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Zwölfter Jahrgang Viertes Quartal.
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Wochenschrift.
Bremen, Donnerstag den m. October 1827.
Zukun't hast du mir gegeben,
Doch du nahmst den Augenblick, Nahmst der Stunde fröhlich Leben,' Nimm dein falsch Geschenk zurück.
P h a n L 6 s i e.
In der Mitternacht.
T< war um Mitternacht. Der. öde Schlummer U-usiag die Welt und ihren Träum. —
An einem Grabe wachte noch mein Kumnnr:
Na nahte lief verhüllt und ernst ein Stummer r Und führte mich durch grenzenlosen Raum.
Ama„da'Ü Leiche folgte» meine Klagen,
Mein Aug' in Lhründn suchte nur nach ihr. Die holden Lippen, eh' st- blichen, sprachen Los> Jenseit, und dir sel'gen Blicke brachen Auf Wiedereinigung mit mir.
»Wirb ihr das Leben wieder, nimm das meine, Stürz mich hinab zur kalten Gruft l Nimm noch die kurzen Stunden, die ich weine! Sprich, schrecklicher Verhüllter! sprich, erscheine Lch ihr noch einmal über GrLberklufti"
Er schwieg — und zag mich in die Finsternisse Der Slt'sten RaLt, umgraut von'Ewigkeit.
Die Luft, des Feuers unö des Wassers Güsse — Sie rasten dur^ gebroch'ner Sternen Nisse,
Und Erden, hie? im endlo» wüsten Streit.
Bald war die Schöpfung im Ecripp' zu sehen, Zerstöckt durch roher Elemente Kamps; —
Eich ewig gleich im Werden und. Vergehen, Schlug wild ei» Puls: er hieß des Lebens Wehe» Doch ach, — er fchir» Mir Lodeslrampf,'
Hier ward mir — alle Zeitenalter zogen Vorüber — jedes Menschen' LosS bekannt,
Schon von der Wiege bis zum Sarg gewogen; Hier lag des Lobes fürchterlicher Bogen,
Von Ewigkeit — Jahrtausenden gespannt!
Und diese Erde war, der Nacht entstiegen,
Gleich einer hellen Schrift, mir aufgethan: