Jahrgang 
1836
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Sinuudzwai'jigster Jahrgang. Zweites Quartal.

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W o ch e n s ch v i f t.

Vrenicn, Donnerstag ven l 4. April i s s 6.

Welch ein wonniges Traumen Rings in duftigen Räumen

Schwebet auf Wald und Flur! Wirkt die milde Natur!

Frühlingsliedcr von InliuS Mosen. Wrraiis'.

Was ist da« für ein Ahnen So heimlich süß in mir?

WaS ist das für ein Mahnen:

Heraus, heraus mit dir!

Du Träumer, aus der Wintergruft Heraus, heraus zur Frühlingsluft!

HervuSI

Der rothe Finke picket AnS Fenster wunderlich,

Und blickt mich an und nicket,

AIS grüßt' er freundlich mich Und rief: du finst'res Menschenkind,

Heraus zum frischen Morgenwind!

Heraus! >

Sahst du mein Hirtenknäblein,

Den Lenz? du kleiner Wicht!

Zerbrich mit deinem Schnäbleio Mir nur das Fenster nicht!

Trieb er schon aus dem WeidenhauS Die Silberschafchen klein und kraus Heraus?

Du meinst: die Fischlein springen Am warmen Uferrand,

Wir wollten aber singen So frei durchs ganze Land,

Durch grünen Zaun und Blüthenbusch, Durch Wälder und durch Auen, husch! Hinaus?

Ade, mein Frühlingsbote!

Laß mich, laß mich allein!

Grämt' ich mich auch Tode,

Bei dir könnt' ich nicht seyn,

Denn deine Flügel fehlen mir»

Wie gerne flog' ich doch mit dir Hinaus!