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Parteiamtliches Organ der
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Vor neue« Ausgabe« und Fielen
>en Wochen hat sich . ksfmÜichLHt.Hrran gewöhnt, fast täg- durch MaMaymen der Reich sregierung rwscht W werden und doch hat das )Hen nngMndigtd Gesetz üb-er die Reichs- vtthalter MVn gänz besonderen tiefen Ein- ruck hinterlassen, da es einmal — wie eine bisherige Maßnahme — die politische Machtstellung unseres Führers Adolf Hitler ßennKejchnet und -um anderen gleichzeitig «war in seiner Bedeutzmg erkannt, in seiner Auswirkung aber falsch eingeschätzt wird Und darum auch bei allem guten Willen besorgte Betrachtungen auslöst. Das gilt sticht nur für Bremen, das mancher schon an Hamburg ausgeliefert glaubt, sondern für viele dn kleineren Staaten, die nicht Über die zwei Millionen Einwohner Verzügen, um sich einen eigenen Statthalter tzu sichern.
Die Befürchtungen, die hier und da laut werden und die zwischen den Zeilen gewisser Zeitungen zu lesen sind, sie stammen alle noch aus einer geistigen Einstellung, aus der der Ueinstaaten-Parlamentarismus »uit allen seinen Eifersüchteleien möglich war, der den Reichsgedanken zusehends gefährdete — man erinnere sich nur an die Bayernpolitik und an die Herren Braun- Cevering — und der, jetzt ausgerottet ist. Deute denkt man nicht über die verschiedenen Berwaltungsapparate in die zu besteuernde Bevölkerung hinein, sondern denkt von: Volk, vom deuschen Menschen zum CtaaD Zum Reich. Dieser Gedanke, soll er dereinst lebendige Wirklichkeit sein, kann selbstverständlich nicht in Vereinen undVer- lüinden totdiskutiSrt werden wie bisher. Er rauh nach seiner staatsrechtlichen Prägung, und dazu gehören die Statthalter, die selbst- verständliche Voraussetzung für alle poli- usche Willens-- und Urteilsbildung sein. Wirtschaftliche Vorteile und politische Zu- inindigkeitssorgen waren bisher das Lebenselement der Parteibonzokratie. Von dem Gehalt eines Staates, feinen Aufgaben und seiner Zielsetzung als Staat hatte man nur eure blasse Vorstellung- die obendrein negiert wurde. Das aber ist das Primäre Mer Politik, die nicht Selbstzweck sein will. Diese Begriffe lassen sich nicht verordnen, loudern sie müssen geweckt, gefördert und entwickelt werden, vorgelegt werden durch eure absolut autoritäre, man kann sagen souveräne SLaatsführung die aus der Geschichte kommend, selbst Geschichte in sich "Wt darum solche gestaltet.
Die alten Kämpfer der Bewegung, die neugewonnenen Freunde, sie alle müssen wieder lernen, daß Politik sich nicht mit ^erwaltung, mit Wirtschaftsveformen und «rchem erschöpft, daß Politik sich auch ucht mit Schlagworten erklären läßt, son- ern. bei aller subjektiven Persönlichkeits- )^nng verantwortlicher Staatsmänner die chektwe, einmalige Erkenntnis von der N^nräßig bedingten Sendung und damit in^bndung eines Volkes ist, um deren Ev- imiung Widerstände beseitigt oder um- werden müssen. Nicht diese Widev- l'uoe, die wir aus dem täglichen Leben
kennen, sondern die Sendung, die geschichtliche Ausgaste einer Nation ist das Wesen aller schöpferischen Politik.
Damit glauben wir auch den Sinn und die Aufgabe der Reichsstatthalter erkannt zu haben, die nicht, wie man fälschlicherweise befürchtet, nunmehr in den einzelnen Ländern und Stadtstaaten nach Gesichtspunkten des Reiches zu verwalten beginnen, sondern die als politische Willensträger der neuen Staatssührung die weltanschaulichen Voraussetzungen garantieren sollen, die zur charakterlichen. und damit auch politischen und wirtschaftlichen Neugestaltung des Reiches notwendig sind. Aehnlich lauten darum auch unsere Informationen, die wir zu dieser Frage eingeholt haben und die besagen. daß die Einrichtung der Statthalter selbst kerne so dauernde und grundsätzliche sei und daß Bremen keinerlei Sorgen zu haben braucht, daß es seinen Sonderauftrag im Rahmen der deutschen Volkswirtschaft nicht so auszuführen vermag, wie es bremische Initiative und Tradition auszuführen gewillt ist. Es scheint uns auch doch keineswegs bestimmt, daß die freien Hansestädte einen Statthalter bekommen. Die Möglichkeit der Verbindung Oldenburg-Bremen scheint noch durchaus gegeben und wäre vielleicht einer solchen Hamburg-Bremen vorzuziehen, wenn wir auch — um das noch einmal zu betonen — eine grundsätzlich andere innere Einstellung zu den Aufgaben. des Statthalters haben, als sie vielleicht im Augenblick in manchen bremischen Wirtschaftskreisen zu verzeichnen ist.
