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Bildung der lmlwoalkn Front
in Sefterreich
Vor dem Ende des Vott-utz-RemMes - Starhemderg vor
dem Sturz
Men, 21. April. Am Donner-tag traten die Führer der Tiroler und -der Salzburger Heim- lvchren sowie die Landesführer von Boralberg, Oesterreich und Niederösterreich in Wien zu einer Besprechung Wer die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Heimwehrlagers zusammen, der auch ein Vertreter des Bundessührers Starhem- -erg beiwohnte Dr. Steible, der Tiroler Landesführer, hat nochmals die Notwendigkeit einer Aenderung des politischen Kursus der Heimwehr«« auseinandergesetzt. Seiner Ansicht haben sich die VanÄ-sführrr Hon Riederösterreuh, Vorarlberg und Salzburg sowie der Oberste Landessührer Weninger angeschlossen. Die Gegensätze zwischen Stridle und Starhemberg haben sich nun so verschärft, daß Cteidle über den Kopf Starhembergs hinweg eine Bundesführersitzung auf Freitag nach Wien einberief in der die Meinungsverschiedenheiten geklärt werden sollten.
Diese Sitzung beginnt am Freitag vormittag.
Als Starhemberg von dieser Sitzung erfuhr, ersuchte er den Bundeskanzler, einzuschreiten. Dies wurde ihm auch zugestanden.
Starhemberg ließ darauf die oppositionellen Landesführer wissen, daß er sie ihres Amtes entheben würde, wenn sie weiterhin Schwierigkeiten »nachten. Bundeskanzler Dollsuß soll Dr. Steidle gedroht haben, daß er ihn seines Amtes als Sicherheitskommissar des Landes Tirol entheben werde. Am Nachmittag wurden die Verhandlungen der Bundesführer fortgesetzt Die Führer standen sichtlich unter dem Eindruck der Tatsache, daß die Führertagung der steirischen Heimwehren die Vorschläge der Landesleitung über eine Zusammenarbeit nlit den Nationalsozialisten einstimmig gebilligt hatten. Bemerkenswert ist däe Stellung des der Hermwehr angehörenden Handelsmmisters Fakoncig, der mit seinem Rücktritt gedroht hat, falls den Wünschen der Opposition nicht Rechnung getragen werde.
Die Opposition verlangt eine Klärung des Verhältnisses zur NSDAP, sowie eine schärfere Tonart gegenüber den Sozialdemokraten. Auch die Forderung nach Wiedervereinigung, mit dem steirischen Heimatschutz wird scharf vertreten. Als Wortführer der Opposition gilt der Salzburger Landessührer Hil'ber, der sich vor kurzem für die Schaffung einer nationalen Front in Oesterreich, auch gegen den Willen Starhembergs, ausgesprochen hat. Unter diesen Umständen erscheint die Stellung Starhembergs sehr geschwächt. Die Beratungen dürften erst in den Morgenstunden zu Ende gehen.
Enaer AnsannnenMlntz zwischen Stete. Heimatschutz uad KSVAV
Wien, 22. April. Nach einer Reihe von fruchtlosen Versuchen, ist es unter dem Eindruck der nationalen Revolution im Reich gelungen, auch in Oesterreich die Schaffung einer einheitlichen nationalen Front anzubahnen. Als solche ist der enge Zusammenschluß zwischen Steierischem Heimatschutz, dem kräftigsten Teil der Heimwehrbewegung in Oesterreich, «nd der NSDAP aufzufassen, der nunmehr erfolgt istst.
Dieser Beschluß macht sich schon jetzt in den Gleichschaltungsbestrsbungen in der übrigen Heim- wehrbswegung bemerkbar und verspricht für die künftige Politik von größter Bedeutung zu sein. Die Landespressestelle der NSDAP und des
Deutsch-Oesterreichischsn (Steierischen) Heimatschutzes veröffentlichen das zwischen den beiden Bewegungen abgeschlossene Abkommen, das aus Liezen (Striermark) vom 22. April datiert ist und die Unterschriften des Landesleiters der NSDAP. Oesterreich, Alfred Proksch, des Führers der SA- Gruppe Oesterreich, Hermann Reschny, sowie des Führers des Deutschösterreichischen (Steierischen) Heimatschutzes, Konstantin Kammerhofer, und des Kommandanten des Deutsch-Oesterreichischen Heimat-schutzes, Oberst Polten, trägt.
Als erster Punkt der Grundlagen dieser Kampfgemeinschaft ist festgesetzt: „Unter voller Wahrung seiner organisatorischen Selbständigkeit bekennt sich der Deutsch-Oesterreichische Heimatschutz zu Adolf Hitler als dem Führer der deutschen Nation."
