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einer freie« Deutschen Schiffahrt
1. Das Ziel kann »ach der geschichtlichen Entwicklung der deutschen Reedereien «nd der nationalsozialistischen Weltanschauung nur in der Wiederherstellung selbständiger, von fremden Finanzeinflüssen sowie bürokratischer Konzernverwaltung befreiten, von Fachleute,: verantwortlich geleiteten Einzel- Reedereien bestehen.
2. Die möglichst schnelle Auslösung der Hapag-Lloyd-Union ist zur Erreichung dieses Ziels die unerläßliche Vorbedingung.
3. Aus der Hapag-Lloyd-Union sollen im bisherigen Stärke-Verhältnis der Tonnage von 50:50 für Bremen und Hamburg, in beiden Hafenplötren gleichgerichtete Einzel- Reedereien mit folgenden Diensten geschaffen werden:
a) Nordamerika—Westindien,
b) Südamerika—Ostküste,
c) Südamerika—Westküste,
d) Ostasien,
e) Australien,
f) Niederländisch- und Britisch-Jndten,
g) Afrika,
h) Levante,
t) Europa Küstendienst.
4 Eine gleich starke Verteilung im Verhältnis 50:5V auf Bremen und Hamburg ist, abgesehen von dem fetzt bereits bestehenden Kräfteverhältnis, aus nationalen und wirtschaftlichen Gründen unbedingt notwendig.
Aus nationalen Gründen, weil bei Vorhandensein nur je einer Deutschen Linie nach einer Relation, dem inländischen Ex- und Importeur die Auswahlmöglichkeit fehlen würde und dadurch der ausländischen Konkurrenz das Eindringen in das deutsche Geschäft direkt erleichtert wird. Aber auch der ausländische Ex- und Importeur wird bei Vorhandensein von nur je einer deutschen Linie eher fremde als deutsche Reedereien für seine Transporte benutzen.
Aus nationalen und wirtschaftlichen Gründen, weil Bremen und Hamburg verschieden gelagertes Hinterland haben. Bei nicht gleichmäßiger Berücksichtigung Bremens durch dort beheimatete Reedereien würde das Hinterland der Weser westlich davon den holländisch-belgischen Häfen Preisgegeben, und damit deutsche Lavung fremden Häfen und Reedereien zugeführt werden. Ferner ist die Bedeutung der Verschiffung der deutschen Ladung über die deutschen Nordseehäfen für die deutschen Reedereien in den Nachkriegsjahren start gewachsen. Vor dem Kriege war der Anteil der deutschen Schiffahrts-Gesellschaften am Güterverkehr von Antwerpen und Rotterdam erheblich größer als nach dem Kriege, wo die deutsche Flagge durch fremde Reedereien in diesen Häfen zurückgedrängt wurde. Deshalb spielen heute Bremen und Hamburg für die deutsche Schiffahrt als Ladungsbasis eine sehr viel größere Rolle.
5. Da die Auflösung der Hapag-Lloyd- Union in parallele Einzelreedereien trotz Schaffung eines für die private Initiative wünschenswerten Wettbewerbes nicht nach innen zu ungesunden Konkurrenz-Kämpfen führen darf, sind diese Parallel-Reedereien in sich durch scharsgesaßte Pool-Verträge dagegen zu sichern.
6. Betriebsgesellschaften sind abzulehnen, da sie nur getarnte Konzern-Formen mit alle ihren finanziellen und personellen Nachteilen darstellen.
7. Die Auswahl der Aussichtsratsmit- , Mieder M MeM MmLel-Aeedere ien HM
An das ganze deutsche Voll!
Die Regierung der nationalen Revolution hat den 1. Mai zum Feiertag der nationalen Arbeit erhoben. Sie will damit zum Ausdruck bringen, daß die Verbundenheit des ganzen deutschen Volkes mit der nationalen Arbeit ihren Schöpfern und Trägern eine unlösliche und schicksalgegebene ist. Znm ersten Male wieder seit Jahrzehnten innerer Zerklüftung und parteipolitischer Zerrissenheit erhebt sich über Zank und Hader der unsterbliche Geist deutschen Volkstums, verklärt und geläutert durch den Segen der schassenden Arbeit.
