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Parteiamtliches Organ der Bremer Nationalsozialisten
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Amtliche Hetze polnischer Regierungsstellen gegen VenlWnn-
«We deuMIeindliÄe Ausschreitungen in Volen
Warschau» 1V. April. Die beabsichtigten Folgen der seit mehreren Tagen besonders von der Regierungsprefse und vom West- markenverein betriebenen Hetze waren deutschfeindliche Kundgebungen» die am Sontag u. a. auch in Lodz stattfanden und große Ausmaße annahmen. Da nur Meldungen der polnischen Presse vorliegen, find die Vorgänge im einzelnen nicht bekannt. Zunächst zogen die Demonstranten vor das deutsche Konsulat und beschädigten mit Steinwürsen das deutsche Hoheitsabzeichen. Ferner überfielen die Demonstranten die Redaktionen der „Deutschen Freien Presse" und des „Lodzer Volkstages" sowie oas deutsche Gymnasium. Da die Polizei garnicht oder nur in ungenügender Zahl vorhanden war, wurden die Einrichtungen in den Redaktionen und im Gymnasium vollständig zerstört sowie sämtliche Fensterscheiben zerschlagen. Die deutschen Schriften und Bücher wurden auf einen Hausen geworfen und angezündet. Aus allen Zeitungsständen wurden sämtliche deutschen Blätter und Schriften entfernt und öffentlich vernichtet. Sogar einzelnen Personen wurden in Cafes und Restaurants die deutschen Rätter aus den Händen gerissen und vernichtet. U. a. wurden auch die deutschen Buchhandlungen in Lodz Ruppert und Erdmann gestürmt und völlig zerstört.
Für Montag sind in Warschau deutschfeindliche Kundgebungen angesagt worden.
Aus Oppeln wird gemeldet, daß der Verband der Polen in Deutsch-OLerschlesten an den Generalsekretär des Völkerbundes ein Telegramm gerichtet, in dem in Anbetracht der „Polenverfolgungen" im Reich unverzüglich um die Einberufung einer außerordentlichen Tagung des Völkerbundsrates gebeten wird.
Es hat allen Anschein, daß die polnisä Regierung die Boykottaktion gegen Deutft land nunmehr in die eigene Hand genor men hat. Dis beweisen die immer den licher werdenden und haßerfüllten Boykol aufrufe der Regierungspresse des Westma kern -' eins und anderer Organisationen, d sämtlich unter dem Einfluß und der Fü rung der Regierungskreise stehen. Die Ausrufe sind Dokumente eines bis zur Glu Hitze aufgepeitschten Massenwahns. Dana seien in Deutschland die ganze polnisü Presse vernichtet, die polnischen Schulen g schlössen und die polnischen Arbeiter auf d Ttraße geworfen. Polnische Staatsbürg würden gemordet und in die Gefängnisse g sperrt. Alsdann wird die gesamte Dessen lichkeit „zum Bohkott des Feindes" aufg fordert.
Kriegsdrohungen ses« Deutschland
Kattowitz, 10. April. Am Sonnt änstaltete der Westmarkenverein in Witz eine von langer Land "
Äschen Organisationen aus der g Wojwodschast Schlesien zusammen worden. Die Redner ergingen sich. l anders zu erwarten war, in wüst schimpfungen gegen das Deutschte wußten auch von Greueltaten gege sche Staatsangehörige in Deutschlav
richten. Polen würde, falls man es in einen Krieg hineinziehen wollte, sofort zu den Waffen greisen und nicht eher ruhen, bis alle Gebiete, in denen Polen wohnten, dem polnischen Staat einverleibt wären. Die polnische Bevölkerung müßte alle deutschen Waren, Zeitungen und Firmen boykottie- ren. Zum Schluß wurden die polnischen Behörden dringend gebeten, beim Völkerbund Beschwerde einzureichen wegen der „brutalen Behandlung der Polen m Deutschland."
Aehnliche Protestversammlungen fanden auch in anderen Ortschaften Ostoberschlesiens statt, so u. a. in Tarnowitz und Knurrow. Hier forderten die Redner besonders zum
Kampf gegen die deutschen Minderheits- schulen auf.
Deutsche Proteste in Warschau und in Lodz
Berlin, 10. April. Wie verlautet, hat der deutsche Konsul in Lodz noch am Sonntag gegen die deutschfeindlichen Ausschreitungen Protest eingelegt. Außerdem hat der deutsche Gesandte in Warschau den Auftrag erhallen, gegen die VerleHuneg der deutschen Hoheitsabzeichen schärfsten Widerspruch zu erheben und die Bestrafung der Schuldigen und Schutz für die deutschen Abzeichen zu verlangen.
