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Das Amtliche Sega« des Senats dee Freie« Hanleftadt Bremen
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Heil SIMM« Röv«!
Bremen md sein Bürgermeister begrüben den Statthalter
dee Hansestadt
Mit der Ernennung des oldenburgischen Ministerpräsidenten Rover, dem Gauleiter We- ser-Ems, zum Statthalter von Bremen-Oldenburg, ist nun auch für Rordwestdeutschkand eine Entscheidung gefallen, welche in Oldenburg und ganz besonders in Bremen mit aufrichtigster und herzlichster Freude begrüßt wird. Unser SLathalter Röver ist einer der hervorragendsten Kämpfer für die nationalsozialistische Weltanschauung und damit ein hervorragender Bürge für die wirtschaftliche und kulturelle Weiterentwicklung Bremens und des gesamten ihm unterstellten deutschen Landesgebietes.
Wir Bremer begrüßen die Entscheidung des Reichspräsidenten und des Führers ganz besonders, weil in ihr die Lösung gesunden wurde, für welche wir uus eingesetzt haben. Wir sind der festen Ansicht, daß auch der hansische Gedanke in ihr Lebensrecht hat; denn diese Lösung wird nicht ausschließen, daß die Hansestädte ihre Sonderausgaben für die deutsche Wirtschaft in einem kollegialen Miteinanderarbetten weiterführen zum Segen unseres ganzen Volkes. .Für Bremen selbst ist diese Lösung ei» Beweis dafür, daß mau auch in der Reichsregierung die Bedeutung Bremens als den Mittelpunkt des großen uordwestdent- schen Gebietes kennt und würdigt.
Für die Zukunft Bremens ergibt sich damit folgerichtig, daß es als einer der beiden großen deutschen Häfen auch vom Reich die Unterstützung erhalten wird, welche Bremen verdient. Die freundnachbarlichen Beziehungen zu Oldenburg werden nun eine ganz besondere Vertiefung erfahren. Bremens Bürger werden ihren Stolz darin sehen, diese ihre anerkannte Stellung mit traditioneller und auch die Zukunft packender Kraft zu erhalten und auszubauen.
Ich entbiete im Namen Bremens unserem Statthalter die aufrichtigsten Glückwünsche und versichere ihm im Namen der Freien Hansestadt Treue nnd tatkräftige Mitarbeit. Ich würde mich freuen, wenn der Statthalter seinen Sitz in Bremen nehmen würde und heiße ihn in den Mauern der Freien Hansestadt aufs herzlichste willkommen.
gez. Dr. Markert,
Bürgermeister und Präsident des Senats.
Die ReichSftntthnllee eennnnt
Carl Rover Statthalter üir Veeme« m»d Oldenburg
Berlin, 5. Mai. Auf Vorschlug des Reichskanzlers hat der Reichspräsident am Freitag folgende Reichsstatthalter ernanuk Staatspräsident Murr für Württemberg, Staatspräsident Wagner für Baden, Gauleiter Mutschmann für Sachsen, Gauleiter Sprenger für Hessen, Ministerpräsident Röver für Bremen und Oldenburg,
Gauleiter Loeper für Anhalt und Braun- schweig,
Ministerpräsident Sauckel für Thüringen.
Die Statthalter für Mecklenburg, Lippe, Hamburg und Lübeck wurden bisher noch nicht ernannt.
Carl Röver
Reichsstatthalter Karl Röver wurde an: 12 . Februar 1869 in Lemwerder (Oldenburg) geboren. Nach Absolvierung der bürgerlicher: Mittelschule trat er in die kaufmännische Lehre und war von 1911 bis 1913 in der deutschen Kolonie Kamerun tätig. Sekt 1914 betätigte er sich als selbständiger Manufakturist.in Oldenburg. Am Weltkrieg nahm er als Ersatzreservist teil und wurde an der Front zum etatsmäßigen Unteroffizier befördert. Von Mitte 1916 bis November 1918 war er in der Propaganda-Abteilung der Obersten Heeresleitung tätig. Er ist seit Ansang 1923 Nationalsozialist, wurde im Oktober 1928 Gauleiter im Wahlkreis Weser-Ems. Statthalter Röver wurde am 16. Ja
nuar 1932 Ministerpräsident des Freistaates Oldenburg.
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Die Bremer national-sozialistische Bewegung begrüßt in diesem Augenblick ihren alten Gauleiter Röver, der ihr, aus unzähligen Kämpfen vertraut, zu einem der markantesten Bannerträger unserer Idee geworden ist. Ihm selbst wird es doppelte Genugtuung sein, heute von einer Stadt als Statthalter freudig begrüßt zu werden, die gerade ihn um feines Kampfes willen immer wieder auf das Schwerste angegriffen hat.
Der Parteigenossenschaft in Bremen aber ist der Gauleiter Röver ein Garant dafür, daß in Zukunft unsere Regierung engste Verbindung mit dem Führer und Kanzler des deutschen Volkes haben wird, nicht nur zum Wohl der Handels- und Schiffahris- Juteressen Bremens, sondern auch zur Durchdringung aller mit wirklich nationalsozialistischer selbstloser Gesinnung. Das aber erst ist die Voraussetzung für cie Er-
'Der Präsident des Bremer Senats, Bürgermeister Dr. Markert, hatte am Freitagnachmittag die Vertreter der deutschen Presse zu sich gebeten, um sich vor ihnen über die für die deutsche Wirtschaft so außerordentliche Frage der Neuordnung der deutschen .Großschlssahrt zu äußern. Bürgermeister
i-eichung all der Ziele, die wir uns gesetzt haben uns für die wir nun gemeinsam mit unserem neuen Statthalter kämpfen werden.
