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Wremen. Konntag den so. Gctoder ins«.
Die Zeit verwittert nur der Menschen Angesicht; Der Schmerz sedorh gräbt Furchen starr und tief.
Erkenne».
AIS den Freund ich wieder fand,
Den daS Schicksal mir entrücket, , Druckten wir uns heiß die Hand,
Die so sang' Wir nicht gedrückt Mit welch' wonnevollem Blick'
Hing da trunken Lug' an Luge,
Gleich als ob ei all' sein Glück Aus dem süßen vorne sauge.
Doch als so roll Seligkeit Freund an Freund sich möcht' erlaben, Dab'n wir erst, wie uns die Zeit Furch' an Furche «ingegrrben.
Und wir sanken unS ans Herz,
Heiß von Thränen beider Wangen,
Denn wir fühlten, daß der Schmerz Keinem war vorbeigegangen.
Johann N. Dogl.
Die Belagerung von Jerusalem.
^Fortsetzung.)
Vater und Mutter schlummerten schon. Judith ging in ihr Gemach und öffnete ein kleines Kästchen aus Ebenholz, aus welchem sie eine Rolle nahm. Es war die Abschrift der Fabel Pyra- mus und Thisbe, wie sie sich in Dvid's Metamorphosen findet. Der Duäftor Acinilius Ru- fus hatte ihr das Kästchen sowohl, als die Abschrift der Fabel geschenkt. Judith betrachtete die Gabe des angebeteten Mannes mit zärtlichem Wohlgefallen. Den Inhalt der Verse wußte sie auswendig, allein das rührende. Ende der Liebenden hatte keinen recht tiefen Eindruck auf sie gemacht, Sie hatte bei dem Lesen der Fabel allzusehr an ihre eigene Angelegenheit gedacht, als daß sie dem fremden Schmerze ihr Gefühl hätte