Jahrgang 
1833
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Der

Achtzehnter Jahrgang, Erstes Quartal.

L'HE

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Würger- Freund»

eine

Wochenschrift.

Wremen, Wonnerstsg ven 2 ». Mär; 1 « 3 3 .

Empfindung ist das göttlichste Geschenk

Des Himmels, und je mehr dem Menschen warb,

Je edler wird er, wenn den schönen Strom

Die herrschende Vernunft im Bett' erhält. F. L. Gr. zu Stolberg.

Der Bach.

Ich kenne einen klaren Bach;

Nur linde Wellen regt er auf,

Und unter'm blauen Himmelsdach Verfolgt er ruhig seinen Lauf.

Und wie aus feinem Silberband Manch reizend Bildniß Dich erfreut, Sind auch an seinem grünen Rand Viel schöne Blumen hingestreut-

Des blauen Himmels weiter Rund,

Und Sonne, Mond und Sternen-Chor, Sie zaubern aus des Baches Grund Dir eine eigne Welt hervor.

Und Lindcnblüth' und Rosenduft,

Und Veilchen und Vergißmeinnicht,

Sie würzen rings umher die Luft Und.schabn Dir freundlich in'S Gesicht«

Wie lieblich, wenn Du an dem Bach,

DeS Abends dort im Mondenschein,

Und unter'm blüh'nden Lindendach Dich überläß'st den Zauberrei'n!

Wenn Dir der Zauber bann erschließt Der Freundschaft und der Liebe Thor:

Welch' reichen Lebens Quelle fließt Aus seinem Innern Dir hervor!

Wie strahlen von des Baches Grund Gar schöne Bilder Dir zurück!

Und in den Bildern, schön und bunt, Erkennst Du Deines Lebens. Glück.

Doch braus't der Bach auch wild oft auf; Und von den Bildern, die dem Blick

Dir vorgcstrahlt sein sanfter Lauf, Bleibt keines dann Dir mehr zurück.

Nur Schmerz zieht dann in Deine Brust Und greift Dir wild an jeden Sinn,