Jahrgang 
54. Band (1976)
Seite
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höchstens auf 50 Nummern 15 ). Die Regesten von Gottfried und Moritz können schon deshalb schlecht getrennt werden, weil es zeitweise zwischen beiden zu einer Ubereinkunft gekommen ist, nach der sie das Erzstift gemeinsam innehaben sollten. Und zwar war Gottfried mit der Wahrnehmung der geistlichen Angelegenheiten, Moritz mit der Administration betraut. Moritz gab sein Amt als Provisor oder Vor­mund des Erzstifts auch dann noch nicht auf, als Albert vom Papst als Erzbischof eingesetzt worden war. Selbst der altersschwache Gottfried belehnte den Grafen von Hoya noch ein halbes Jahr nach der Provi­sion Alberts mit Stiftslehen und bezeichnete sich dabei als Erzbischof 10 ). Deshalb empfiehlt es sich, diese Lieferung mit den Nachrichten über die Prätendenten Gottfried und Moritz (bis 1363 bzw. 1368) enden zu lassen. Die 2. Lieferung sollte die Regesten Alberts umfassen 17 ). Die S.Liefe­rung kann dann die Regesten Ottos II. und die Nachträge zum Gesamt­werk enthalten. Diese Nachträge sollten einmal alle bis dahin neu bekanntgewordenen Quellennachrichten chronologisch erfassen, zum anderen jedoch auch dieversteckten" Regesten im Gesamtwerk selbst neu und entsprechend der Konzeption Königs ausführlicher erschlie­ßen. Dazu gehören beispielsweise folgende Nachrichten:

1065 Mai, vermerkt in Bd. 1, S. 416, zu S. 70;

1274/1306 Erzbf. Giselbert verkauft dem Gf. Heinrich v. Holstein das Zudervelt,

enthalten in Bd. 2, Nr. 739; 1274 Juni 26 Lugduni, vermerkt in Bd. 1, S. 418, zu S. 330; 1287 März 17, vermerkt in Bd. 1, S. 418, zu S. 359; 1296 Mai 18, vermerkt in Bd. 2, Nr. 398; 1307/10, bestätigt in Urk. 1328, Bd. 2, Nr. 329.

In die Nachträge wären auch sämtliche Verbesserungsvorschläge und Berichtigungen (etwa zu Datierungen, zu Orten und Personen, zu ergänzenden Angaben über Veröffentlichungen usw.) aufzunehmen, die durch die Rezensionen beigebracht worden sind. Da die Nachtrags­lieferung selbst bei Inangriffnahme einer Fortsetzung sicher noch lange ausstehen wird, mag es von Nutzen sein, wenn die mir bekanntgewor­denen unedierten Nachrichten wenigstens als äußerst knappe Kurz­regesten schon jetzt veröffentlicht werden. Im Anschluß daran soll über

15 ) Mschr. Ms. (bis einschl. 1350), 13 Bll., im StA Bremen. ") Höver UB, hrsg. v. Wilhelm von Hodenberg, Bd. 1, Hannover 1855, Nr. 180: 1360 Dez. 30.

") Vgl. z. Erzbf. Albert neuerdings Herbert Schwarzwälder, Berühmte Bremer, München 1972, S. 3345.

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