Wir haben von jeher in unserer Zeitung den Standpunkt vertreten, daß alle noch so klugen Wirtschaftsreformen dem bremischen Handel und seiner Schiffahrt nichts helfen können, solange nicht ein großes, politisch starkes und darum dann auch wirtschaftlich gilt fundiertes Reich hinter Bremen steht. An diesem Ziel, das heute von den weitesten Bolkskreisen als richtig erkannt worden ist, kann aber Bremen nur mitarbeiten, wenn
es zusammen, mit dem Statthalter, ganz gleich wer. es ist und wo er seinen Sitz hat, an der geistigen und seelischen Vorbereitung für dieses neue kraftvolle Reich mitarbeitet.
Dazu gehört auch ein lebendiger Staats- organismus, den wir in Bremen mit Hilfe des Parlamentären Systems endgültig verloren hatten. Da die Reichssührung, der kommende Statthalter und der jetzige Bremer Senat ihre Gedanken und Pläne aus einer weltanschaulichen Krastqrvelle schöpfen, nehmen wir auch an, daß die vorn Senat vorbereitete Verwaltungsreform mit dem Kennwort: Zurück zu Verantwortung und Sauberkeit vom Statthalter ohne weiteres übernommen wird, wobei es überhaupt dahingestellt sein mag, ob und wieweit ein solcher Statthalter und Hoheitsträger des Reiches gewillt und befugt sein wird, in Einzelheiten der Länderverwaltung einzugreifen. Wir dürfen in diesem Zusammenhang daran erinnern, daß Reichskanzler Adolf Hitler in seiner ersten Rede vor dem Reichsrat Anfang Februar sich ausdrücklich dazu bekannte, daß er die Werke und Traditionen nicht nur auf dem Gebiete der Kultur oder der Wirtschaft, sondern auch auf dem Gebiete unseres staatlichen Lebens und unserer staatlichen Entwicklung zu erhalten wünscht. Er sagt ausdrücklich in dieser Rede, daß er nicht zu reglementieren und zu zentralisieren wünscht was man kann, sondern daß nur das einheitlich gemacht werden muß, was unbedingt erforderlich ist. Das aber ist die politische Willensbildung, die geistige Grundhaltung, die seelische Gleichschaltung der ganzen Nation. Hieran mitzuarbeiten wird die stolze Aufgabe eines jeden verantwortungsvollen Bremers sein, der überhaupt sich zur neuen Regierung, d. h. zu dem starker; und gesunden Staat bekennt.
Wenn wir in der Ueberschrift von Bremen und der Reichsreform sprechen, so meinen wir damit die oben gekennzeichnete geistige Bereitschaft zur Mitarbeit und denken noch nicht an ihre verwaltungsmäßige Ausgestaltung.
