Issue 
(23/04/1933) Nr. 105
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Bildung der lmlwoalkn Front

in Sefterreich

Vor dem Ende des Vott-utz-RemMes - Starhemderg vor

dem Sturz

Men, 21. April. Am Donner-tag traten die Führer der Tiroler und -der Salzburger Heim- lvchren sowie die Landesführer von Boralberg, Oesterreich und Niederösterreich in Wien zu einer Besprechung Wer die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Heimwehrlagers zusammen, der auch ein Vertreter des Bundessührers Starhem- -erg beiwohnte Dr. Steible, der Tiroler Landes­führer, hat nochmals die Notwendigkeit einer Aenderung des politischen Kursus der Heimwehr«« auseinandergesetzt. Seiner Ansicht haben sich die VanÄ-sführrr Hon Riederösterreuh, Vorarlberg und Salzburg sowie der Oberste Landessührer Weninger angeschlossen. Die Gegensätze zwischen Stridle und Starhemberg haben sich nun so ver­schärft, daß Cteidle über den Kopf Starhembergs hinweg eine Bundesführersitzung auf Freitag nach Wien einberief in der die Meinungsverschieden­heiten geklärt werden sollten.

Diese Sitzung beginnt am Freitag vormittag.

Als Starhemberg von dieser Sitzung erfuhr, er­suchte er den Bundeskanzler, einzuschreiten. Dies wurde ihm auch zugestanden.

Starhemberg ließ darauf die oppositionellen Landesführer wissen, daß er sie ihres Amtes ent­heben würde, wenn sie weiterhin Schwierigkeiten »nachten. Bundeskanzler Dollsuß soll Dr. Steidle gedroht haben, daß er ihn seines Amtes als Sicher­heitskommissar des Landes Tirol entheben werde. Am Nachmittag wurden die Verhandlungen der Bundesführer fortgesetzt Die Führer standen sicht­lich unter dem Eindruck der Tatsache, daß die Führertagung der steirischen Heimwehren die Vor­schläge der Landesleitung über eine Zusammen­arbeit nlit den Nationalsozialisten einstimmig ge­billigt hatten. Bemerkenswert ist däe Stellung des der Hermwehr angehörenden Handelsmmisters Fakoncig, der mit seinem Rücktritt gedroht hat, falls den Wünschen der Opposition nicht Rechnung getragen werde.

Die Opposition verlangt eine Klärung des Ver­hältnisses zur NSDAP, sowie eine schärfere Ton­art gegenüber den Sozialdemokraten. Auch die Forderung nach Wiedervereinigung, mit dem stei­rischen Heimatschutz wird scharf vertreten. Als Wortführer der Opposition gilt der Salzburger Landessührer Hil'ber, der sich vor kurzem für die Schaffung einer nationalen Front in Oesterreich, auch gegen den Willen Starhembergs, ausge­sprochen hat. Unter diesen Umständen erscheint die Stellung Starhembergs sehr geschwächt. Die Beratungen dürften erst in den Morgenstunden zu Ende gehen.

Enaer AnsannnenMlntz zwischen Stete. Heimatschutz uad KSVAV

Wien, 22. April. Nach einer Reihe von frucht­losen Versuchen, ist es unter dem Eindruck der nationalen Revolution im Reich gelungen, auch in Oesterreich die Schaffung einer einheitlichen nationalen Front anzubahnen. Als solche ist der enge Zusammenschluß zwischen Steierischem Hei­matschutz, dem kräftigsten Teil der Heimwehrbe­wegung in Oesterreich, «nd der NSDAP aufzu­fassen, der nunmehr erfolgt istst.

Dieser Beschluß macht sich schon jetzt in den Gleichschaltungsbestrsbungen in der übrigen Heim- wehrbswegung bemerkbar und verspricht für die künftige Politik von größter Bedeutung zu sein. Die Landespressestelle der NSDAP und des

Deutsch-Oesterreichischsn (Steierischen) Heimat­schutzes veröffentlichen das zwischen den beiden Bewegungen abgeschlossene Abkommen, das aus Liezen (Striermark) vom 22. April datiert ist und die Unterschriften des Landesleiters der NSDAP. Oesterreich, Alfred Proksch, des Führers der SA- Gruppe Oesterreich, Hermann Reschny, sowie des Führers des Deutschösterreichischen (Steierischen) Heimatschutzes, Konstantin Kammerhofer, und des Kommandanten des Deutsch-Oesterreichischen Hei­mat-schutzes, Oberst Polten, trägt.

Als erster Punkt der Grundlagen dieser Kampf­gemeinschaft ist festgesetzt:Unter voller Wahrung seiner organisatorischen Selbständigkeit bekennt sich der Deutsch-Oesterreichische Heimatschutz zu Adolf Hitler als dem Führer der deutschen Nation."

