufklärung und Propaganda, des Pg. PaulWegener. Mit vollem Recht konnte er sich auf den großen Erfolg der NSDAP als eines durchschlagenden Beweises für d:e Kraft einer großzügigen Werbung berufen.
Aus den kurzen, wirkungsvollen Ansprachen der übrigen Redner, des Senators Hermann Ritter über Industrie-Werbung, des Direktors Stadtländer über Schiffahrtswer-
bung, des Pg. Gildemeister über Werbung und Handwerk, des Kaufmann Boelen über Werbung im Einzelhandel, des Pg. Hauptschriftleiters von Sichart über Kultur-Werbung, des Pg. Pressechef des Senats Hochmuth über Staatswerdung, des Pg. Hagemeyer über Zweck und Ziele des D.R.V., sowie aus den einleitenden und abschließenden Worten des Direktors Pg. Meier klang immer wieder die Notwendigkeit heraus, die Werbung im Sinne einer Tatpropaganda, jeder an seinem Platze und innerhalb seines Wirkungsgebietes, in den Dienst der großen Sache der Nation zu stellen. R. Mü.
Der Verlaus der Kundgebung
Deutsche Wäre« Wer deutsche SSses aus deutsche« Schissen!"
Eiuig mit Hamburg
StaatstommisSas Vaul Wegen«
itet-r die Vortragsreihe der Tagung ein und irach über die Politische Lage, die die NSDAP. rm größtmöglichen Erfolg vorwärts getrieben lbe. Erst durch den Nationalsozialismus ist es chin gekommen, -aß das Wort „Propaganda" in is Wörterbuch der Politik aufgenommen wurde, ei der Werbung in der Politik ist jedes Mittel !cht, das dem einmal als richtig erkannten Ziel c irgendeiner Form dient. Für sie muß jedes chn-ische Mittel eingesetzt werden. Die Wirkungen ner derartigen Propaganda sind durch einzig- ctiaen Erfolg unserer Revolution unter Beweis
gestellt worden. Wie notwendig es war, durch eine umfassende Propaganda das Volk zu einem einheitlichen Ganzen zusammenzuschweißen, wird jedem klar, der an die Auswirkungen des Marxismus und an die Greuelpropaganda des Weltkrieges und des jetzigen Lügenfeldzuges denkt. Die Werbung des deutschen Volkes, die Propaganda für deutsche Arbeit und deutsche Erzeugnisse find darum nie eine private Angelegenheit. Bei jeder Werbung, auch eines Einzelnen, muß der Nutzen für den Staat im Vordergrund stehen, Propaganda darf niemals Selbstzweck werden.
Darauf nimmt das Wort
SenaüwriWesiL Je. Market:
„Wenn in letzter Zeit das deutsche Volk Großes erreicht hat durch seine nationale Revolution, so ist damit zunächst der Auftakt erst gegeben für das, was nunmehr kommen soll. Es ist nötig, um die Ziele der nationalen Revolution zu verwirklichen, jeden deutschen Volksgenossen mit ihrem Geiste zu erfüllen.
Nunmehr gilt es, diejenigen, deren Widerstand wir überwunden haben, für uns und für die deutsche Idee zu gewinnen. Nach außen haben Sie das Verspiel erlebt, daß die gesamte Welt mit geringen Ausnahmen unter dem Einfluß verantwortungsloser Berichte, bewußter falscher Meldungen, sich hat dazu verleiten lassen, sich gegen uns zu stellen. Das ist sehr lebenswichtig für ein Volk, ob es ihm gelingt, in.der Außenwelt ein richtiges Bild von sich zu entwerfen, und wir haben gesehen, daß unser Führer und Reichskanzler in seiner genialen Art mit einem Mal diese Lügen durchschnitten hat. Diese Rede des Reichskanzlers ist ein ungeheurer Erfolg für das deutsche Volk gewesen. Nun gilt es für uns und jeden einzelnen und gerade für Sie, die Sie mit Ihren Beziehungen im Ausland gehört werden, die Sie mit dem im 2lusland wohnenden einzelnen Menschen anderer Völker korrespondieren und auch zusammenkommen, gerade für Sie entsteht die Aufgabe, ständig im Ausland
Aufklärung über die wirklichen Verhältnisse in Deutschland
zu geben. Wir dürfen keinesfalls wieder auf die etwas aufdringliche und plumpe Werbung der Vorkriegszeit verfallen, sondern eine Propaganda
muß einfach und durchdacht sein, die Verhältnisse einfach klar und wahr schildern, wie Sie in Deutschland sich befinden. Wenn Sie das tun, dann leisten Sie dem deutschen Volke einen sehr großen Dienst.
Wir befinden uns in einer Handelsstadt, in der Menschen wohnen, die überwiegend wirtschaftlich eingestellt find und die auch die Aufgaben einer Handelsstadt kennen. So ist es gewesen seit Jahrhunderten und wird auch für die folgenden die Aufgabe bleiben. Aber darum ist es notwendig, die Bevölkerung einer großen Welthandelsstadt in den richtigen Rahmen innerhalb einer Nation zu bringen.
