Jahrgang 
1836
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Wochenschrift.

LZremen. Donnerstag ven 17. Bovemüer rszg,

S.infr wie Philomelen« Melodiken, 2>r der Ton, der Deinem Hauch' entfließet

Schmelzend schön, wie Geisterharmonieen, Süße Schauer, Wann' und Wchmnlh gießet

Wie der Harfe hoher Silberklang " ' , Liebe, in See Seele Dein Gesang.

* Das .,Du^ der Liebe.

1794. Cffcurodc.

Erstes »Du» aus der Geliebten Munde! Hcil'geS Losungswort im Hcrzensbundc —

»Du, dem Ohr der reinste Silberlaut,

Wie in deinem zauberischen Tone Gntterkraft und Himmelöwchllust wohne,

Hat Apoll mir Horchendem vertraut.

Als sich, mit der gold'nen Unschuld, Freude Heim zum Himmel schwang, dem Gram und Neide Zum Wcsih idr Eden überließ,

Brachten Engel uns mit zarter Liebe,

Daß nicht jeder hier sein Grab sich grübe, Diesen Nachhall aus dem Paradies.

Holdes Wort, auf deinen Zauberschwingen Kann allmächtig Seel' in Seele dringen, Nächtlich Dunkel weicht dem Mittagsstrahl:

Du, mein Trauter — Ich für Dich geboren — . Jugendlich uwtauzcn gvld'ne Hören Ihren Pfad durchs blumenvolle Thal.

Auf der,Wahrheit Rollen, fest versiegelt.

Starrt, von heißem Wiffenedurst geflügelt,

Dort der Jüngling, mit bcthranlem Blick;

Ihm erglüh'» im Busen neue Triebe —

In des Mädchens erstem »Du der Liebe«

Wird ihm bald ein volles Götterglück.

Bon des heißen Tages Last ermattet,

Sinkt, vvm breite» Eichenschirm beschattet,

In das Gras, der hartgeplagte Mann:

»Nimm, du Trauter« tönt ihm sanft zu Ohren; Und zu Lust und Liebe neu geboren,

Nimmt er Mibcg und Früchte dankend an.

Bei der Liebe »Du« aus reiner Seele,

Fragst du nicht, was Ihr an Reizen fehle,

Liebe darf deS Gold'S, der Ehren nicht;