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Bildung der deutschen Arbeitsfront
Vst Freien GewerWafte« unter nntionalsoziaWisOer Nihrung
SchaWng -er großen Einheitsgewerkschaft
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Berlin, 2. Mai. Der Leiter des Aktionskomitees zum Schutze der deutschen Arbeit, Dr. Ley, hat folgenden Ausruf veröffentlicht:
Die Glocken zur Ehre der Arbeit sind verklungen. Mit nie dagewesener Wucht und Begeisterung hat das gesamte deutsche Volk das hohe Lied vom schaffenden Menschen gesungen und damit sich und seinen hohen ^schöpferischen Geist geehrt. Die Räder standen still, der Amboß klang nicht mehr, der Bergmann kam aus seiner Grube, all, überall Feiertag!
Das, was die Gewerkschaften aller Richtungen, die roten und die schwarzen, die christlichen und die freien, auch nicht annähernd zustandebrachten, was selbst in den besten Jahren des Marxismus nur ein Schatten, ein elender erbärmlicher Abklatsch gegenüber dem gewaltigen Großen des gestrigen Tages war — der Nationalsozialismus schafft es im ersten Anlauf.
Er stellt den Arbeiter und den Bauer, den 'Handwerker und den Angestellten, mit einem Wort, alle schaffenden Deutschen in den Mittelpunkt seines Denkens uned Handelns und damit in den Mittelpunkt seines Staates und Raffende und Bonzen macht er unschädlich. Wer ist nun der Kapitalistenknecht, wer war der Reaktionär, der Dich unterdrückte und Dich aller Rechte berauben wollte? Jene roten Verbrecher, die Dich gutmütigen und ehrlichen und braven deutschen Arbeiter jahrzehntelang mißbrauchten, um Dich und damit das ganze deutsche Volk entrechten und enterben zu können, oder wir, die wir unter unsagbaren Opfern und Leiden gegen diesen Wahn und Aberwitz teus- licher Irrlehren kämpften? Schon drei Monate nationalsozialistischer Regierung beweisen Dir:
Adolf Hitler ist Bei« Fremd! Woll Hitler ringt um Seine Freiheit! Adolf Hitler gibt Die Brot!
Wir treten heute in den zweiten Abschnitt der nationalsozialistischen Revolution ein. Ihr werdet sagen, was wollt ihr denn noch, ihr habt doch die absolute Macht. Gewiß, wir haben die Macht, aber wir haben noch nicht das ganze deutsche Volk. Dich, Arbeiter, haben wir noch nicht lOOprozentig und gerade Dich wollen wir. Wir lassen Dich nicht, bis Du in aufrichtiger Erkenntnis zu uns stehst. Du sollst auch von den letzten marxistischen Fesseln befreit werden, damit Du den Weg zu Deinem Volke findest.
Denn das wissen wir, ohne den deutschen Arbeiter gibt es kein deutsches Volk und vor allem muffen wir verhüten, daß Dir dein Feind, der Marxismus und seine Trabanten, noch einmal in den Rücken fallen können.
Wenn auch die marxistischen Parteien restlos zerschlagen wie die KPD. oder sich in Heller Auflösung befinden wie die SPD., wenn auch die Parteipäpste in elender Feigheit geflohen svd oder jedem und allem
abgeschworen haben und Dich Arbeiter, feige und erbärmlich verlassen haben wie nie zuvor, so wissen wir doch: Alles ist nur Schein. Der Marxismus stellt sich tot, um sich bei günstiger Gelegenheit von neuem zu erheben und Dir von neuem hinterhältig den Judasdolch in den Rücken zu stoßen. Genau wie 1914! Auch damals bewilligte er Kriegskredite und gebärdete sich übernational, um Dich 1918 an den Imperialismus unserer damaligen Feinde zu verraten und damit an das Wettkapital zu verkaufen.
