Ausgabe 
(13.5.1933) Nr. 124
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NLĻL- d/7?"lche Vrgan des Senats

lre. Hans. durch d?e ö-i. zLiigi.ch°V«S«A^ -er Freien Saatettadt Vremen

Herrlich willkommen!

Die Freie Hansestadt Vremen srMt den ReichsstaMMer

Heil dem Reich und dem Führer

Es ist eine große Zeit.

Quader um Quader fügt der Führer an- und aufeinander Bausteine des Dritten Reiches.

Ecksteine im Bau find die Statthalter. Der nordwestliche ist Earl Rover.

Den nationalsozialistischen Kämpfer und Gauleiter Weser-Ems kennt längst jeder in Bremen. Den Menschen Röver kennen hier nur wenige. Als der Bremer, der ihm Wohl am nächsten steht, begrüße ich ihn heute am Tage seines Einzuges in die freie Hansestadt Bremen mit ganz besonders herzlichem Gruß.

Denn in Statthalter Röver hat nicht nur der Führer den trenrsten Mitarbeiter am Werk, sondern hat auch Bremen den treuesten Freund und Förderer.

Wenn wir uns heute in der altehrwürdigen Rathaushalle die Hand reichen, dann werde ich mir in diesem Augenblick vergegenwärtigen:

Uebernahme der Kanzlerschaft durch den Führer am 3V. Januar.

Aissung der Hakenkreuzfahne am Bremer Rathaus am 6. Januar.

Heute Einzug Karl Rovers als Reichsstatthalter

und Werde dann von neuem wissen, daß bremische und deutsche Geschichte eins sind. Ver­körpert wird diese Einheit nunmehr durch den Reichsstatthalter.

Indem wir ihn begrüßen,, bekennen wir uns zur starken Reichsgewalt.

Indem wir ihn grüßen, grüßen wir den Führer.

Heil Deutschland!

Heil Adolf Hitler!

Hell Statthalter Röver!

Kurt Thiele

Präsident der Bremischen Bürgerschaft.

Ein festlicher Tag für Vremen

Programm kür den Empfang des NeichSflatthallers Növer

Gegen 3^5 Uhr trifft der Reichsstatthalter Röver an der bremischen Landesgrenze ein. Eine Abtei­lung -er Bremer Ordnongspolizei nimmt an der Grenze Aufstellung. Nach der Begrüßung des Reichsstatthalters durch den Präsidenten des Se­nats, Herrn Bürgermeister Dr. Martert, wird -er Reichsstatthalter die Front der Ehrenabteilung ab­schreiten. Anschließend findet die Vorbeifahrt sämtlicher Motorstürme und des NSKK. und an­derer Automobil-Klubs statt.

Die

Kolonne des Statthalters

wird in folgender Aufstellung den Automobil-Klubs folgen:

Wagen der Ausmarschleitung, SS.-Wagen, Wa­gen des SS.- und SA.-Oberführers, Wagen des Statthalters und Präsidenten des Senats, Wagen des oldenburgischen Ministeriums, Wagen der Vauleitung Weser-Ems, SS.-Wagen. Gegen 4 Uhr wird die Kolonne an der Meterstraße Ecke Pappel- straße eintreffen, dort wird sich vor den Zug fetzen: 16 Reiter der Schutzpolizei, eine Abteilung Schutzpolizei mit Polizei-Kapelle. Von hier bis zur Kaiserbrücke werden die Schüler und Schü­lerinnen sämtlicher Schulen Bremens Spalier bil­den. Von der Kaiserbrücke bis zum Brill bildet die Hitler-Jugend und BDM. Spalier. Gegen 1.20 Uhr trifft der Zug am Brill ein.

Die SA., der Kampfbund Niedersachsen und der Stahlhelm, die auf dem Wege vom Brill zum Markt Aufstellung genommen haben, werden sich dem Zug anschließen. Gegen 4.35 Uhr trifft der Zug am Rathaus ein. Die Glocken sämtlicher Kirchen werden feierlich läuten. Vor dem Ost­portal des Rathauses nimmt eine

Ehrenkompanie -er Reichswehr

Aufstellung, deren Front der Statthalter nach Ein­treffen abschreiten wird. Unter Borantritt der alten bremischen Vataillonsfahnen begibt sich der Reichsstatthalter mit dem Präsidenten des Senats ins Rathaus. Der feierliche Staatsakt wird sich im oberen Rathaussaal abspielen.

Anschließend wird der Reichsstatthalter zur Be­völkerung Bremens aus dem Rathaus eine An­sprache halten. Darnach findet der

Vorbeimarsch

der Reichswehr und sämtlicher Wehrverbände statt.

Kraftfahrer VeemeaS!

Ehrengeleit für unseren Statt­halter Mver durch sämtliche nationalen Krastsahreeveemeas

Kraftfahrer vom NSKK., von der Krastfahr- stassel des Stahlhelm, sämtliche Automobilklubs und Privatfahrzeuge, die sich an der Einholung be­teiligen, müssen um 2 Uhr 500 Meter vor der Lan­desgrenze Bremen, also auf oldenburgischem Ge­biet, Aufstellung nehmen. Die Landesgrenze ist die Bareler Büke bei der Weinkelterei Dödirrg. Das znerst ankommende Fahrzeug uiunrtt Auf­stellung in der Richtung Bremen. Im Interesse einer glatten Abwicklung hat jedes Fahrzeug, ganz

gleich ob die Straße frei oder besetzt ist, bis nach Heidkrug durchzuführen und am Bahnhof Heid- krug zu wenden. Das Wenden auf freier Strecke vor Heidkrug ist strengstens verboten, desgleichen das Ueberholen von Fahrzeugen. Den Anordnun­gen der Fahrtleitung ist unbedingt Folge zu leisten. Die Wagenkolonne fährt in der Stadt in 30-Kilo- meter-Tempo über Duckwitzstraße, Meterstraße, Pappelstratze, Kleine Allee, Große Allee, Kaiser­brücke, Am Brill, Hutsilterstratze, Obernstratze, Markt, Domshof, Bischossnadel, Am Wall, Polizei­haus und löst fkh dort schnellstens in Richtung Ostertorsteinweg auf.

