Eunmdzwanjigstcr Jahrgang. Drittes Quartal.
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Wochenschrift.
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e n. Donnerstag vrn 11. August 183 6.
In stillen Stunden taucht die Wuuderblüthe,
Die Räthselhafte, au« dem tiefen See;
Gin rinst'ger Traum erscheint sie dem Gemüthe,
Und doch so wahr, so reich an Lust und Weh'- D.
Die erwachte Rose.
Die Knospe träumte von Sonnenschein,
Lom Rauschen der Blätter im grünen Hain,
Von der Quelle melodischem Wogenfall,
Von süßen Tönen der Nachtigall,
Und von küsten, die kosen und schaukeln,
Und von den Düften, die wallen und gaukeln,
Und als die Knospe zur Ros' erwacht,
Da hat sie mild durch Thränen gelacht,
Und hat geschaut und hat gelauscht,
Wie'« leuchtet und klingt, wie'« duftet und rauscht. Al« all' ihr Träumen nun wurde wahr,
Da hat sie vor süßem Staunen gebebt.
Und leis' geflüstert: ist mir'« doch gar,
Als hätt' ich da« Alle« schon einmal erlebt! —
Friedrich von Sallet.
Denktvnrdrgkerten des Tttularr raths Tschuchin.
(Fortsetzung.)
Ich lies auf der Straße fort, als hätte ich keinen Boden unter den Füßen, als plötzlich mich Jemand an der Hand faßte. Ich sah mich um: es war Dunjascha. „Willkommen, Weniamin Pckrowitsch," sagte sie. Ich antwortete nicht. ,Schon lange erwartete ich Dich hier, komm, sitz' doch zu mir in den Wagen."
„Verzeihen Sie, ich gehe allein," erwiderte ich.
„WaS soll das heißen, Weniamin? Du stößft mich zurück?" — Ich schwieg»
„Die Fürstinn will für Dich sorgen, und für Dich und Deine Schwester ein Kapital in der