Jahrgang 
1834
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Neunzehnler Jahrgang. Viertes Ouarral.

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An Gottes Wort so innig fest gebunden, Hot er den Hohn der Hölle überwunden,

Auf diesen Felsen bauend all sein Streben, Weiht er dem großen Werk sein ganzes Leben,

Mit diesem Panzer angethan im Streits, Und lebt, und wirkt noch fort, und siegt noch heute." —

^ Gedanken bei Luther's Bildniß.

O Luther, theurer Gottesmann,

So oft ich noch Dein Bild betrachte,

Denk' ich mit Dankgefühl daran Welch Heil der Welt Dein Leben brachte.

.Gleich den Heroen ihrer Zeit,

Ohn' allen äußern Glanz geboren,

Tratst Du aus der Verborgenheit,

Von Gott zum Rüstzeug auserkoren.

Schon frühe sannst Du eifrig nach:

Die Welt, Verderbern preisgegeben.

Erniedrigt bis zur tiefsten Schmach,

Zur Geistesfrciheit zu erheben.

Und starker ward in Dir der Drang:

Das Wort des Lebens zu verkünden;

Im Volk, gedrückt vorn Elaubenszwang,

Die ediern Triebe zu entzünden.

Und betend nahtest Du dem Herrn,

Daß er Dir seinen Beistand schenke;

Daß Jesu Wort, der Wahrheit Stern,

Zum hehren Ziel Dich sicher lenke.

Denn Dich selbst hieltst Du zu gering,

Aus eig'ner Kraft ein Werk vollbringen,

An dem das Heil der Menschheit hing;

Won Gott nur komme das Gelingen!

Da ward Dir jener Glaubensmuth,

Der über Zeit und Grab erhebet,

Und der im Kampf' ums höchste Gut,

Vor keiner Macht der Welt erbebet!

Lebendig wirkte er in Dir,

Der reinen Lehre Bahn zu brechen;

„Ich kann nicht anders, Gott helf' mirl" Zur Widersacher Schaar zu sprechen,

„Und gilt es Gut und Ehr' und Ruhm, „Und Weib und Kind, ja selbst das Leben: „Frei soll durchs Evangelium „Sich unser Geist zu Gott erheben!"