Die irationafforialiiten erhalten absolute Mehrheit auch im Preußischen Staatsrat
Die Erössnuugssitzuug der Vrstunzias-Laudtage
Berlin, 10. April. In ganz Preußen fand am Montag die feierliche Eröffnung der neuen Pro- Vinzial-Landtage statt. In diesen Sitzungen wurden zum großen Teil die Mitglieder für den preußischen Staatsrat gewählt. In Ostpreußen wurden gewählt: fünf Nationalsozialisten. Gauleiter Pg. Erich Koch wurde zum Präsidenten des Provinzial-Landtages gewählt. Die Vertreter im Staatsrat aus Oberschlesien setzen sich zusammen aus zwei Mitgliedern -er NSDAP und einem Mitglied des Zentrums. Zum Präsidenten des oberschlesischen Provinzial-Landtages wurde der Nationalsozialist Pg. Klings-Halbendorf gewählt. Die Wahl für den preußischen Staatsrat in der Sitzung des Provinzial-Landtages von Niederschlesien brachte folgendes Ergebnis: vier Mitglieder der NSDAP, ein Mitglied des Zentrums und ein Mitglied der SPD. Die Eröffnung wurde durch den neuen Oberpräsidenten Pg. Brückner vorgenommen. Der neu gebildete Provinzial-Landtag von Pommern wählte vier Staatsratsmitglieder und zwar drei Nationalsozialisten und ein Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei. R-echtsanwalt Dr. Graf von der Goltz wurde zum ersten Präsidenten gewählt. Graf von der Goltz gehört der NSDAP an. Der Brandenburg i sche Provinzial - Landtag wählte drei Mitglieder der NSDAP und se ein Mitglied der Deutschnationalen und der SPD in den preußischen Staatsrat. Zum Vorsitzenden wurde der Nationalsozialist Wendi-Zernitz (Ost- priegnitz) gewählt. Berlin wählte insgesamt acht Mitglieder für den preußischen Staatsrat und zwar fünf Nationalsozialisten, einen Deutschnationalen und zwei Soziäldemokraten. Der neue H an- noversche Provinzial-Landtag entsendet fünf Nationalsozialisten und einen Soziäldemokraten in den preußischen Staatsrat. Auch in Hohen- zollern wurde am Montag die Wahl für den Staatsrat vorgenommen. Es wurde em Nationalsozialist gewählt. Zum Vorsitzenden der Hohen- zollernschen Kommunalverwaltung wurde der Nationalsozialist Maier-Betra gewählt. Als Vertreter der Provinz Grenzmark Posen- Westpeußen wählte der Provinzial-Landtag zwei Nationalsozialisten und ein Mitglied des Zentrums für den preußischen Staatsrat. Der Provinzial-Landtag der Provinz Hessen- Nassau, der zum Vorsitzenden den Nationalsozialisten Dr. Burghard wählte, wird erst am Dienstag dir Wahl der Staatsratsmitgliedex vor
nehmen. Auch der neugewählte rheinische Provinzial-Landtag nimmt am Dienstag die Wahl der Staatsratsmitglieder vor. Zum Vorsitzenden wurde Gauleiter Simon (NSDAP) gewählt.
Der Provinzial-Landtag von Sachsen wählte ebenfalls die Vertreter zum preußischen Staatsrat. Es wurden insgesamt sieben Mitglieder gewählt, und zwar vier Nationalsozialisten, ein Deutschnationaler und zwei Soziäldemokraten. Der Westfälische Provinzial-Landtag wählte am Montag gleichfalls die Mitglieder zum Staatsrat. Hier entfielen auf die NSDAP sechs Sitze, auf das Zentrum drei Sitze und auf die Soziäldemokraten ein Sitz. Die Wahlen zum preußischen Staatsrat des Schleswig-Holsteinischen Provinzial - Landtages brachten die Wahl von drei Nationalsozialisten.
Für einen nene« Anwslts- ftand
Berlin, 10. April. Die Reichsregierung hat mit dem heutigen Tage ein Gesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft erlassen, durch das die Zulassung von Rechtsanwälten, die im Sinne des Gesetzes über das Berussbeamtentüm vom 7. April nicht-arischer Abstammung sind, bis zum 30. September 1033 zurückgenommen werden kann. Auch hierfür gelten jedoch die Ausnahmen, näm- , lich Zulassung vor dem 1. August 1914 oder Teilnahme am Weltkriege. Weiter kann die Zulassung bei Personen nicht-arischer Abstammung versagt werden, auch wenn die in der Rechtsanwaltsordnung hierfür vorgesehenen Gründe nicht vorliegen. Personen, die sich im kommunistischen Sinne be- tätigt haben, werden ausgeschlossen. Bis znr endgültigen Entscheidung über die Zulassung kann ein Vertretungsverbot erlassen werden. Die Zurücknahme der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft gilt als wichtiger Grund zur Kündigung der von dem Rechtsanwalt abgeschlossenen Dienstvertrage.
