Jahrgang 
1836
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Ei,mmdzwanzigstcr Jahrgang, Zweites Quartal.

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Wochenschrift.

Vremen, Donnerstag ven 2. Juni 1 g 3 «.

Euch, ^hr Holden, Euch, Ihr Schönen,

Die Ihr zart wie Blüthen seyd,

Euch sey unter sanften Tönen

-Nieser Licderkranz gewcih't. Nach Müchler.

" Gedichte von August Krüer.

I.

L u e i g n u n g.

Fluth« fort, du Strom der Lieder, Jubelnd aus der volle» Brust,

Woge selig auf und nieder,

Trunken in der Maienlust;

Grüße, was in Lieb' erwachte,

WaS mit tiefem, heißem Drang Sich die höchste Lust erlachte,

Das begrüße Liederklang.

Wo die Augen Liebe strahlen,

Wo der Busen sehnend wallt, Mundcrsüßen Reiz zu mahlen, Jugendsinn in Tönen schallt,

Au den teutschen Jungfrau'n allen Eile meiner Lieder Fluth,

Um mit Feuerkraft zu hallen,

Zu erblüh'» in Roscngluth.

Und wenn dann vokk allen Blicken,

-- Die so himmelblau' und klar,

UnS mit tiefer Frag' umstricken, Einer mir voll Liebe war,

O dann kehret stolzer wieder,

Zeigt den Reiz, den er euch giebt, Nenner mir, ihr meine Lieder, Nennt die Jungfrau, die mich liebt.

II.

Drr ALendstern.

AIS Christus zuerst sein Aug' aufschlug Doll ewiger Liebe dem Frommen,

Da blitzte hinauf der Blick im Flug, Woher er selbst gekommen.