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den Rhederbüchern, über einen bremischen Geschützgiesser dieses Namens Nichts gefunden hat, so ist zu vermuthen, dass entweder die Inschrift unrichtig gelesen worden ist (vielleicht war zu lesen Kolfe?), oder dass es sich um einen auswärtigen Meister, von dessen Geschützen zufällig eins nach Bremen gekommen ist, handelt.
Vagd. Johan, Maurer. Er war als Stadtmauermeister Nachfolger von Johan Domburg. Beim Umbau der Börse 1734—36 besorgte er die Mauerarbeit. Er starb vor 1740.
Vaget (Vagt), Glaser. — Hans V. I 1550, 1554. — Dirich V. 1570—80. — Johan V. 1580—1604. — Hans V. II 1612—34. — Christoffer V. 1637.
VOll Valckenburgh (Falck.), Johan, Ingenieur des Prinzen von Oranien, entwarf die Pläne für die Befestigung der Neustadt, sowie angeblich für den Umbau der Werke der Altstadt. Er soll, wie in den Brem. Denkmalen, 2, S. 57 mit- getheilt ist, zwischen 1620*) und 1629 mehrere Male in Bremen sich aufgehalten haben. Nach dem Rhederbuch erhielt schon 1611 „der Ingenior Joh. von V., so Einem Erb. Rathe dieser Stadt Abriss avergeven 20 Thlr. thor voehrung"; 1615 empfing er 60 und 100 Thlr., 1623 aber 200 Thlr. = 450 Mk. um „de Bolwerke in der nien Stadt utthosteken". Endlich heisst es im August 1624: „Ingenior V., welker vormals allhie etlike monate upgewachtet und de bowerke (bolwerke?) utgesteken, 600 Thlr. in specie, 1350 Mk." Die Bastionirung der Altstadtsbefestigungen war übrigens schon 1602 von Lüder von Bentheim begonnen worden.
VOll Varle, Lüder, Münzmeister um 1450 (s. Jungk, