Ausgabe 
(28.4.1933) Nr. 110
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Ap.iro

^Kknssns ^933

Vi'EMvn, 6«n 23. /^pnit 193-

LiNLSlp^si» 13 I*fg

Redaktion mrdSeschäftSstell«: Papenstraße 15. Sprech. ^^

das Amtliche Sega« des Senats 'KN.H ÄLpNA^ ,«> hxx Freien Hansestadt Vremen

Anzeigen: hiesige die 10 gespaltene mm-Zeile 0.10, auswärts 0.12; im Textteil 0.50, auswärts 0.70; Stellengesuch« u. Familienanzeigen 0.06; sonstige kleine Anzeigen 0.03 Platzvorschr.o.Verbindlichkeit. Bei Betriebsstörung, Streik. Ver» bot usw.hat der Bezieher keinen Anspruch au> Rückr d. Be,uaspr

Stahlhelm lammt zu Hitlee

Vllil-esfiihree Seldte yt -er NSDAV. deigetretea

SelLtes Bekenntnis im Nuudsuuk

Berlin, S7. April. Der Grürrder «ed Bundesfüh- Der des Stahlhelm, ReichSarbeitSmtnister Seldte, »achte am Donnerstag abend im Rmrdfrmk sol- Wende Ausführungen:

Meine Absicht, wie alljährlich in Dresden in einer Drotzer Dersammkmg der Stahlhelmbewegung am R7. April -» sprechen, mutzte ich leider im letzten Augenblick aufgaben. Mchtige für die Ankunft des Bandes -e- Stahlhelm entscheidende Besprechungen, deren Bedeutung für den geschlossenen Einsatz der National«» Bewegungen im Rahmen der nationa­le« Revolution wegweisend sein wirb, hielten mich Du Berlin fest. Wenn diese Besprechungen heute Dach noch nicht beendet «erden konnten, weil die tzormgebung jenes innigen Freundschaftsbündnisses, Was in der heutigen Besprechung des Kanzlers Adolf Hitler mit mir vertieft und besiegelt wurde, Zeit Beansprucht denn es sÄl ja für alle Zeiten gel­ten so steht doch eines fest: Der Geist, auf den es ankommt der Sinn ist unabänderlich.

So, wie ich um der Einheit der Führung willen und für den Einsatz des Stahlhelm als Gründer dieses Buntes die Führung allein übernommen habe, so sehe ich in der Zukunft nicht mehr Par­teien, sondern nur noch eine große Einheit, gegen die eine Opposition ebenso unmöglich ist, wie ein Nebenherlaufe«, denn darin sehe ich den großen Sinn der deutschen Revolution von 1933, daß die Zeiten in Deutschland vorbei sind, in denen das staatliche politische Leben sich nur entwickelte aus der Wechselwirkung zwischen Regierung und Oppo­sitionsparteien. Soldatenart ist es, aus Erkennt­nissen die Folgerungen zu ziehen. Das wird mir umso leichter und ist mir andererseits ein tiefes inneres Wissen geworden, was ich in den letzten wochenlangen Besprechungen und in Zusammen­arbeit mit dem Führer Adolf Hitler erlebte, daß dieser Mann nicht nur der Führer der deutschen Revolution, sondern der Führer der deutschen Zu­kunft ist!

Ich, der ich frei bin von Parteizugehörigkeit, ich erkläre hiermit meinen Eintritt in Ne National­sozialistische Deutsche Arbeiterpartei, weil sie die Bewegung ist, die als Einheit das ganze deutsche Bolk umfassen soll.

Deshalb unterstelle ich mich und damit den von mir gegründeten Stahlhelm, B ' "er Frontsolda­ten, heute als geschlossene soll e Einheit dem Führer Adolf Hitler. Wer von meinen alten Ka­meraden auf diesem Wege mir nicht zu folgen ver­mag, den entbinde ich hiermit von seinem Fahnen­eid. Ich aber will den Weg der Freist mit be­reiten helfen!

Für meine Stahlhelmkameraden verlese ich nun­mehr folgenden Aufruf: "

Kameraden des Stahlhelm!

Ueber vierzehn Jahre habt Ihr als Kampf­truppen in der großen Front der nationalen Ge- samtbewegung gegen das Novembersystem Eure sol­datische Pflicht erfüllt und Opfer an Gut und Blut in diesem Kampfe für Deutschlands Freiheit darge­bracht, wo immer ich es von Euch gefordert habe.

Ihr habt in diesem dem Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, zugewiesenen Kampfabschnitt die Straße frei gemacht zu dem politischen Umschwung des 30. Januar ,in dem an Eurer Seite sich tie nationalsozialistische Bewegung dir Macht im Staate erstürmt hat. Aus der Tiefe der gewalti« Sen nationalsozialistischen Volksbewegung brach nach dem 30. Januar die nationalsozialistische Re- volntion sich Bahn, die der Entwicklung dcs neuen

Deutschland zur inneren und äußeren Freiheit von Staat «nd Nation ihren Stempel aufdrückt.

Kameraden vom Stahlhelm! Wir bekennen uns zu der deutschen Revolution, der unser Herz, unser Wille und unsere Gefolgschaft gehört. Wir beken­nen uns zu dem Führer der deutschen Revolution,

Adolf Hitler, dessen Regierung ich, Euer Bundes­führer, als Minister angehöre. Die von mir, Eurem Führer, mit dem Führer der nationalsozia­listischen Bewegung besiegelten Freundchaft isst die Erfüllung unseres alten Herzenswunsches. Deutsche Soldaten gehören immer zusammen. Es geht um

Deutschlands Freiheit, um Deutschlands Ehre, es geht um das Reich! Front Hei! Stahlhelm! Front Heil Hitler! Front Heil Deutschland!

Seldte gibt belangt:

Die Gründe für Düfter- bergs Amtsenthebung

Berlin, 27. April. Der Reichsarbeitsminister und Bundesführer des Stahlhelm, Franz Seldte, gibt folgende Mitteilung bekannt:

Der Zweite Bundesführer des Stahlhelm, Ka­merad Oberstleutnant a. D. Duesterberg, hat feine sämtlichen Aemter rm Stahlhelm niedergelegt, nachdem ich ihn vorher durch dienstliche Mittei­lung von seinen Amtspflichten entbunden hatte.

Der Grund für meine Maßnahme war darin gegeben, daß rn der Auffassung über die Stellung des Stahlhelm innerhalb der nationalsozialistischen Revolution und über seine künftige Organisation eine grundlegende Meinungsverschiedenheit zwi­schen dem Zweiten Bnndesführer und mir bestand.

Ich achte diese soldatische Haltung des Kamera­den Duesterberg, der, von der Ueberzeugung durch­drungen, daß seine Auffassung für den Stahl­helm existenzbedeutend sei, auf seinem Posten glaubte bis zum Letzten ausharren zu müssen. Aber diese konnte mich nicht von der Pflicht ein­binden, zu tun, was ich getan habe.

Jeder, der weiß, was der Stahlhelm für mich seinen Gründer, bedeutet, wird es verstehen, wen» ich sage, daß in allen Jahren seit der Gründimi des Stahlhelm keine Entscheidung, die ich alN Bundesführer treffen mußte, mir so schwer gei

Statthalter «ach nicht ernannt

Berlin, 28. April. (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Der Reichskanzler empfing gestern die drei Senatspräsidenten der Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck. Die Vertreter der drei Hansestädte haben in ausführlichen Darlegungen ihre Ansichten über die Fragen der Reichsstatt­halterschaft für die Hansestädte dem Reichs­kanzler vorgetragen. Der Reichskanzler hat eine Entscheidung in dieser Angelegen­heit noch nicht gefällt. Wir hören jedoch von unterrichteter Seite, daß nur noch etne Frage einer Klärung bedarf. Mit der Ber-c öffentlichung ist gegebenenfalls noch Ende dieser Woche zu rechnen.

Ueber den Empfang wurde folgender amtlicher Bericht herausgegeben:

Der Reichskanzler hat heute um 19 Uhr die Bürgermeister der Freie» Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck empfan gen. Die Bürgermeister haben ihre Mei­nung über die Statthalterfrage Ausdruck gegeben Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen"

Die Meldung desHamburger Fremden­blattes" am gestrigen Abend, daß der^lav- leiier von Hamburg, Pg. Kaufmann, Statt­halter für die drei Hansestädte werden sollt, erweist sich also unrichtig. Der Führer har sich die Entscheidung selbst vorbehalten. Wir wissen, daß er eine Lösung finden wird, die dem Wohle der Hansestädte und des Reiche dienen wird.

An das ganze deutsche Voll!

Die Regierung der nationalen Revolution hat den 1. Mai zum Feiertag der nationalen Arbeit erhoben. Sie will damit zum Ausdruck bringen, daß die Verbundenheit des ganzen deutschen Volkes mit der nationalen Arbeit ihren Schöpfern und Trägern eine unlösliche und schicksalgegebene ist. Zum ersten Male wieder seit Jahrzehnten innerer Zerklüftung und par­teipolitischer Zerrissenheit erhebt sich.über Zank und Hader der unsterbliche Geist deutschen Volkstums, verklärt und geläutert Zrrch den Segen der schaffenden Arbeit.

