Jahrgang 
1834
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Der

Neunzehnter Jahrgang Drittes Quartal.

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Wochenschrift.

Bremen. Donnerstag ven August isss.

Der Lag kann nun vergehen,

Der Morgen wieder grau'n;

Wo Gottes Lüfte wehen,

Da will ich sicher trau'n. Jacobi.

* Abendgebet.

Wenn die Nacht gehüllt im Schatten, Auf die Erde niedersinkt,

Und der holde Schlaf der matten Creatur zur Ruhe winkt;

Wenn am hohen Himmclsbogen Schon das Heer der Sterne wallt,

Und des Tages lautes Wogen Immer mehr um mich verhallt:

Dann, o Gott, in tiefer Stille,

Blick' ich betend auf zu Dir,

Und des Dunkels dichte Hülle Wird ein heil'ger Tempel mir.

Dein, vor dessen Blick die Sterne Dort so freudig schimmernd glühn,

Durch die unerforschte Ferne Zeugen Deiner Allmacht zieh'»;

Den, der täglich Licht und Gnade In die weiten Räume streut,

Und auch mir auf meinem Pfade Täglich neue Freuden beut;

Dein, o Ew'ger, der hienieden,

Der dort oben liebend wacht,

Dein gedenk ich, und Dein Frieden Weht um mich in dunkler Nacht.

Deinen Engel wirst Du senden,

Jeden Unfall, der mir droht,

O, Du kannst, Du wirst ihn wende», Schutz bist Du mir in der Noth;

Bist mir Vater dessen Treue Seines schwachen Kindes schont,

Mir, wenn Fehler ich bereue,

Nicht, wie ich verdiente, lohnt;

Bist mir Hoffnung, wenn ich weine,

Mich die trübe Zukunft schreckt;

O, ich fühle dann, das Deine Macht mich, Deine Huld bedeckt;

Fühl' auch jetzt, daß mit Erbarmen,

Du, o Vater, mein gedenkst;