Unsere Grundsätze kennzeichnen sich am besten dadurch, daß wir sagen, die Wirtschaft ist nicht das Schicksal der Menschen sondern das Schicksal der Menschen wird bestimmt von seinem politischen Wollen. Ein Wort, was in einer Hansestadt vielleicht am schwersten verstanden wird. Das Wort: die Wirtschaft ist das Schicksal der Völker, stammt von Rathenau. Der hat einmal gesagt, im Jahre 1936 wird derjenige, der durch Deutschland reist, feststellen müssen, daß Dörfer und Städte entvölkert sind, daß jeder Wohlstand verschwunden ist, daß eine verarmte Bevölkerung in kümmerlicher Weise ihre Existenz fristet. Sehen Sie, das ist das Ergebnis einer Politik, die besagt, die Wirtschaft ist das Schicksal der Völker.
Der Hochkapitalismus hat in Deutschland seine größte Entwicklung genommen zu einer Zeit, als der Marxismus und die sozialdemokratische Lehre rn Deutschland der Herrscher war bezw. ausschlag
gebenden Einfluß hatte. Wäre dies weit« g« gangen, dann hätte in Deutschland notgedrungen« Weise der Bolschewismus folgen müssen, den» der; Hochkapitalismus wirft ja Millionen von Menschen! des Geschäfts wegen auf die Straße.
Es gilt für die nationalsozialistische Bewegung den Versuch zu machen, in diese Entwicklung eine Barriere hineinzubekommen und ihr Einhalt zu gebieten. Eine Aufgabe, vor der eigentlich jeder hätte scheuen müssen, und es bedurfte eines Mannes, der in Liebe zu seinem Volk erfüllt ist, der eine eiserne Charakterstärke besaß und der die nötige Klugheit mitbrachte und es ist das Unfaßbare geschehen, daß der Welt durch Adolf Hitler plötzlich vor dem Abgrund ein Halt entgegen- gerufen worden ist.
Es gilt in erster Linie das kulturelle Leber, wieder auf eine gesunde Basis zu bringen.
Die Wirtschaft lst uns durchaus nicht gleichgültig. Ich glaube, daß die Bremer Regierung in den wenigen Wochen ihres Daseins gezeigt hat, daß sie sehr aktiv sich bewegt, auf dem Gebiete der Wirtschaft etwas zu erreichen. Wo die nationale Revolution sich herausstellte, da findet sie die Kraft, daß für die Wirtschaft etwas geschieht. Bremen ist eine Seestadt, davon hängt alles ab und diese einfache Erkenntnis gibt ja auch eine Zielsetzung.
Wenn eine Bremer Regierung für ihre Wirtschaft etwas tun will, so hat sie dafür zu sorgen« daß die Seefahrt in Gang kommt, daß der Außen» Handel gepflegt wird. Wir haben uns mit der Reichsregierung darüber ausgesprochen, wie sie über den Ueberseehandel denkt, und sie steht diesem durchaus nicht ablehnend gegenüber. Natürlich muß sich der Ueberseehandel mit dem politischen Willen des deutschen Volkes in Einklang befinden.
Die Frage des Ueberseehandels ist anders als in den liberalistischen Zeiten, die wir hinter uns haben. Wohin hätte diese Auffassung geführt mit dem Phantom: Nur Export. Das sehen wir ja an unseren Häfen, in denen unendlich viele Schiffe liegen, die von diesem Export nichts merken. Ein systematisch einheitlich geleiteter Import und Export des neuen deutschen Außenhandels ist unser Ziel. Wir werden in Deutschland ein Paar Ein- und Ausfalltore haben, und wir werden dafür sorgen, daß Bremen nicht das letzte und schlechteste sein wird. Ueber dem Import werden wir ganz systematisch Zug um Zug den Export neu aufbauen, nicht wildgewachsen, sondern ganz syste» malisch.
Ich bin überzeugt, daß wir eine Belebung wie» der bekommen können, die in unserem Hafen einen anderen Verkehr als jetzt erzeugt. Darüber hinaus bringt ja die nationale Revolution auch den Be» griff nationale Wirtschaft. Bremen braucht deshalb nicht traurig zu sein, denn wenn ich das Wort national in die Wirtschaft hineinbringe, dann heißt das: Deutsche Ware über deutsche Häfen aus deutschen Schiffers
Wenn Sie dann ein wenig nachdenken, dann werden Sie zugeben müssen, daß -es vielleicht unter diesen Gesichtspunkten möglich ist, den Umschlag in Bremen ganz anders zu heben, als unter dem alten Schlagwort „Export um jeden Preis." Wir sind bemüht, in dieser Richtung ganz real vorzugehen. Dieses Vorgehen ist nicht ohne Ersatz. Bereits jetzt schon zeigt sich der Erfolg. Ich bin fest überzeugt, daß er sich noch stärker auswirke wird.
Bremen soll ein ganz bestimmtes Hinterland bekommen.
Hainbura hat seine Elbe bis zur Tschechoslowakei