Aus den weiteren Punkten des Abkommens geht hervor, daß ein Unterstellungsverhältnis nicht besteht, für beide Teile jedoch als Pflicht, enge und reibungslose Zusammenarbeit festgesetzt ist. Zur Herstellung der völligen Uebereinstimmung in den Wshrfragen werden in die Stäbe wechselseitig

Moskau antwortet:

ständige Vertreter entsendet und auch die takti­sche Gliederung in Uebereinstimmung gebracht Der Deutsch-Oesterreichische Heimatschutz nimmt zur Unterscheidung von anderen ähnlich benann­ten Verbänden in seinen Verbands- und Kampf­abzeichen am Stahlhelm das Hakenkreuz an. Die Weisungen zur Herstellung der völligen Ueber­einstimmung in der Beurteilung politischer Fragen werden von den lokalen Führern ausgegeben. Als nächstes Kampfziel wird die Schaffung einer star­ken Regievung der nationalen Konzentration be­zeichnet, als Voraussetzung hierfür die Auslösung des gegenwärtigen Nationalrates und die unver­zügliche Ausschreibung von Neuwahlen.

Duvh dieses Abkommen ist endlich die Bildung der großen nationalen Front in Oesterreich ge­lungen. Die Stellung Starhembergs ist so erschüt­tert, daß sein Rücktritt unvermeidlich ist. Damit hat die Regierung Dollsuß in den Heimwehren ihre stärkste Stütze verloren und wird nicht mehr in -der Lage sein, ihre für Oesterreich und Deutsch­land verhängnisvolle Politik länger fortzusetzen.

A-ols Hitler und Vremen

Die Frage der Statthalterschaft geht, soweit sie die Hansestädte betrifft, ihrer Entscheidung entgegen, wobei man an zuständiger Stelle offen­sichtlich bemüht ist, eine gerechte und dauerhafte! Lösung zu finden. In der gestrigen Kabinetts­sitzung hat man sich mit diesem Probiern nicht befaßt, sondern seine Behandlung auf Dienstag vertagt. Wir benutzen daher noch einmal die Gelegenheit, die Meinung der bremischen Bevölke­rung in ihren Grundzügen zum Ausdruck zu brin­gen, umso mehr, als in einigen auswärtigen Blät­tern mißverständliche Betrachtungen zu finden sind, die von falschen Voraussetzungen ausgehen.

Für uns Nationalsozialisten überraschend- schnell hat Bremen in seiner Arbeiterschaft und in seinen Wirtschaftskreisen eine positive Einstellung zur neuen bremischen Regierung und auch zur Reichsregierung gefunden. Dieser Vorgang findet seine Erklärung in der Tatsache, daß Bremen bei aller seiner Eigenart und bei der aus eigener Kraft geschaffenen Position unmittelbar im Reich wurzelt und von dessen Kräftigung und Stärke die bessere Erfüllung seines Sonderauftrages im Interesse der Gesamtwirtschaft erwartet. Die neu-s bremische Regierung hat diesen, man darf sagen, großdeutschen Gedanken mit besonderer Intensität aufgegriffen und Bremen wird in seiner ganzen Arbeitskraft dem Reich nicht nur gleichgeschaltet sein, sondern wir wollen kraft unserer Initiative einen wirtfchaftspolitischen Sturmtrupp ausbil-

Scharfe Maßnahmen gegen

England

Moskau, 22. April. Auf Veranlassung des Rates der Volkskommissare der Sowjetunion wurde gestern abend eine Verordnung erlassen, die Praktisch den gesamten britischen Handel mit Rußland lahmlegt.

Die Bestimmungen sind folgende:

1. Die Regierung der Sowjetunion verbietet sämtlichen russischen staatlichen Organisationen, in England oder m den englischen Kolonien Bestel­lungen für die Sowjetregierung tätigen.

2. Die Regierung der Sowjetunion verbietet die Charterung von Dampfern, die unter englischer Flagge sahren.

3. Die Regierung der Sowjetunion erläßt eine besondere Verordnung über den Durchgangsver­kehr der englischen Waren über Rußland.

4. Die Gesellschaft Arcos und die russische Han­delsvertretung stellen vorläufig ihre Tätigkeit ein.

5. Diese Verordnung bleibt solange in Kraft, bis die englische Regierung das Einfuhrverbot für russische Waren aufhebt.

Außerdem hat die Regierung der Sowjetunion, verfügt, daß alle Dampfer unter englischer Flagge, die russische Häfen anlaufen, doppelte Ha­fengelder zahlen müssen. Außerdem behält sich die Regierung der Sowjetunion weitere Maßnah­men gegen die britische Regierung vor, die durch ihre Maßnahmen die russische Einfuhr nach Eng­land aufdas schwerste geschädigt habe.

