Jahrgang 
1836
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Eimindzwanzigster Jahrgang, Drittes Quartal.

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_ Wochenschrift.

Vremerr. Sonntag ven 2 V. August 183 6.

Wohl dringt das Lied in unsire Brust und webet Ein hehr Gebild' von Frohsinn und von Leid;

ES gleicht dem Duft, der sich vvm See erhebet

Und milder färbt des Tages Helles Kleid. DaeveS, nach Ossian.

Dumpfheit.

Blickst noch, wie sonst, so mild auf mich hernieder,. Du klares, blaues Gottesaug'; vergieb!

Mein Lug' strahlt nicht mehr deine Milde wieder, Denn ach! der Blick ward, wie die Seele, trüb.

Hoch in den Wipfeln noch das alte Rauschen,

Des grünen Doms erhab'ncr Ehorgesang;

Doch andachtsvoll dem heil'gen Klang zu lauschen Und ihn zu fassen, weh! vergaß ich lang'.

Lcis' murmelnd fündet immer noch die Quelle,

Was von der Gottheit Wundern sie geschaut Tief unten in geheimnisvoller Zelle;

Mir ist'S ein fremder, unverstand'ner Laut.

Die Blumen flüstern mir nach alter Weise:

»O, sing' ein Lied! wie lang' warst du nicht hier! Wir lächeln, stimmt der Frohsinn deine Weise,

Ist'S bange Wehmuth — nun so weinen wir.«

Ihr Freundlichen! nicht weiß ich's mehr zu sagen,

Was tief im Innern meine Seele hegt;

Doch einst im Frühling mögt ihr Wurzel schlagen In meinem Herzen, wenn es nicht mehr schlägt. Dann forschet still, was eS mit heißem Sehnen Umschlossen hat, sich selber kaum bewußt.

Und euer Blick verkünd' in milden Thränen Mein Leid, mit holdem Lächeln meine Lust.

Friedrich von Sallet.

Denkwürdigkeiten des Ditular- raths Tschuchin.

(Fortsetzung.)

Nach einiger Zeit wurden wir zum Thee gerufen. Die Fürstinn bemühte sich, die artige Wirthinn zu machen, konnte jedoch ihren Kum­mer nicht bezwingen, der sich auch uns mittheilte und unsere Lage peinlich machte. Als, wir eine