Jodes Fahrzeug soll «ach besten Kräften ausge­schmückt und mit den Reichssarben, Hakenkreuz­wimpel und schwarz-weiß-rotem Wimpel, versehen sein.

Die Motorstassel der SA. fährt zum Altenwall und parkt dort mit Spitze an der Tiefer, dann geschlossener Marsch durch die Buchtstraße zum Domshof.

Besondere Einladungen erfolgen nicht mehr.

Die Fahrtleitung (gez.): Stelzer

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club, Gau 6a Weser-Ems, richtet hierdurch an alle seine Mit­glieder Wagen- und Motorradfahrer ,die Bitte, sich an dem Empfang und dem Ehrengeleit des Statthalters Rover vollzählig zu beteiligen. Nähere Ausführungen ersehen die Teilnehmer aus den heutigen Tageszeitungen.

Am eine reibungslose Abwicklung des Aufmar­sches zu gewährleisten, ist den Anordnungen der Fahrtleitung unbedingt Folge zu leisten.

Der Gentz -er bremischen

VevSlkernng

Der Senat hat angeordnet, daß die bremischen Staatsgebäude am Sonnabend, 13. Mai 1933, an­läßlich der feierlichen Einholung des Herrn Reichs­statthalters zu beflaggen find.

Die Flaggen sind um 8 Uhr zu hissen und mit Sonnenuntergang wieder einzuziehen Spalier der Schulen

Bei der feierlichen Einholung des Herrn Statt­halters bilden die Schulen Spalier und zwar ist ihnen die Strecke von Ecke MeterstraßePappel­straße bis zur Kaiserbrücke zugewiesen. Die Strecke ist rund 1 Kilometer lang. Demgemäß nehmen auf dieser Strecke an der Spalierbildung teil:

a) die Schüler nnd Schülerinnen der Volksschu­len vom 7. Schuljahr an aufwärts,

b) die Schüler und Schülerinnen der höheren Schulen,

r) die Besucher der Höheren Technischen Staats­lehranstalten, der Seefahrtsschule und -er Kunstgewerbeschule.

Die Schüler und Schülerinnen der Volksschulen besetzen, von der Altstadt aus gesehen, die linke

Straßenseite, soweit sie nicht durch die Gruppe c) in Anspruch genommen wird, die Schüler und Schülerinnen der höheren Schulen die rechte Stra-, tzenseite und zwar jeweils in zwei Reihen: die Besucher der Höheren Technischen Staatslehran-, stalten, der Seefahrtsschule und der Kunstgewerbe-! schule nehmen vor dem Gebäude der Höheren Tech­nischen Staatslehranstalt Aufstellung und zwar auf der linken Seite der Meterstraße, zwischen Neu- stadtscontrescarpe und Neustadtswall.

Da die Spalierbildung an der Ecke Meterstraße Pappelstraße zu beginnen hat, marschieren die ein­zelnen Schulen geschlossen soweit wie möglich von der Stadt aus in Richtung Pappelstraße. Die erste eintreffende Schule beginnt von Ecke Meterstraße Pappelstraße mit der Spalierbildung in zwei

Naggen heraus

zum Empfang des Neichsstatthalters!

Reihen in Richtung nach der Stadt zu. Die übri­gen ankommenden Schulen reihen sich entsprechend an. Die Klassen werden von ihren Klassenlehrern begleitet, die übrigen Lehrer nnd Lehrerinnen können sich ihren Schulen anschließen.

Da für die Hitler-Jugend Spalierbildung von der Schlachte bis zum Brill vorgeschrieben ist, sind die Mitglieder der Hitler-Jugend für diese Spalierbildung aus ihrem Schulverband zu be­urlauben.

Die Aufstellung der Schüler mutz 3,30 Uhr nach­mittags beendet sein.

Die Schüler nnd Schülerinnen haben sich so rechtzeitig in der Schule einzusinden, daß bei ge­schlossenem Anmarsch dieser Zeitpunkt unbedingt eingehalten werden kann. Alle weiteren Einzel­heiten müssen bei der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit von den Leitern und Leiterinnen der Schulen unmittelbar geregelt werden, insbe­sondere ist das Gesamtbild der die Straßen ein­rahmenden Jugend jeweils Lcm Alter entsprechend durch Fahnen und Wimpel festlich zu gestalten.

Soweit es für die Sicherung rechtzeitiger Aus­stellung nötig erscheint, kann der Unterricht am Sonnabend, 13. Mai 1933, nach der 4. Bormit, tagsstunde geschloffen werden.

Die englische Regierung de-aueet

Berlin, 12. Mai. Wie von zuständiger Berliner Stelle zu dem bedauerlichen Vor­fall hinsichtlich des von Alfred Rosenberg m London niedergelegten Kranzes mitgeteilt wird, hat 'der englische Außenminister Sir John Simon gestern abend dem deutschen Botschafter von Hoesch das Bedauern der englischen Regierung über diesen Zwischen* fall zum Ausdruck gebracht. '