Durch das neue Gesetz find, wie von zuständiger Stelle noch mitgeteilt wird, die in letzter Zeit er- gangenen weiteren Maßnahmen, die nur vorläufigen Charakter hatten, überholt und gegenstandslos geworden. Das Notariat ist bekanntlich in den einzelnen Ländern verschieden geregelt. Soweit die Notare Beamte find, fallen sie unter das Berufsbeamtengesetz, im übrigen unter die Landes- gesetzgebuiH,
Die Frau w- der Staat
Von Benito Mussolini
(Nachdruck auch auszugsweise verboten)
Ich werde oft gefragt, ob die Frau sich zur Teilnahme am politischen Leben eignet, und ob sie imstande ist, die gleiche Qualifikation zu erreichen, wie der Mann sie gewöhnlich auf diesem Gebiete erlangt. Zunächst will ich hier eine Darstellung der bisherigen Entwicklung geben. In England bekleiden Frauen Gemeinde- und Regie-- rungsämter. Wir haben Gelegenheit gehabt, uns über ihre Tätigkeit im Parlament ein Urteil zu bilden und die aktive Mitarbeit z. B. Miß Margaret Benfields, die Arbeitsminister im zweiten Kabinett Mac- Donalds war, in vollem Maße anzuerkennen.
Die Eroberung des öffentlichen Lebens durch die Frau hat in den Vereinigten Staaten größere Ausmaße angenommen, als in irgendeinem anderen Lande. Frauen sind sogar als Kandidatinnen für wichtige öffentliche Aemter ausgetreten. Einige dieser Vor- kämpserinnen haben die Stellung eines Staatsgouvernenrs erlangt, andere sind in den Kongreß gewählt worden. Präsident Roosevelt hat eine Frau, Miß Frances Perkins, zum Mitglied seines Kabinetts äls Staatssekretärin für Arbeit ernannt.
Es hat etwas mehr als zehn Jähre gedauert, diesen ganzen Weg zurückzulegen, da bis dahin die Frau keinen offiziellen Anspruch aus Gleichberechtigung und noch viel weniger auf höchste politische Gewalt erhoben hatte. Als England und Amerika den Frauen das Stimmrecht verliehen, hatte dieses Recht in anderen Ländern schon lange bestanden.
Es ist schwer vorauszusehen, ob es einigen der Frauen, die öffentliche Posten bekleiden, in Zukunft gelingen wird, in der Politik einen Ruf zu erlangen, wie ihn der Mann sich schon lange erworben hat^ und wie ihn allerdings auch Königinnen und Kaiserinnen hatten. Bis jetzt hat man jedoch noch nie von irgendeiner Frau gehört, der es gelungen wäre, einem Zweig der politischen Tätigkeit ein neues, eigenartiges Gepräge zu geben.
Man darf nicht vergessen, daß, wenn die Wähler ihre Stimmen einer Frau geben, sie von denselben Gefühlen geleistet werden, die leicht die Mentalität der Masse beeinflussen. Niemand hat uns je bewiesen, daß die Demokratie den rechten Mann an die rechte Stelle zur erfolgreichen Regierung ! einer Gemeinschaft zu setzen weiß. Im Gegenteil liegt hier eine ihrer charakteristischsten und grundlegendsten Schwächen. Und wenn die Demokratie in der Wahl ihrer besten männlichen Repräsentanten nicht immer gut beraten ist, so können wir logischerweise folgern, daß das gleiche bei der Wahl weiblicher Kandidaten zutrifft.
Wir haben noch keine Veränderung in der Politik der Regierungen Großbritanniens oder der Vereinigten Staaten bemerkt, seit die Frauen das Wahlrecht erhielten. Man hatte erwartet, daß sich der Einfluß der Frau besonders auf dem Gebiet sozialer Gesetzgebung sehr stark auswirken und sich unter anderem auch in der Frage der Aufrechterhaltung der Prohibition in den Ver- , einigten Staaten geltend machen würde.
Wir haben im Gegenteil gesehen, daß ! dieser Einfluß noch Hinter den Prophezeiungen zurückstand und in einigen Fällen sogar absolut negativ war, so daß die Vereinigten Staaten ihre verzweifelt verteidigten Positionen aufgegeben haben und im Begriffe sind, wieder zu dem „nassen" Re- ! gime zurückzukehren.
l Da ich nicht LN den Verehrern des aA