Der Marxismus liegt zertrümmert am Boden. Die Organisationen des Klasseukampfes sind zerschlagen. Nicht aus reaktionären oder Volks- und arbeiterfeindlichen Beweggründen habe« wir den Kampf gegen die kulturdrohende Gefahr des Bolschewismus geführt. Der Marxismus mußte sterben, damit der deutschen Arbeit ein Weg zur Freiheit gebahnt werden konnte. Die Schranken vom Klassenhaß und Standesdünkel wurden niedergerissen, auf daß Volk wieder zu Volk zurückfand. Nun stehen wir vor der schweren und verantwortungs­vollen Aufgabe, nicht nur das deutsche Arbeitertum zum sozialen Frieden zurückzuführen, son­dern es als vollberechtigtes Glied in den Stand und in die Volksgemeinschaft mit einzuführen.

Wo ehedem marxistische Haßgesänge ertönten, da werden wir uns zum Volk bekennen. Wo einst die Maschinengewehre -er roten Weltbeglücker knatterten, da wollen wir dem nationalen Frieden der Stande die Bresche schlagen. Wo früher der Geist eines öden Mate­rialismus triumphierte, da wollen wir, fußend auf das ewige Recht unseres Volkes, auf Freiheit, Arbeit und Brot, in einem neuen glühenden Idealismus die nationale Ver­bundenheit aller Stande, Stamme und Berufe zu einem einigenden Deutschland vor unserem Volk nnd vor der ganzen Welt bekunden.

Ehret die Arbeit rm- achtet den Arbeiter!

Stirn und Faust sollen einen Bund schließen, der unlösbar ist. Der Bauer hinter dem Pflug, der Arbeiter am Amboß und Schraubstock, der Gelehrte in seiner Studierstnbe, der Arzt am Krankenbett, der Ingenieur bei feinem Entwürfen, sie alle werden sich am Tag der nationalen Arbeit bewußt werden, daß die Nation und ihre Zukunft über alles geht und daß jeder an seinem Platz das gilt, was er dem Vaterland und damit dem allgemeinen Besten zu geben bereit ist.

In gewaltigen nationalen Feiern wird die Reichsregierung mit dem Volk zusammen diesen Festtag begehen. Die ganze Nation wird aufgerufen, daran tätigen Anteil zu nehmen. Für einen Tag stehen die Räder still und ruhen die Maschinen. Deutschland ehrt die Arbeit, von deren Segen das Volk ein ganzes Jahr leben soll.

Männer und Frauen! Wir rufen Euch auf, in Stadt und Land! Deutsche Jugend! An Dich vor allem geht unser Appell! Der 1. Mai soll das deutsche Volk einig nnd ge­schlossen sehen und ein Zeichen sein für die ganze Welt, daß Deutschland erwacht ist und den Weg zu Freiheit und Brot sucht und findet.

Laßt an diesem Tage die Arbeit ruhen!

Bekränzt Eure Häuser nnd die Straßen der Städte nnd Dörfer mit frischem Grün nnd mit den Fahnen des Reiches!

An allen Last- und Personenautos sollen die Wimpel der nationalen Erhebung flattern!

Kein Zug und keine Straßenbahn fährt durch Deutschland, die nicht mit Blumen und Grün geschmückt ist!

Auf den Fabriktürmen und Bürohäusern werden feierlich die Fahnen des Reiches gehißt!

Kein Kind ohne schwarz-weiß-roten oder Hakenkreuzwimpel!

. Die öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe, Post- nnd Telegraphenämter werden in frischem Grün erstehen!

Die Verkehrsmittel tragen Fahnenschmuck!

Wir sind ein armes Volk geworden, aber die freudige Lebensbejahung den Mut zum Schaffen, den trotzigen Optimismus, der alle Hindernisse überwindet, lassen wir «ns von niemandem nehmen!

Das ganze Volk ehrt sich selbst, wenn es der Arbeit die Ehre gibt, die ihr gebührt.

Deutsche aller Stände, Stämme und Berufe, reicht Euch die Hände!

Geschloffen marschieren wir in die neue Zeit hinein!

Es lebe unser Volk und unser Reich!

Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda: Dr. Goebbels.

t fehlt, mög- ' ' 900 000 Arbeit re Zeit

fst die en und einer denkul- enden Groß-

; große d. h. ks gibt lg, den oinden, nd der :r und er Kost lr das >.

rischen

.andere

Arbeit

rtschen

n Se- Mittel lt un ewinn glicht,

t, die ȟrsen olgen. Stel

! rein

- ein-

ne er

maß aus- seine und rrfül- t nur rßen- Diese asten ceuer tver- uns cdelt

c be rbei! schen Zehr- U' :llge- ^ ' iter" chen.

des >eut

P