Uns täuscht der schlaue Fuchs nicht! Lieber geben wir ihm einen letzten Fangschuß als daß wir jemals wieder dulden würden, daß er sich erhebe Die Leiparts und Graß- männer mögen Hitler noch so viel Ergebenheit heucheln — es ist besser, sie befinden sich in Schutzhaft Deshalb schlagen wir dem marxistischen Gesinde! seine Hauptmasse aus der Hand und nehmen ihm damit seine letzte Möglichkeit, sich neu zu stärken. Die Teuselslehre des Marxismus soll elendig aus dem Schlachtfelde der nationalsozialistischen Revolution krepieren
Nicht als ob wir damit die Gewerkschaften an sich zerschlagen und zerstören wollten.
Im Gegenteil, wir haben nie etwas zerstört, was überhaupt irgendwie Wert für unser Volk hat und werden das auch in
Zukunft nicht tun. Das ist nationalsozialistischer Grundsatz.
Das gilt ganz besonders für die Gewerkschaften, die mit soviel sauer verdienten und vom Munde abgesparrten Arbeitergroschen aufgebaut wurden. Nein, Arbeiter, Deine Institutionen sind uns Nationalsozialisten heilig und unantastbar. Ich selbst bin ein armer Bauernsohn und kenne die Not. Ich selbst war sieben Jahre in einem der größten Betriebe Deutschlands.
Arbeiter, ich schwre Dir: Wir werden nicht nur alles erhalten, was wir vorfinden, wir werden Schutz und Recht des Arbeiters weiter ausbauen, damit er in den neuen nationalsozialistischen Staat als vollwertiges und geachtetes Glied des Volkes eingehe.
Arbeiter, ich schwöre Dir: Wir werden sammen mit den freien Berufen und dem Handwerk — so bauen wir ein neues Reich des Wohlstandes, der Ehre und Freiheit
Mit Hitler für Deutschland vorwärts! gez. Dr. Ley, Leiter des Aktionsausschusses zum Schutze der deutschen Arbeit.
Fünfzig GeweeMaftsMrer verhaftet
Wie der „Völkische Beobachter" mitteilt, wird die Zahl der in Zusammenhang mit der Aktion gegen die marxistischen Gewerkschaften verhafteten Gewerkschaftsführer bisher auf rund 50 angegeben. Darunter befinden sich die 28 Vorsitzenden der an
geschlossenen Verbände und 12 führende Mitglieder des ADGB.
Der frühere Reichstagspräsident Lobe teilt mit: Zu der Nachricht über ein 3-Millionen- Konto des früheren Reichstagspräfidenten Löbe bei der Arbeiterbank in München hat derselbe an den Präsidenten Dr. Ley emen Brief gerichtet, in welchem er darauf hinweist, daß er aus der Arbeiterbank kein Konto besitze und niemals eines besessen habe.
Wie hierzu verlautet, hat entgegen dieser Mitteilung der bayrische Innenminister ein auf den Namen Lobes lautendes lionen-Korrto bei einer Münchener Bank beschlagnahmt.
Irr AMsnsa«Ssch«tz
Der Aktionsausschuß zum Schutze der deutschen, Arbeit setzt sich wie folgt zusammen:
Leiter ist das Mitglied des Preußischen Staatsrates Ley, M. d. R., Stellvertretender Leiter ist der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Rudolf Schmeer, Leiter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschastsbundes ist der Führer der nationalsozialistischen Betriebszellenorgamfation, Reichstagsabgeordneter Schumann, Leiter der Organisationsabteilung ist der Oeganisationslei- ter der NSBO Muchow, Presseleiter ist der Schriftleiter des „Arbeltertums", Biallas, als Leiter für die Afa ist Peppler eingesetzt worden, Kommissar für die Arbeiterbank ist Direktor Müller, die Kassengeschäfte des Aktionsaus-
Die ReichSeegierung Merk den Vier-IaheeS-Vlan
(Drahtbericht unserer Berliner Schriftltg.)
