Achtzehnter Jahrgang Erstes Quartal.
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Der
Wochenschrift.
Wremen, Donnerstag ven 21. « 1 ? e l> r « a r 1033.
^Ucht immer schwebt im sanften Blüthenregen Tritt naher hin, und er erhebt dich wieder;
Der Geist der Huld um unser Herz; Ein Bote Gottes ist der Schmerz.
Das Schicksal klopft mit harten Schlagen Er spricht: „Verlaß dieß Wogen und dieß Fluthen,
An unsre Brust, und draußen steht der Schmerz. Das Leben heißt — den Traum, der nach Gestalten greift!
Wir schrecken auf, und zitternd sinkt das Herz Es ist der Geist des Schonen und deS Guten,
Auf Trümmer seines Friedens nieder; — . Der hinter diesen Hüllen reift." — Liebste.
^ Für Bedrängt e.
Wenn sich die Sonne wendet Die freundlich uns gelacht,
Der Maientag sich endet Mit schwarzer Wetternacht;
Dann weinen wir und klagen,
Und riefen gern das Glück Aus hingeschwundnen Tagen In unsre Brust zurück.
Und wagen gar zu rechten Mit unserm schweren Leid,
Und mit den Schicksalsmachtcn Den unziemlichen Streit.
Und suchen zu ergründen Was uns in Nacht verschließt,
Und können doch nicht finden Warum'L so besser ist.
Und klagen's dem Geschicke Mit wilder Ungeduld,
Und schließen unsre Blicks Vor unsrer eignen Schuld,
Und wenden sie hinüber Wo sich ein Froher freut,
Und grollen gar darüber Woll Scheelsucht und voll Neid.
Doch wenn die Wolken schwanden, Die Sonne Heller blickt,
Wenn wir nun überstanden Was uns so schwer bedrückt.
Wenn unsre Brust sich freier Und freud'ger wieder hebt,
Und unser Herz voll neuer Voll schöner Hoffnung lebt.
Dann müssen wir mit Schmerzen Auf unsre Schwäche sehn,
Und mit beschämtem Herzen Uns selbst es eingestehn: