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«erlag, Redaktion und Geschäftsstelle: Papenstraße 15. Sprech- Lmd« der Redaktion: Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr. S«mfprecher: Domsheide 26051. — Die BNZ erscheint wochent-- «ch siebenmal als Morgenzeitung und kostet 2.30 frei Haus. durch die Post zuzüglich 42 Bestellgeld.
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Das grobe Werk kamr beginne«
SSmNiche GewerWMm «ntersteNe«
sich Mols Hitler
Berlin, Mai. Die N. S. «. meldet:
Wie uns vom Letter des Aktionskomitees zum Schutz der deutschen Arbett, Dr. Sey, mitgeteilt wird, haben der Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften, der Gewerkschaftsring deutscher Angestellten». Arbeiter- und Beamtenverbände (Hirsch-Duncker), der GdA., der RdA. und andere Verbände sich bedingungslos der Führung Adolf Hitlers und den Anordnungen des Aktionskomitees zum Schutz der deutschen Arbeit unterstellt.
Morgen werden mit dem DHV. als letzten Verband Verhandlungen stattfinden. Es ist !gu hoffen, daß auch diese Organisationen den Geist der Zeit erkennt und sich dem großen Werke einfügt.
Damit wäre zum ersten Male in der deutschen Arbeiterbewegung die Zusammenfassung aller Arbeiter- und Angestelltenverbände erreicht und eines der größten Werke vollendet, die die Geschichte des deutschen Arbeitertums zu verzeichnen hat.
Wie uns der Leiter des Aktionskomitees zum Schutz der deutschen Arbeit, Dr. Ley, mitteilt, hat er jetzt, nachdem sich diese Verbände bedingungslos und vorbehaltlos der NSDAP. unterstellt haben, die Absicht, die sachlichen und sachlichen Kräfte aus diesen Organisationen zur Mitarbeit heranzuziehen. Schon aus» dem in der nächsten Woche stattfindenden großen Arbeiterkongreß in Berlin wird dieser Wille zum Ausdruck gebracht werden.
Um den neuen Gewerkschaftskommissar
Dr. Ley veröffentlicht folgende Erklärung: „Alle bisherigen Meldungen über den zukünftigen Gewerkschaftskommissar entbehren jeglicher Grundlage und sind' leere Kombinationen, die als Zweckmeldungen bestimmter Quertreibereien aufzufassen sind.
Um diesen Quertreibereien jeden Boden zu entziehen, wird folgendes bestimmt: Ich selbst übernehme die Führung der neu auszubauenden Arbeitsfront. Zum Führer der gesamten Arbeiterverbände bestimme ich den Parteigenossen Walter Schuhmann, Mitglied des Reichstages, Berlin. Zum Führer der gesamten Angestelltenverbände bestimme ich den Parteigenossen Albert Förster, Mitglied des Reichstages, Danzig.
ArdeitdiensWichl ab 1. Januar
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Staatssekretär Stert Wer die Neuregelung des Arbeitsdienstes
Berlin, 3. Mai. Der Staatssekretär für den Arbeitsdienst, Oberst Hierl, Hat einem Vertreter der „Kreuz-Zeitung" über den geplanten Umbau des Freiwilligen Arbeitsdienstes znr Arbeitsdienstpflicht einige grundsätzliche Mitteilungen gemacht.
Danach soll der Freiwillige Arbeitsdienst nach bisheriger Methode ab 1. Oktober 1933 durch einen staatlichen Arbeitsdienst abgelöst werden, der zunächst ebenfalls noch freiwillig ist und ein Arbeitsheer von 120000 Mann umfassen soll. Die Arbeits-
Um die Eingliederung des DHV.
Wie wir erfahren, wird die Leitung des DHV. morgen vormittag um 10 Uhr von dem Leiter des Aktions-Ausschusses zum Schutze der Deutschen Arbeit, Dr. Ley, empfangen. Die Führer des DHV. werden bei diesem Empfang Richtlinien über ihre künftige Arbeit entgegennehmen. Die Führung des DHV. ist bekanntlich bereits, gleichgeschaltet, da sie in Nationalsozialistischer Hand liegt
TmMerwSge find innezuhalten
. Berlin, 3. Mai. Der Leiter des Aktions- konnte es zum Schutze der oeutMen 'Arven, Dr. Ley, hat eine Reihe wichtiger Anordnungen erlassen.