Der Marxismus liegt zertrümmert am Boden. Die Organisationen des Klasscnkampfes sind zerschlagen. Nicht aus reaktionären oder Volks- und arbeiterfeindlichen Beweggründen haben wir den Kampf gegen die kulturdrohende Gefahr des Bolschewismus geführt. Der Marxismus mutzte sterben, damit der deutschen Arbeit ein Weg zur Freiheit gebahnt werden konnte. Die Schranken vorn Klafsenhatz «nd Standesdünkel wurden niedergerissen, auf datz Volk wieder zu Volk zurückfand. Nun stehen wir vor der schweren «nd verantwortungsvollen Aufgabe, nicht nur das deutsche Arbeiter tum zum sozialen Frieden zurückzuführen, sondern es als vollberechtigtes Glied in den Stand und in die Volksgemeinschaft mit einzuführen.
Wo ehedem marxistische Hatzgesänge ertönten, da werden wir uns znm Volk bekennen. Wo einst die Maschinengewehre der roten Weltbeglncker knatterten, da wollen wir dem nationalen Frieden der Stände die Bresche schlagen. Wo früher der Geist eines öden Materialismus triumphierte, da wollen wir, futzend auf das ewige Recht unseres Volkes, 'auf Freiheit, Arbeit und Brot, in einem neuen glühenden Idealismus die nationale Verbundenheit aller Stände, Stämme und Berufe zu einem einigenden Deutschland vor unserem Volk und vor der ganzen Welt bekunden.
Ehret die Arbett und achtet den Arbeiter!
Stirn und Faust sollen einen Bund schlietzen, der unlösbar ist. Der Bauer hinter dem Pflug, der Arbeiter am Ambotz und Schraubstock, der Gelehrte in seiner Studierstube, der Arzt am Krankenbett, der Ingenieur bei seinem Entwürfen, sie alle werden sich am Tag der nationalen Arbeit bewutzt werden, daß die Nation und ihre Zukunft über alles geht und datz jeder an seinem Platz das gilt, was er dem Vaterland und damit dem allgemeinen Besten zu geben bereit ist.
In gewaltigen nationalen Feiern wird die Reichsregierung mit dem Volk zusammen diesen Festtag begehen. Die ganze Nation wird aufgerufen, daran tätigen Anteil zu nehmen. Für einen Tag stehen die Räder still und ruhen die Maschinen. Deutschland ehrt die Arbeit, von deren Segen das Volk ein ganzes Jahr leben soll.
Männer und Frauen! Wir rufen Euch auf, in Stadt und Land! Deutsche Jugend! An Dich vor allem geht unser Appell! Der 1. Mai soll das deutsche Volk einig und geschlossen sehen und ein Zeichen sein für die ganze Welt, datz Deutschland erwacht ist und den Weg zu Freiheit und Brot sucht und findet.
Laßt an diesem Tage die Arbeit ruhen!
Bekränzt Eure Häuser und die Straßen der Städte und Dörfer mit frischem Grün und mit den Fahnen des Reiches!
An allen Last- und Personenautos sollen die Wimpel der nationalen Erhebung flattern!
Kein Zug und keine Straßenbahn fährt durch Deutschland, die nicht mit Blumen und. Grün geschmückt ist!
Auf den Fabriktürmen und Bürohäusern werden feierlich die Fahnen des Reiches gehißt!
Kein Kind ohne schwarz-weiß-roten oder Hakenkreuzwimpel!
Die öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe, Post- und Telegraphenämter werden in frischem Grün erstehen!
Die Verkehrsmittel tragen Fahnenschmuck!
Wir sind ein armes Volk geworden, aber die freudige Lebensbejahung den Mut zum Schaffen, den trotzigen Optimismus, der alle Hindernisse überwindet, lassen wir uns von niemandem nehmen!
Das ganze Volk ehrt sich selbst, wenn es der Arbeit die Ehre gibt, die ihr gebührt.
Deutsche aller Stände, Stämme und Berufe, reicht Euch die Hände!
Geschlossen marschieren wir in die neue Zeit hinein!
Es lebe unser Volk und unser Reich!
Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda: Dr. Goebbels.
nach sachlichen Gesichtspunkten zu erfolgen Um dies zu gewährleisten und zugleich die Einfügung der Schiffahrts-Gesellschaften in die Willensrichtung der nationalen Regierung zu sichern, erhalten der Bremer und Hamburger Staat das Bestätigung^ und Abberufungsrecht der Aussichtsrats-Mit- Mjeder.
8. Die Ausgliederung dieser Einzel-Reedereien hat zur Voraussetzung die unverzüglich in Angriff zu nehmende Bereinigung der unhaltbaren gegenwärtigen Finanzlage der Hapag-Lloyd-Union. Diese Aufgabe kann nur im Einvernehmen von Reichsver- kehrs-Ministerium und Reichsbank erfolgen Nach dieser Bereinigung wird die Finan
zierung der Einzel-Reedereien auf dem na--» türlichen Wege der privaten Initiative leichter möglich sein. Inwieweit diese Neu-, Finanzierung noch durch gesetzgeberische Maßnahmen, wie Gründung von Schiffs-, Hypotheken- und Schiffslebcnsverstcherungs- Banken, Erleichterungen der sozialen Lasicn usw. unterstützt werden kann, muß fachlichen Einzel-Verhandlungen überlassen bleiben. Das Gleiche trifft zu für Pläne einer erneuten durchgreifenden Hilfe für die Tramp- Schiffahrt, für das Abwrack-Problem, die Neubau-Frage usw.
9. Die anliegenden Gutachten vom Norddeutschen Lloyd und Herrn Glässel werden als Material beigefügt.
Bremen, den 16. April 1933.
gez. Dr. Markert.
Die Vorschlüge des Hamburger Senals
Die Hamburger Vorschläge zur Neuordnung der deutschen Schiffahrt, die Bürgermeister Krogmann ausgearbeitet hat und die heute dem Reichskanzler vorgelegt werden, unterscheiden sich in vielen Puntten grundsätzlich von den kürzlich aus Bremen verbreiteten Anregungen.
Die Denkschrift hält es für erforderlich, daß das notwendige Eingreifen der Reichsregierung sich nicht auf Einzelmaßnahmen beschränkt sondern daß eine Totallöfung herbeigeführt werden muß. Zunächst werden die
Gründe für die heutige Lage der deutschen Schiffahrt
aufgeführt, und zwar das Anwachsen des Weltschiffsranmes, die Schiffahrtssubventionen in anderen Ländern, die Währungssenkung in verschiedenen Staaten, die stärkere soziale und steuerliche Belastung der deutsche» Schiffahrt, die Ueberschnldung als Folge jahrelanger Konkurrenzunfähigkeit ferner die fehlerhafte Konzentrationspolitik der Hamburg-Amerika Linie und des Norddeutschen Lloyd, durch die eine Schwerfälligkeit und Unübersichtlichkeit dieser Linien hervorgerufen worden sei, fehlerhaftes Eingreifen in die Geschäftsführung durch die Bankenvertreter des Aussichtsrates und Unemhcitlichkcit der Leitung und Beschränkung der für die Leitung Verantwortlichen in ihrer Bewegungsfreiheit. Notwendig sei die Wiederherstellung der Konkurrenzfähigkeit und der Rentabilität, und dafür eine Reorganisation und eine Entschuldung.
Die
Rentabilität
könne nur wiederhergestellt werden, wenn die deutsche Schiffahrt unter gleichen Voraussetzungen wie die ausländischen Reedereien arbeiten könnte. Hierfür sei ein Währungsausgleich erforderlich, solange die Reichsregierung. die heutige Währungshöhe aufrechterhalten will, ferner die Uebernahme der sozialen Lasten auf das Reich, Befreiung von allen Steuern unÄ Abgaben, die aus der Substanz bezahlt werden müßten und Ungleichung der Kreditbedingungen an die Bedingungen, die der ausländischen Schiffahrt eingeräumt werden^
Für die
Reorganisation und Entschuldung
mäßten rein kaufmännische Grundsätze zur Anwendung kommen. Alle zu entschuldenden Reedereien müßten einen Status «ichs
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