Jahrgang 
1836
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Linundzwanzigstcr Zayrgai^^

Viertes Quartal.

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Bremen. Kanntsg ven 6. Aodember iss«.

Gott! Verderben droht dem Lande.' An der Sonne bleichem Rande Dunkelt Nacht i Donner kracht;

Schwerer Broden Füllt die Luft; Schwefelduft Dampft vom Boden —

Fr. Kind.

* Der zürnende Weltgeist.

Wer reitet über die Erde Auf schwarzem Wolkenpferde,

Da« laute Stürme schnaubt?

Er schwingt sein Schwert gewaltig,

Wie Feucrflammen gestaltig,

Hoch über sein herrschendes Haupt.

Vom Hufschlag dröhnen die Lüfte,

Laut widerhallen die Klüfte,

Dumpf zittert der felsige Grund.

OaS ist der Geist, der alte,

Der, daß er noch leb' und walte,

Giibt, wie ei »st noth ist, kund.

Dort schlägt er mli flammendem Streiche Die starke, mächtige Eiche,

Ihr sinkt zur Erde dar Haupt.

Nun giebt er die treibenden Sporne Dem schwarzen Renner im Zorne,

Daß schneller vorüber er schnaubt.

H. Kotzenberg.

Die Belagerung von Jerusalem.

(Fortsetzung.)

13 .

Auf dem Hofe vor dem Tempel standen zwei Krieger, stattlich geschmückt und gerüstet, Jüng­linge aus vornehmen Jdumäischen Geschlechtern, die zum Gefolge des Tyrannen Simon gehörten. Wir nennen-Simon einen Tyrannen, weil wir in der That keine Bezeichnung für diesen Häupt­ling aufstndcn können, die seine Macht und Grau­samkeit zugleich <ben so gilt umfaßte.