Pg. Walter Schuhmann, M d.R., wird mit der gesamten Leitung des ADGB, des Gesamtv erb arides der christlichen Gewerkschaften Deutschlands, des Gewerkschafts- ringes deutscher Angestellten-, Arbeiter- und Beamtenverbände, sowie kleinerer Verbände beauftragt. Der Schatzmeister der Arbeiterverbände, Pg. Paul Brmgmann: und der Leiter der „Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten A-G ", Pg. Karl Müller, erhalten die Beaufsichtigung und Kontrolle der oben angeführten Verbände sowie des Afa-Bundes und des GdA. Für die Erledigung aller organisatorischen Fragen der fünf großen Verbände sowie kleinerer Verbände wird der Organisationsleitsr des Aktionskomitees, Pg. Reinhold Muchow, ernannt. Gleichzeitig erhält er den Auftrag, den neuen Organisationsaufban der beiden Einheitsverbände der Arbeiter und Angestellten auszuarbeiten und vorzubereiten. Die Leitung der gesamten Gewerkschaftspresse aller in Frage kommenden Verbände übernimmt der Presse- und Propagandaleiter des Aktionskomitees, Pg. Hans Biallas Ferner ordnet Dr. Ley an, daß bis zur endgültigen Formierung der deutschen Arbeitsfront alle Tarifverträge unbedingt innezuhalten sind. Die Abschließung von Tarif- und Wirtschaftsverträgen usw. sind streng untersagt. Einzelverhandlungen werden fortab nur zentral vom Aktionskomitee geführt werden.
dienstpflicht soll mit dem 1. Januar 1934 einsetzen, und zwar soll dann der Jahrgang herangezogen werden, der im Jahre 1934 das 19. Lebensjahr beendet. Da es nicht möglich sein wird, den ganzen Jahrgang auf einmal einzuziehen, wird man je die Hälfte des Jahrganges auf ein halbes Jahr zum Dienst heranziehen. Dieses Arbeitsdienstheer wird voraussichtlich 350000 Mann umfassen. In den folgenden Jahren sollen die ganzen Jahrgänge geschlossen für ein ganzes Jahr eingezogen werden. Die Fübrer
des Arbeitsdienstes sollen nach Möglichkeit zunächst aus den Reihen der bisherigen Lagersührer entnommen werde,r.
Arbeiten für die Beschäftigung, der Ar- beitsdienstpslichtigen werden, wie Staatssekretär Hierl mitteilt, in ausreichender Menge v orhanden sein. Allein für Boden- verb esserungsarb eilen können auf mindestens zehn Jahre 800—900 000 Mill. M. eingesetzt werden. Auch bei den Arbeitsbeschaffungs- plänen der Reichs Legierung ist die Heranziehung der Arbeitsdienstwilligen in Aussicht genommen.
Staatssekretär Hierl betonte am Schluß seiner Ausführungen, daß es unbedingt notwendig sei, daß nunmehr eine amtliche -Stelle gefcy-assen roiro, vre iur grsuiui,^ nl-
beitsbeschaffung für den staatlichen Arbeitsdienst einheitlich in die Hand nimmt. Finanzielle Schwierigkeiten dürften kein Hindernis für die Durchführung staatspolitisch notwendiger Aufgaben bilden.
In den für die Arbeitsdienstpslicht erforderlichen organisatorischen Rahmen gehört n. a. auch die Schaffung eines „Wirtschaftsamtes für den Arbeitsdienst" als Abteilung des Reichskommissariats für den Arbeitsdienst.
Wie die TU. erfährt, ist der Reichskommissar für den Freiwilligen Arbeitsdienst, Mahnten, zurückgetreten und beurlaubt worden. Mahnken war bekanntlich schon als Stahlhelm-Landesführer Westmark zurückgetreten «nd seines Amtes im Stahlhelm entbunden worden. Ueber die durch den Rücktritt für den Arbeitsdienst notwendig werdenden Maßnahmen ist noch keine Entscheidung getroffen worden, jedoch ist sie in den nächsten Tagen zu erwarten.
AebsitsbeWaffiMg und Reichsbahn
Berlin, 3. Mai. Amtlich wird mitgeteilt:
Heute mittag fand eine Unterredung zwischen dem Reichsminister für Volksansklä- rnng und Propaganda, Dr. Goebbels, und dem Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, in Gegenwart des Reichsver- kehrsministers Freiherr Eltz von Rübenach statt. Hierbei wurde festgestellt, daß die Reichsbahn weitgehende Pläne für -eineAuftragserteilung an Industrie und Handwerk ausgearbeitet hat, die den von der Reichsregierung verkündeten Grundsätzen für die Arbeitsbeschaffung entsprechen und somit einer nachhaltigen Belebung der Wirtschaft dienen werden. Die Durchführung dieser Pläne kann erst nach dem Abschluß der Beratungen des Reichskabinetts über das Gesamtpr-ogramm der Arbeitsbeschaffung und seine Finanzierung erfolgen. Alle Angriffe, die gegen die Reichsbahn und ihren Generaldirektor Dr. Dorpmüller in diesem Zusammenhang erfolgt sind, müssen auf Grund der heutigen Aussprache als völlig unbegründet zurückgewiesen werden.