Aus den weiteren Punkten des Abkommens geht hervor, daß ein Unterstellungsverhältnis nicht besteht, für beide Teile jedoch als Pflicht, enge und reibungslose Zusammenarbeit festgesetzt ist. Zur Herstellung der völligen Uebereinstimmung in den Wshrfragen werden in die Stäbe wechselseitig
Moskau antwortet:
ständige Vertreter entsendet und auch die taktische Gliederung in Uebereinstimmung gebracht Der Deutsch-Oesterreichische Heimatschutz nimmt zur Unterscheidung von anderen ähnlich benannten Verbänden in seinen Verbands- und Kampfabzeichen am Stahlhelm das Hakenkreuz an. Die Weisungen zur Herstellung der völligen Uebereinstimmung in der Beurteilung politischer Fragen werden von den lokalen Führern ausgegeben. Als nächstes Kampfziel wird die Schaffung einer starken Regievung der nationalen Konzentration bezeichnet, als Voraussetzung hierfür die Auslösung des gegenwärtigen Nationalrates und die unverzügliche Ausschreibung von Neuwahlen.
Duvh dieses Abkommen ist endlich die Bildung der großen nationalen Front in Oesterreich gelungen. Die Stellung Starhembergs ist so erschüttert, daß sein Rücktritt unvermeidlich ist. Damit hat die Regierung Dollsuß in den Heimwehren ihre stärkste Stütze verloren und wird nicht mehr in -der Lage sein, ihre für Oesterreich und Deutschland verhängnisvolle Politik länger fortzusetzen.
A-ols Hitler und Vremen
Die Frage der Statthalterschaft geht, soweit sie die Hansestädte betrifft, ihrer Entscheidung entgegen, wobei man an zuständiger Stelle offensichtlich bemüht ist, eine gerechte und dauerhafte! Lösung zu finden. In der gestrigen Kabinettssitzung hat man sich mit diesem Probiern nicht befaßt, sondern seine Behandlung auf Dienstag vertagt. Wir benutzen daher noch einmal die Gelegenheit, die Meinung der bremischen Bevölkerung in ihren Grundzügen zum Ausdruck zu bringen, umso mehr, als in einigen auswärtigen Blättern mißverständliche Betrachtungen zu finden sind, die von falschen Voraussetzungen ausgehen.
Für uns Nationalsozialisten überraschend- schnell hat Bremen in seiner Arbeiterschaft und in seinen Wirtschaftskreisen eine positive Einstellung zur neuen bremischen Regierung und auch zur Reichsregierung gefunden. Dieser Vorgang findet seine Erklärung in der Tatsache, daß Bremen bei aller seiner Eigenart und bei der aus eigener Kraft geschaffenen Position unmittelbar im Reich wurzelt und von dessen Kräftigung und Stärke die bessere Erfüllung seines Sonderauftrages im Interesse der Gesamtwirtschaft erwartet. Die neu-s bremische Regierung hat diesen, man darf sagen, großdeutschen Gedanken mit besonderer Intensität aufgegriffen und Bremen wird in seiner ganzen Arbeitskraft dem Reich nicht nur gleichgeschaltet sein, sondern wir wollen kraft unserer Initiative einen wirtfchaftspolitischen Sturmtrupp ausbil-
Scharfe Maßnahmen gegen
England
Moskau, 22. April. Auf Veranlassung des Rates der Volkskommissare der Sowjetunion wurde gestern abend eine Verordnung erlassen, die Praktisch den gesamten britischen Handel mit Rußland lahmlegt.
Die Bestimmungen sind folgende:
1. Die Regierung der Sowjetunion verbietet sämtlichen russischen staatlichen Organisationen, in England oder m den englischen Kolonien Bestellungen für die Sowjetregierung tätigen.
2. Die Regierung der Sowjetunion verbietet die Charterung von Dampfern, die unter englischer Flagge sahren.
3. Die Regierung der Sowjetunion erläßt eine besondere Verordnung über den Durchgangsverkehr der englischen Waren über Rußland.
4. Die Gesellschaft Arcos und die russische Handelsvertretung stellen vorläufig ihre Tätigkeit ein.
5. Diese Verordnung bleibt solange in Kraft, bis die englische Regierung das Einfuhrverbot für russische Waren aufhebt.
Außerdem hat die Regierung der Sowjetunion, verfügt, daß alle Dampfer unter englischer Flagge, die russische Häfen anlaufen, doppelte Hafengelder zahlen müssen. Außerdem behält sich die Regierung der Sowjetunion weitere Maßnahmen gegen die britische Regierung vor, die durch ihre Maßnahmen die russische Einfuhr nach England aufdas schwerste geschädigt habe.