Berlin, 2. Mai. Am Donnerstag treten die Mitglieder des Reichskabinetts zu einer Besprechung zusammen, in der die weitere Entwicklung der Gewerkschaftsaktion durchgesprochen werden soll. Bei der heutigen Aktion handelt es sich, wie ausdrücklich hervorgehoben werden muß, um eine revolutionäre Unternehmung, getragen von der nationalsozialistischen Bewegung. Nachdem durch die Revolution von unten die notwendigen Voraussetzungen durch die Zerschlagung der letzten marxistischen Rechtsposition gegeben worden sind, wird es spätere Aufgabe des Staates sein, mit ordnender Hand die Entwicklung weiter zu leiten. Für diese Ausgabe dürste dann in Kürze, sobald die Einheitsgewerkschaft von unten her entschieden ist, ein besonderer Gewerkschaftskommissar von Rechts wegen bestellt werden, dem die Aufgabe zufällt, dieser alle dent- fchen Arbeiter des Kopfes und der Hand umfassenden Gesamtvertretung ihre Stelle im nationalsozialistischen Staatsgefüge anzuweisen.
Unser Führer hat die Stellung der Gewerkschaften im Dritten Reich in seinem grundleaenden Werk «Mein Kampf" bereits
festgelegt. In allen Beratungen, die das Kabinett in der nächsten Zeit abhalten wird, liegt das Hauptgewicht der Ueberleguugen auf gewerkschaftlichem und sozialem Gebiet. Es handelt sich darum, die praktische Festlegung in der Form von Gesetzen zu finden, die die Durchführung des von Adolf Hitler auf dem Tempelhoser Feld verkündeten großen Arbeitsplanes sicherstellen.
1. Die Durchführung der Arbeitsdienst- pflicht. Der Kommissar für den Freiwilligen Arbeitsdienst, Mahnten, hat das Arbeitsministerium bereits verlassen und man darf damit rechnen, daß in kürzester Frist Pg. Oberst Hierl, der immer auf dem Pslichtgedanken beharrte, diese Maßnahmen nunmehr vom Arbeitsministerium aus durchführt.
2. Hilfe der Landwirtschaft. Das Gesetz über die „Regelung der Schuldverhältnisse in der Landwirtschaft" ist in Vorbereitung.
3. Straßenbau. Nähere Angaben, welches Ausmaß die diesbezüglichen Pläne haben werden- sind abzuwarten. Jedenfalls handelt es sich hier um ein MMiarden-Objekt, das unter weitgehendem Einsatz der Kolonnen des Arbeitsdienstes in einem mehr
jährigen muß
In
Zeitraum durchgeführt werden
Anbetracht der Tatsache, dcH Dr. Schacht gegenwärtig in Amerika Verhandlungen über die deutsche und internationale Finanzwirtschast führt, ist im Augenblick die Bekanntgabe der diesbezüglichen Einzelheiten unzweckmäßig.
4. Miklionenfonds für Hausreparaturen.
Erinnert sei an die in den letzten Jahoen gewährten Reparaturbeihilfen von zweimal je 50 Millionen. Die Verteilung geschah in der Weise, daß dem Hausbesitzer Vs der Reparaturkosten vom Staat erstattet wurden. Wirft der Staat beispielsweise IM Millionen aus, so können Reparaturen im Gesamtwert von V? Milliarde ermöglicht werden, was Hunderttausenden von Volksgenossen neue Arbeitsmöglichkeiten eröffnete.
5. Senkung der Zinssätze. Die Brechung der Zinsknechtschaft ist einer der wichtigsten der nationalsozialistischen ProgrammpnnkLe. Die nächste Kabinettssitznng ist für Freitag angesetzt. Bei dem Umfang dieser Projekte Wird es selbst bei größter Beschleunigung der Vorarbeiten einer ganzen Reihe von Kabinettsb er Minzen bedürfen, um diesen Gesamtplan in .Gesetzessorm zu gießen.