Jahrgang 
1834
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Wochenschrift.

Neunzehnter Jahrgang. Vierte- Quartal.

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Vreme«. Donnerstsg o r n 6. Moiiemver is»4.

Regierer, nicht mit Völkern zahlt, wenn das Geld euch fehlt, Denn, sehet, Menschen werden wie Gülden nicht gezählt.

Herzog Heinrich der Fromme.

(B a l l a d e.)

Der Sachsen - Herzog Heinrich, der Fromme zuge- nannt,

Hielt Rath einst zu Franecker im rauhen Fricsenland, DaS seinem Vater Albrecht zu Lehn gegeben war, Weil seine Schuld der Kaiser nicht tilgen konnte baar.

Und wieder vom Gewölbe der grauen Halle tönt Des Herzogs kräft'ge Rede; doch statt der Antwort dröhnt

Ihm Waffcnlärm entgegen, der Friesen Beile droh'n Und ihr« Mienen lächeln dem edlen Herzog' Hohn.

Doch der läßt sich nicht irren, spricht ruhig weiter fort Dem Hund, der Euch bewachet das Haus vor Raub und Mord,

Dem bau't ihr eine Hätte, die schirmend ihn bedeckt. Wenn rauh die Wetter toben, wenn Uebermuth ihn

«eckt.

Und mich, der ich gekommen als Schirmherr in das Land,

Mich wollt Ihr lassen höhnen von jeder Bubcnhand?

Wollt mir kein Haus erbauen, zu Schutz' und Trutz« gut?

O weigert nicht dem Herzog', was Euerm Hund' Ihr thut!"

Drauf, eh' noch durch's Gewölbe der Rede Klang verrollt,

Entgcgenredet finster der Friese Athelbold:

Was wir dem Haushund' gönnen, sey gern auch Dir gewährt;

Dem Hunde ziemt die Kette, dem Ritter ziemt das Schwert!""

Und wie er so gesprochen, schlägt er den Wolfspelz auf

Und löst' 'neEisenke ttc von seinesSchwcrtesKnauf;

Laut dröhnend auf der Tafel die schwere Kette klingt,

Daß vom gewicht'gen Wurfe der Marmclstein zerspringt.