Mit dieser Maßnahme ist der Bruch der Handelsbeziehungen zwischen Rußland und England vollzogen. Die sowjetrussische Regierung hat den Leiter der russischen Handelsvertretung in LoN- don, Oserski, angewiesen, sofort zur Berichterstattung nach Moskau zu kommen. Die Londoner russische Handelsvertretung werde außerdem ihr Personal abbauen. Es bleiben nur einige Leute, die das russische Staatseigentum bewachen sol
len. Auch bei der Gesellschaft Arcos werden Angestellte entlassen.
Die ansgewiekenen enMchen Angeklagten in Berlin
Berlin, 22. April. Die aus der Sowjetunion ausgewiesenen, im Moskauer Vickers-Prozeß freigesprochenen englischen Angeklagten Monkhouse, Nordwal, Cushney und Gregory, sind am Sonnabend gegen 9.30 Uhr in Berlin eingetroffen. Sie sind bereits um 13.18 Uhr nach London mit der Bahn weitergereist.
Mittelstand «nd Tag der deutschen Arbett
Der 1. Mai ist der Tag des Bekenntnisses des schaffenden deutschen Volkes zur Arbeit. Auch für den gewerblichen Mittelstand aus Handwerk, Handel und Gewerbe ist die Teilnahme an dieser gewaltigen Kundgebung Ehrensache. Zwingende sittliche und wirtschaftliche Pflicht dieses Berufsstandes ist es, sich in dem unsere Existenz wieder aufbauenden und schützenden Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes endlich und vollzählig zusammenzuschließen, um, in ihm geeint, unseren anderen Volksgenossen die ungeheuere Größe und Macht des wirtschaftlich zum Weißbluten geknechteten Mittelstandes zum erstenmal öffentlich zu zeigen, um gleichzeitig ein rückhaltloses Bekenntnis zu unserem Führer und der nationalen Regierung der Arbeit abzulegen,
Die Mitglieder deS Kampfbundes haben geschlossen am 1. Mai anzutreten.
Der Kreiskampfbundführer für den Kreis Bremen
Neu hinzutretende Abonnenten erhalten die BNZ bis zum 1. Mai kostenlos
den, der für die Gesamtwirtschaft neuen Boden gewinnt. Dazu aber brauchen wir eine feste, un- ^ ^nelbare Verbindung mit dem Reich, genau wie Häi.Hurg, das zweifelsohne von gleichen Gedanken und gleicher Zielsetzung erfüllt ist. Selbstän--- dig allerdings muß der Sturmtruppenführer hau- dein können, weil nur er genau die Möglichkeit der Kräfteentfaltung einer Truppe kennt, muß Fühlung haben mit der Nachbartruppe und Rük- kendeckung in der Reservestellung. Ganz anders aber Wird das hier gewählte soldatische Bild, wenn ein Sturmtrupp in seiner Handlungsfreiheit von anderen abhängig wird, wenn die erforderlichen Entschlüsse nur auf Umwegen eingeholt werden können, wenn besonders der grüße!« Sturmtrupp glaubt, diese oder jene Aufgabe allem von sich aus lösen zu können. Enge Fühlungnahme ist notwendig, aber die Oberleitung muß in der Etappe liegen, die einen Gesamtüberblick hat. und den gemeinsamen Einsatz auf verschiedenen Wegen erfolgreich durchführen kann.
Bremens ausdrücklicher Wunsch geht darum dahin, daß Reichskanzler Adolf Hitler die Statthalterschaft der drei Hansestädte übernimmt, da nur so dem Reich die beiden Nordseehäfen in ihrer selbständigen Wirksamkeit erhalten bleiben. Hamburg sollte sich aus den gleichen Standpunkt steilem denn es kann kein Interesse daran haben, durch eine politische Verantwortlichkeit für Bremen 'n seiner eigenen Freizügigkeit behindert zu sein. Der bremische Vorschlag ist von keinem Sondermunsch diktiert, sondern von der Verpflichtung zur Volkswirtschaft getragen. Darum hat er auch in Berlin, so bei dem Reichspräsidenten von Hnrdenburg, der in dieser Frage auf das engste mit der Reichsregie- rung zusammenarbeitet, die entsprechende Beachtung gefunden. Diese Tatsache kann nicht überraschen, da die Neichsregiernng durch ihr«' Bereitschaft, die Union Lloyd — Hapag wieder aufzulösen, gemäß der nationalsozialistischen Weltanschauung bewiesen hat, daß sie die selbständige, »er-, antwortungsvvlle Führung in sich geschlossener und zusammengehörender Gebilde einer darüber hinausgehenden Bindung vorzieht. Ein Hamburgei Statthalter mit dem Sitz in Hamburg würde dio, ster Entwicklung auch bei selbstverständlich angenvm-
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