..Tägliche RimdschM" verboten
Berlin, 3. Mai. Das Berliner Polizeipräsidium hat die „Tägliche Rundschau" wegen des in der Mittwoch-Ausgabe erschienenen Artikels „Studentenschaft, wohin?" verboten. Wie die „Telegra- phen-Union" hört, erstreckt sich das Verbot auf die Dauer von vier Wochen.
VersaMer Flugsand
Ukraine — Mlna—Korridor— Polen im Wirbel des Weltgeschehens
Von unserem ständigen Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)
Warschau, Anfang Mai. Die nationale Erhebung in Deutschland hat Polen zugestandenermaßen vor eine völlig neue Lage gestellt: ,Hn einem Polen feindlich gesinnten Staate ist der größte Feind Polens an die Macht gelangt". In diesen lapidaren Worten wird die polnische Auffassung über den Anbruch einer neuen deutschen Epoche zwar nicht erschöpfend, aber um so aufschlußreicher zum Ausdruck gebracht. Was ergibt sich aus dieser Einstellung Polens zu den Vorgängen in Deutschland? Die letzten Entscheidungen im Reich, die in dem Gesetz über die Reichseinheit, in der ^Vollendung des Werkes Bismarcks" ihre symbolische Gestalt angenommen haben, sind auch in diesem Deutschland gegenüber feindselig eingestellten Lande nicht spurlos vorbeigegangen. Die gewaltigen Geschehnisse jenseits der Verhängnisvollen Westgrenze Polc»,s, »«s» --
pnäinilltli ni'xN-'s,, tLt-lllkNt-rr allwöbliib die Erkenntnis aufkommen mssen, daß die „natromue
Erhebung eine innere Erstarkung des deutschen Reiches bedeutet, was unter zielsicherer nationaler Führung außenpolitische Folgen von unübersehbarem Ausmaße zeitigen muß". Nur mit Widerwillen und entgegen einem innersten Wunsch gedarrten. bricht sich die Erkenntnis Bahn, daß durch die nationale Revolution sowohl die innerpolitischen Kämpfe als auch die Isolierung Deutschlands in der Nachkriegszeit ein Ende gesunden haben. Man war sich hier dessen stets mit Vorliebe be-
Polireirarria im westliche« Jenirum
Gestern abend gegen 11 Uhr führte die politische Polizei in Verbindung mit der Sittenpolizei wieder eine überraschende Aktion in dem Stadtviertel von der Kaiserstratze bis zur Wallbrücke und von der Weser bis zum Wall durch. Fast sämtliche Lokale wurden von einem Pokiz«ausgebot von rund 200 Mann überholt und zahlreiche Sistiermrgen vorgenommen. Die Aktion verlief programmgemäß und reibungslos.
wußt, daß „schon das oberflächliche Studium der Geschichte uns überzeugen wird, daß die Zeiten friedlicher deutsch-polnischer Beziehungen den Zeitläuften innerpolitischer Kämpfe im Reich entsprachen." Und -daß ein innerlich zerrissenes deutsches Reich als Sündnissähiger Faktor in der Weltpolitik nicht ernstlich in Betracht kam — war der zweite Trostgedanke. Dies ist nun mit einem Schlage zu Ende, und das drohende Gespenst einer „Lebensgefahr für Re polnische Staatlichkeit" nimmt nach der hier vorherrschenden Meinung immer festeren Inhalt an. Die „widerwärtigen Gespräche" um den Viermächtepakt haben auch den irregeführten Patrioten gezeigt, daß die Spekulation aus eine fortschreitende und innigst erwünschte „Einkreisung" Deutschlands nur ein Trost für Narren sein kann.
Diese einem echten polnischen Herzen grauenvolle Erkenntnis hat die „ständige Erscheinung des polnischen Lebens", die aus schlechtem Gewissen und einem notorischen Minderwertigkeitsgefühl heraus geborene Unsicherheit in einer wahren Gespensterfucht und einer Fülle von Versol- gungswahnvorstellungen entfesselt. In einem verhängnisvollen Machtwahn verstrickt, wird indes nach wie vor mit säst wachsendem Starrsinn an dem Grundsatz der bisherigen Außenpolitik festgehalten: Für Polen gibt es leine Revision. Das immerhin noch recht Passive und in diplomatischer