Jahrgang 
1836
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Änundzwanjigstcr Jahrgang. Erstes Quartal.

18 .

Der

is

ü r s e r - Freun

eine

W ochenfchrift.

d.

Vremen. Donnerstag ven s. M 8 rz isss.

Du Menschenherz, hämm're nur frisch d'raus los Und suche die Schlacke vom Erze zu trennen; Dann lehrt dich der Meister, so hehr und groß, Auch edlere, bessere Stufen kennen.

D.

Bergmanns Neujahrsgruft.

Glück auf! Aus dem Schooß der Ewigkeit Ist eine Stufe neu gewonnen!

Da liegt sse vor dir, unentweiht,

Bestrahlt vom ersten Blick der Sonnen.

Glück auf! Wie es lockt das falb« Erz!

Wie Blitz« durch sein Staubkleid dämmern'. Dos ist für dich, lieb' Menschcnherz!

D'raus sollst du dir was Rechtes hämmern.

Glück auf! Vielleicht auch des Goldes beut'L: Das magst du ja zum ersten scheiden;

D'raus bilde dir ein Christenkreuz,

Das schmückt, wie nichts mag herrlich kleiden.

Glück auf! Auch des Silbers ist wohl d'rin; D'raus magst du ächte Münze prägen Dem armen Bruder zum Gewinn:

So köstlich ist's, des Dürft'geu pflegen!

Glück auf! Wenn auch Blei im Erze weilt Das häng' an deiner Wünsche Flügel,

Daß nicht ihr Flug zu kühnlich scheint:

Der Wahn zerreißt des Glückes Zügel!

Glück auf! Und scheidet sich Eisen d'raus,

Dann schmied' ein Schwert, handlich zur Rechten, Trotz Redetrug und Wortgebraus,

Damit die Wahrheit zu verfechten.

Glück auf! Nun hämm're nur frisch d'cauf lotz, Lieb' Menschenherz! 'will's auch nicht frommen, Und wär' dein Fund auch nicht gar groß:

Es werden besssre Stufen kommen.

Glück auf! Der mächtige Geist im Schacht,

Der ist wohl wunderbar erhaben,

Und hat doch dein, lieb' Herz! gedacht!

Du sollst den ganzen Schacht einst haben.

W. Thicmich.