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Atz-Hntcrch Jahrgang, Viertes Quartal.
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Wochenschrift.
V r e >n e n, Konntag ven 10. KobemLer 1833.
Die Formen der Erde vergehen, Die Kunst gehört der Welt.
Ehre und Kunst.
ES waren einmal zwei Bruder Verschieden in Sinn und Thun;
Der Eine wollte genießen,
Der Andre niemals ruh'n.
Der Eine schwelgt' im Schönen Und wurde drob bettelarm,
Der Andre wurde Minister,
Beneidet vom Höflingsschwarm.
Und stolz verhöhnt er den Bruder:^ „Du hast dein Laos gewollt,"
Der nimmt sein Letztes, die Geige,
Von bannen sich fröhlich trollt.
Er spielt den Menschen zur Freude, Zum Troste manch munteres Stück, Man höret ihn niemals klagen Ob Stürmen, ob Mißgeschick.
Wohl zwanzig Male im Wechsel Sind Lenz und Herbst genaht;
Der Fröhliche zieht zur Nachtzeit Einst singend seinen Pfad.
Sitzt an dem Weg ein Bettler,
Betrübt und schwach und alt,
Der Geiger schauet ihn bebend,
Erkennt wohl die Gestalt!
„So haben sie denn verstoßen Grausam, o Bruder, Dich!"
„Weil ich auf Menschen gebauet Traf würdig die Strafe mich."
„Komm denn! will dich geleiten,
Mein Ziel ist sicher gestellt; —
Die Formen der Erde vergehen,
Die Kunst gehört der Welt."
August Kahlert.