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Literarische Besprechungen.
um Wiederaufnahme. Denn wie Bippen in den Hansischen Geschichtsblättern 1890/91 überzeugend nachweist, kann von einer Verhansung Bremens im Jahre 1284, die man bisher allgemein angenommen hat, keine Rede sein. Es hat vor 1358 an den hansischen Privilegien überhaupt keinen Anteil gehabt.
Hier bricht die zweite Lieferung ab. Der Leser der bis dahin dem Verfasser gefolgt ist, wird sicher den Wunsch hegen das Werk bald fortgesetzt und vollendet zu sehen. Schon das Bruchstück, das jetzt vorliegt, lässt die Hoffnung gerechtfertigt erscheinen, dass wir bald eine lesbare Geschichte Bremens besitzen werden, „ein Geschichtswerk, auf der Höhe der heutigen wissenschaftlichen Forschung stehend, dabei durch edle Form, anregende Darstellung, sowie durch richtige Abwägung und geschickte Behandlung der wirklich bedeutsamen Vorgänge und Persönlichkeiten auch weitere Leserkreise zu fesseln geeignet, ein Werk, das den bremischen Familien und namentlich auch der heranwachsenden Jugend die Kenntnis der reichen Vergangenheit unserer Vaterstadt vermitteln, ihre Liebe zu derselben befestigen und sie mit Lust, an ihrem Gedeihen mitzuwirken, erfüllen kann".
E. Dflnzelmami.