Mit dieser Maßnahme ist der Bruch der Han­delsbeziehungen zwischen Rußland und England vollzogen. Die sowjetrussische Regierung hat den Leiter der russischen Handelsvertretung in LoN- don, Oserski, angewiesen, sofort zur Berichterstat­tung nach Moskau zu kommen. Die Londoner russische Handelsvertretung werde außerdem ihr Personal abbauen. Es bleiben nur einige Leute, die das russische Staatseigentum bewachen sol­

len. Auch bei der Gesellschaft Arcos werden An­gestellte entlassen.

Die ansgewiekenen enMchen Angeklagten in Berlin

Berlin, 22. April. Die aus der Sowjetunion ausgewiesenen, im Moskauer Vickers-Prozeß frei­gesprochenen englischen Angeklagten Monkhouse, Nordwal, Cushney und Gregory, sind am Sonn­abend gegen 9.30 Uhr in Berlin eingetroffen. Sie sind bereits um 13.18 Uhr nach London mit der Bahn weitergereist.

Mittelstand «nd Tag der deutschen Arbett

Der 1. Mai ist der Tag des Bekenntnisses des schaffenden deutschen Volkes zur Ar­beit. Auch für den gewerblichen Mittel­stand aus Handwerk, Handel und Gewerbe ist die Teilnahme an dieser gewaltigen Kundgebung Ehrensache. Zwingende sitt­liche und wirtschaftliche Pflicht dieses Be­rufsstandes ist es, sich in dem unsere Existenz wieder aufbauenden und schützen­den Kampfbund des gewerblichen Mittel­standes endlich und vollzählig zusammen­zuschließen, um, in ihm geeint, unseren anderen Volksgenossen die ungeheuere Größe und Macht des wirtschaftlich zum Weiß­bluten geknechteten Mittelstandes zum ersten­mal öffentlich zu zeigen, um gleichzeitig ein rückhaltloses Bekenntnis zu unserem Führer und der nationalen Regierung der Arbeit abzulegen,

Die Mitglieder deS Kampfbundes haben geschlossen am 1. Mai anzutreten.

Der Kreiskampfbundführer für den Kreis Bremen

Neu hinzutretende Abonnenten erhalten die BNZ bis zum 1. Mai kostenlos

den, der für die Gesamtwirtschaft neuen Boden gewinnt. Dazu aber brauchen wir eine feste, un- ^ ^nelbare Verbindung mit dem Reich, genau wie Häi.Hurg, das zweifelsohne von gleichen Gedan­ken und gleicher Zielsetzung erfüllt ist. Selbstän--- dig allerdings muß der Sturmtruppenführer hau- dein können, weil nur er genau die Möglichkeit der Kräfteentfaltung einer Truppe kennt, muß Fühlung haben mit der Nachbartruppe und Rük- kendeckung in der Reservestellung. Ganz anders aber Wird das hier gewählte soldatische Bild, wenn ein Sturmtrupp in seiner Handlungsfrei­heit von anderen abhängig wird, wenn die erfor­derlichen Entschlüsse nur auf Umwegen eingeholt werden können, wenn besonders der grüße!« Sturmtrupp glaubt, diese oder jene Aufgabe allem von sich aus lösen zu können. Enge Füh­lungnahme ist notwendig, aber die Oberleitung muß in der Etappe liegen, die einen Gesamtüber­blick hat. und den gemeinsamen Einsatz auf ver­schiedenen Wegen erfolgreich durchführen kann.

Bremens ausdrücklicher Wunsch geht darum da­hin, daß Reichskanzler Adolf Hitler die Statt­halterschaft der drei Hansestädte übernimmt, da nur so dem Reich die beiden Nordseehäfen in ihrer selbständigen Wirksamkeit erhalten bleiben. Ham­burg sollte sich aus den gleichen Standpunkt steilem denn es kann kein Interesse daran haben, durch eine politische Verantwortlichkeit für Bremen 'n seiner eigenen Freizügigkeit behindert zu sein. Der bremische Vorschlag ist von keinem Sondermunsch diktiert, sondern von der Verpflichtung zur Volks­wirtschaft getragen. Darum hat er auch in Berlin, so bei dem Reichspräsidenten von Hnrdenburg, der in dieser Frage auf das engste mit der Reichsregie- rung zusammenarbeitet, die entsprechende Beach­tung gefunden. Diese Tatsache kann nicht über­raschen, da die Neichsregiernng durch ihr«' Bereit­schaft, die Union Lloyd Hapag wieder aufzu­lösen, gemäß der nationalsozialistischen Weltan­schauung bewiesen hat, daß sie die selbständige, »er-, antwortungsvvlle Führung in sich geschlossener und zusammengehörender Gebilde einer darüber hinaus­gehenden Bindung vorzieht. Ein Hamburgei Statthalter mit dem Sitz in Hamburg würde dio, ster Entwicklung auch bei selbstverständlich angenvm-

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