« i ö e
Eilfter Jahrangg Drütes Quartal.
2^,20. 76
r^4M-L
MW
urger
reund
Wochenschrift.'
Vr, m en, Donnerstag den 2 S. September r g a 8.
Weh', jetzt wallt er durch Ungeheuer Den iden Pfad, steil und bedornt Auf dem ihn der Verzweiflung Feuer Snm grausen Felsenadsturz spornt.
Woher?
Woher, woher, Du schneller Wand'rer, Woher u,:t einer solchen Hast?
Bist Du »erjagt von SlLuberhordcn?
Dein trüber Blick bejaht es fast.
„Ich warb von keinem Feind verdruvgen, Freiwillig wanderte ^ch aus,
Ich bin gegangen in die Ferne,
Verödet steht das Vaterhaus."
Host Du im Kampf «it dem Geschicke Verloren war Die kühn gewagt?
Kah'st Du des Glücke« starre Trümmer, Als e» im)f«rnen Ost getagt?
„Mein irdisch Glück ist still bescheiden. Doch dauert'« unorrändert fort, dennoch trieb'« mich wegzueilen Von dem geliebten, theuren Ort."
Was fehlt Dir denn, Du armer Wand'rer, Woher mit diesem nassen Blick?
Was treibt'Dich so in fremde Ferne
Von Deiner Heimath, Deinem Glück?
„Ich liebt' ein MLdchrn, hold wir Engel,
So schön wie Venus selbst nicht ist.
Da rief ich aus in sel'ger Wonne:
Gestehe, daß Du glücklich bist!
„Da kam ein stolzer Graf geritten,
Sie riß sich bebend von mir lo«,
Und lauschte seinen Echweichelworten
Und folgt ihm aus sein gräflich Schloß.
„D'rum hab' ich Haus und Glück verlasse»
Und wandere stromauf, stromab»
Ich klage still und suche leise
Ein ferne«, tiefverstecktes Grab."
Heinrich Schmidt-