Auf der anderen Seite beglückwünschen wir aber auch unsere Bremische Regierung, die dank ihrer zielklaren Haltung erreicht hat, daß Bremen in Verbindung mit Oldenburg seinen eigenen Statthalter bekommt. Unseren Lesern ist bekannt, welche politische und wirtschaftliche Sicherung in dieser Tatsache liegt, und wir haben, darum allen Grund, dun Bremischen Senat und insbesondere seinem Bürgermeister Dr. Markert für den Erfolg in dieser so bedeutungsvollen Frage zu danken.
GMkvmrHch des VkrgermMees
Aus Anlaß der Ernennung des Gauleiters Carl Röver zum Statthalter von Bremen—Olden- bngr hat der Präsident des Senats folgendes Telegramm an den Statthalter gesandt:
„Unserem Statthalter herzlichen Glückwunsch.
Hocherfreut Dr. Markert."
Dr. Markert führte hierbei folgendes aus:
Die Regierungen von Hamburg und Bremen haben eine gewisse Sorge, daß die Neuordnung der Groß-Schiffahrt, die sich beide Regierungen zum Ziel gesetzt haben, durch gewisse Jnteressen- politik gestört werden karm. Diese Sorge hat Bür-
Bürgermeister Sr. Martert vor
der deatsche» Presse
Reuordmmg dee Geotz-Zchjftahet. Die Ausgabe« in Veeme«
und Hanttmrg
geringster Krogmann am vergangenen Sonnabend, in Hamburg veranlaßt, in aller Oeffentlichkeit zu betonen, daß die Regierungen in Hamburg nnd' Bremen und ebenfalls die beiden Bürgermeister durchaus
in voller Gemeinsamkeit und Uebereinstimmung vorgehen.
Ich möchte diese Aeußerung des Hamburger Bürgermeisters unterstreichen. Hamburg und Bre-> men betrachten die Neuordnung der Groß-Schiff-- fahrt als ihre vordringlichste Ausgabe im neuen Staat der nationalen Revolution.
Die vom Bürgermeister Krogmann einerseits und von mir andererseits dem Reichskanzler, dem Reichsministerium des Innern und der Reichsbnnk eingereichten und in der Presse veröffentlichten Druckschriften zeigen eine einheitliche Linie. Sie waren vorher gegenseitig ausgetauscht und in ihren Grundzügen besprochen. Die Druckschriften sind nicht am grünen Tisch entstanden, sondern ihnen liegen in Bremen sowohl als auch in Hamburg Gutachten zugrunde, die von den ersten Sachkennern in Reedereikreisen der beiden Hansestädte an-i gefordert und eingereicht wurden. Ich bitte, hier«! aus zu ersehen, daß die Bürgermeister der beide» Hansestädte gemeinsam vorgehen.
Wir sind beide Nationalsozialisten.
Daraus ergibt sich, daß wir keine Jnteressenpolitil betreiben, sondern die Aufgaben unserer beiden Hansestädte und der deutschen Groß-Schiffahrt als eine nationale Mission für das deutsche Volk auffassen. Diese großen Gesichtspunkte sind für uns maßgebend.
Wir haben dabei die Freude, bei »n- serem Führer und Volkskanzler Wolf Hitler volle Würdigung und Unterstützung für diese Mission zu finden.
Um in die Durchführung der Neuordnung der deutschen Groß-Schiffahrt keine JnteressenpoliLik hineinzubringen, haben wir uns entschlossen, die Verhandlungen selbst zu führen. In den grundsätzlichen Fragen der Neuordnung bestehen zwischen den beiden Bürgermeistern kein« Meinungsverschiedenheiten. Wir wollen die Schiffahrt wieder auf eine gesunde Basis stellen. Wir wollen sie befreien von bürokratischer Verwaltung und Leitung, von den Gesichtspunkten des Hochkapitalis- mus und der Hochfinanz. Wir wollen mit einem Wort die freie Reederei schassen, die von Fachmann nern verantwortlich geführt wird. / ,>
Wenn man. glaubt, in der Frage der Verteilung der Schiffahrt auf Bremen und Hamburg zwischen Bürgermeister Krogmann und nur Gegensätze konstruieren zu können, so ist auch das falsch. Ham-. bürg ist die größte Schwester, Bremen der kleinere Bruder. Wir erkennen gegenseitig die Großartigkeit Hamburgs und die Gepflegtheit Bremens an. Wir erkennen an die Frachtfahrt der Stadt Hainburg als größten deutschen Seehafen mit einem ausgedehnten Binnenschisfahrtsnetz und die
Stadt Bremen als größten deutschen und europäischen Baumwollhafen.
mit seiner nationalen Ausgabe der Erfassung eines großen Hinterlandes an der Weser und westlich davon.
Wir erkennen in der Passagiersahrt die Gut? Hamburgs und die hervorragende Bedeutung Bre-, mens. Die Polarität zweier Seestädte hat in» mer zur Blüte der Schiffahrt geführt. Genua§ Trieft, London, Liverpool, Neuyork, Baltimore sind solche Beispiele dafür. Der gesunde WettbeweÄj