Wir möchten aber doch noch auf ein weiteres hinweisen. Bedingt durch die fehlende Gemeinsamkeit im politischen und
wirtschaftlichen Denken hatten sich die natürlichen Gegensätze zwischen Bremen und Hamburg unnötig gesteigert, eine Tatsache, die man zwar offiziell kaum zugab, in der Öffentlichkeit aber immer wieder feststellen konnte. Darum begrüßen wir es gantz besonders, daß sich die drei regierenden Bürgermeister von Bremen, Hamburg und Lübeck vor einigen Tagen mit ihren Stäben in Hamburg zu einer Besprechung getroffen haben, über die wir schon kurz berichteten. Durch die Staatliche Pressestelle Ham Kur g erfahren wir nähere Einzelheiten, die alle von einer erfreulichen Einmütigkeit z. B. auch in den Fragen der Arbeitsbeschaffung in der Selbständigkeit der Hansestädte und in dem Wiederaufbau der Schiffahrt zeugen. Die drei Bürgermeister waren, wie wir aus dieser Quelle hören, der Auffassung, daß in allen gemeinsamen Fragen künftig eine bedeutend engere Zusammenarbeit erfolgen müsse, als bisher und daß keine der drei Städte eine Aktion unternimmt, ohne die andere davon zu verständigen. Des weiteren scheint uns die Mitteilung von Bedeutung, daß der Bremer Senatspräsi-- dent Dr. Martert von den Bremer Schifffahrtsverbünden in den nächsten TagenV-or- schläge bekommen wird, in welcher Weise sich der Wiederaufbau der Schiffahrt ermöglichen läßt. Das gleiche wird in Hamburg und Lübeck durchgeführt. Die Erfahrungen sollen dann gegenseitig ausgetauscht, unnötige Rivalitäten ausgeschaltet werden und die Präsidenten der Senate werden eine Aufteilung der Interessen vornehmen. Auch diese Mitteilungen der Hamburger Staatlichen Pressestelle erscheinen uns geeignet, noch evtl. Bedenken bei der Frage der Statthalterschaft nunmehr endgültig beiseite zu räumen.
Die Zeit ist vorbei, in der jeder Berufsstand, jedes Parlament und jeder Minister auf Kosten der Allgemeinheit Sonderbo- strebungen nachging. Adolf Hitler gab uns einen neuen Staat mit der ihm eigenen Zielsetzung und nun haben wir eine große gemeinsame Idee, eine gemeinsame Aufgabe, an der wir arbeiten und schassen werden und deren Vollendung ein gemein-, sames Volk in einem Reiche bedeutet'.
—art.
KW WT Marm höre« -m Föhree
Berlin, 8. April. Auf dem großen SA -Appell am Sonnabend abend begrüßte vom Berliner Sportpalast aus, von dem Adolf Hitler das Wort all die SA. und SS. ganz Deutschlands und Deutsch-Oesterreichs richtete, zunächst Dr. Goebbels die zu dem Appell Angetretenen. Er führte u. a. aus, daß die deutsche Revolution sich mit einer beispiellosen Disziplin vollzogen habe. Der Reichskanzler habe die SA. und SS. antreten lassen, um ihnen den Dank auszusprechen für ihre disziplinierte Haltung.
Ueber eine halbe Million SA.- und SS.-Leüte in Deutschland und Deutsch-Oesterreich würden den Reichskanzler hören. Im Sportpalast seien allein etwa 20000 Mann angetreten, in zwei Berliner Parallelversammlungen mindestens noch einmal die gleiche Anzahl.
Der einfache SA.-Mann hat stets ohne Murren,
aber auch ohne falsches Pathos, seinen Dienst getan. Der SA.-Mann hat an Adolf Hitler geglaubt und ist ihm bedingungslos auf dem Wege gefolgt, den er als Führer für richtig hielt.
Stabschef Rühm meldete hierauf dem inzwischen erschienenen Führer, daß die SA. und SS. angetreten seien, um den Appell des Führers entgegenzunehmen.
Der M-rer
Adolf Hitler nahm darauf das Wort:
Die große Zeit ist jetzt angebrochen, auf die wir 14 Jahre lang gehofft haben. Deutschland ist nun erwacht. Es ist alles das eingetroffen, was wir in diesen 14 Jahren ahnend und sehend prophezeit hatten.
Nicht durch ein Geschenk der Umwelt «nd die
Gnade unserer Gegner, sondern durch die eigene Kraft.
Es ist wunderbar, den Weg sich noch. einmal zu vergegenwärtigen, den diese Bewegung zurück« gelegt hat, bis in diese Wirklichkeit von heute.
Es ist auch manchesmal notwendig, sich dieses Weges zu erinnern, damit man aus ihm heraus sicher den Weg der Zukunft erkennt.
Es gibt keine Idee, die in sich allein schon die Sicherheit der Verwirklichung besitzt.
Wenn das eintreten soll, dann mutz eine solche Idee aus dem Bereich des großen Sehens, Schauens und der Gedanken nunmehr hineinge» tragen werden in die harte Welt des Ringens.
Das, was wir vor 14 Jahren begonnen, waren Vorstellungen, die gewiß auch andere vor uns ge? habt haben. Wir aber habe« sie geformt M