Eimmdjwanzigslcr Jahrgang. Drilles Qnarkal.
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Wochenschrift.
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Vremen. Sonntag ven 21. August 1 s 3 «.
Daß Niemand glücklich sey, ch' nach durchlauffner Bahn Des Lebens, er am Ziele stehet —
Schon vor Jahrtausenden bewies «in kluger Mann
Dieß einem Könige —- — — — G. S- Bürde.
Der Aömg und der Lmrdrnann.
Don
Johann Gabriel Seivl. *)
Der Sandmann lehnt' in der Hütt' allein, Und blickt hinaus in den Mondenschein,
Und schaut empor zu des Königs Palast — Er weiß nicht, welch' ein Gefühl ihn faßt:
»Ach war' ich ein König, nur eine Nacht, Wie wollt' ich schalten mit meiner Macht! Wie ging ich umher von HauS zu Haus,
Und theilte den Schlummernden Segen aus.
Wie strahlte dann Morgens so manchen Blick Die Sonne zum ersten Mal hell zurück!
Wie staunten einander die Glücklichen an, Und meinten: das hat ein Engel gethan!« —
'> Au« Neffen ,,Bifi>lien" eW-e-i, bei -Felli-mer), die wir voraus schon allen Dichteifreundcn empfehlen.
Der König lehnt' im Palast allein,
Und blickt hinaus in den Mondenschein,
Und schaut hinab auf des Landmann's HauS, Und seufzt in das weite Schweigen hinaus:
»Ach, war' ich ein Landmann, nur eine Nacht, Wie gern entrieth ich der drückenden Macht; Wie lehrt' ich mich selber die schwere Kunst, Nicht irr' zu gehen mit meiner Gunst.
Wie wollt' ich inö eigene Herz mir seh'n,
Um wieder es offen mir selbst zu gesteh'n! Was tausend Hände mir nicht vollbracht, ° Das wollt' ich gervinnen in einer Nacht!« —
' schau'n- sie sinnend, beim Stcrncnlauf,
! Der König hinunter, der Landmann hinauf; Dann schließen Weihe den müden Blick Und träumen Beide von fremdem Glück!