Einundzwanzigstcr Jahrgang. Zweites Quartal.
M'". 34.
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V ü r 2 e r - Freund»
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Wochenschrift.
Dremen. Donnerstag ven s«. April i g 3 g>
Erstaunt, mit wollustvollem Grausen Hört ihn der Wanderer und lauscht,
Er hört die Fluth vom Felsen brausen,
Doch weiß er nicht, woher sie rauscht: So strömen des Gesanges Wellen Hervor aus nie entdeckten Quellen.
Schiller.
* Das Lied.
Dem Winde gleicht das kicd.
ES haucht ein sanftes Säuseln Den See an, macht ihn kräuseln, Wenn er darüber zieht.
So haucht ein sanfter Sang Die Seele an und schaukelt,
Wenn er vorüber gaukelt,
Sie mild und süß und bang.
ES wächst der Wind zum Sturm, Er tobt und wühlet Schlünde Bis auf die tiefsten Gründe, Erschüttert Fels und Thurm.
So rauscht des Sangs Gewalt, Wenn er mit raschem Schwünge, Die Schöpfung auf der Zunge, Brust, Herz und Sinn durchhallt.
Es fährt der Wind dahin,
Allein wo er geboren,
Wohin er sich verloren,
Ist dunkel unserm Sinn.
So wallt auch das Gedicht,
Aus welchem Keim'S getrieben,
Und wo'S zuletzt geblieben.
Weiß selbst der Sänger nicht.
H. Wilhelm.
* Aeltermann Burchard Lvse- karrnein
(Beschluß.)
Qb B. Speckhan sich einer Staatsverräthcrci schuldig gemacht habe, bleibt zweifelhaft, da ihm auf sein Ansuchen die Resignation vom Senat am 5. Dczbr. 1654 auf die ehrenvollste Weise