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Bremsn- Donnerstag v en tk«. KextemLer i s 3 s.
Wenn dich die Lästerzunge sticht,
So laß dir dieß zum Troste sagen:
,,Dic schlccht'srcn Früchte sind es nicht Woran die Wespen nagen-"
Der beste Trost.
An einen Freund.
Die Welt ist lieblos, stets bereit zu schmähen,
Das Edle zu verhöhnen, ihr Genuß!
Verleumdung schleicht, und sucht sich die LroxhaLL Und gelber Neid — der ist — ihr Genius!
Verleumdung walzt sich mit den gift'gen Ringeln, Als Viper spritzt sie tückisch hin- ihr Gift —
Das ist ein Zischen — o — ein frohes Züngeln, Wenn sie pesthauchcnd, dolchend, — Tugend trifft;
Banditcnmaßig, mit dem schwarzen Mantel Des Haffes, hat die Furie sich bedeckt!
Und krallend, als die scheußlichste Tarantel,
Hat sie giftaualmend stets ihr Haupt gereckt!
Und :vo sie hohes Ringen hat gesehen,
Und eigne Kraft — da hebt sie ihren Dolch —
Da laßt sie ihres Rachens Samum wehen,
Da geifert sie als feuchter, eis'ger Molch!
Verkannt zu seyn! verleumdet Lei dem Streben, Daß Du es edel stets und brav gemeint,
Ja! — das ist schrecklich, doch im Menschenleben Ereignet sich das — immer, edler Freund!
Und Trost in dieser argen Welt zu suchen?
O — nein, mein Freund, das rathe ich Dir nicht. Flucht Einer Dir, so werden Tausend fluchen — „Blind ist die Welt, und - blind hält sie Gericht!"
Was die Verleumdung über Dich gespien,
Das glaubt die Welt, ich sage — ja, die Welt Die träge Masse. — Eiteles Bemühen Zu widerlegen, was für wahr sie hält. — —
Und was Dir bleibt? — Der eigne, innre Richter Der beste Trost, ein wahres Himmelslicht.