Jahrgang 
1836
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Lmuiidjwanjigstcr Jahrgang. LicrtrS Quartal.

K". 84.

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Wochenschrift.

Vremen. Donnerstag den so. GctoLer i

ES ist, keine Lüge, es war kein Traum:

So lange das Volk, wuchs auch der Raum.

* Die wachsende Kirche.

Wohl stand ein Kirchlein an Berges Fuß Und schaut« hervor aus dem Haine,

Auch rauschte ein Bach in eiligem Guß Herunter von Steine zu Steine.

Hier wohnte, die Haare wie Schnee so weiß, In heiliger Andacht «in frommer Greis .

In armer Hütte allein«.

Und klang die Glocke hinab inS Thal,

So kam'S gewandelt von Weitem,

Und groß und klein fast ohne Zahl,

Und folgte dem rufenden Läuten;

Dann kam auch der Greis und trat zum Altar In langem Gewand und silbernem Haar,

Unb schlug die goldenen Saiten.

Und sang mit tiefem bebendem Ton',

Was uns vom Himmel geschehen,

Und sprach von Christo, dem Gottessohn,

Als'habe er selbst ihn gesehen;

Da ging kein Sünder ohn' Reue im Blick',

Nie sah man die Jugend eilen zurück Ohn', Kreuz und Gebet zu verstehen.

So lautete einst die Glocke inS Thal,

Da kam'S in freudiger Eile

Bald hier, bald dort, gar ohne Zahl,

Sie kamen auf Meile und Meile; .

Die gläubige Meng' in das Kirchlein bricht, - Doch fasset es all' hie Christen nicht,

Die kommen zum geistlichen Heile.

Und der Alte sieht es mit nassem Gesicht,

Er sieht die dürstenden Leute,

Und betend feine Lippe spricht,

Daß das Kirchlein sich «rweite:

Und sieh! da treten die Mauern hinaus,

Da wachsen die Säulen, da schwillt das Haus In Länge und Höhe und Breite!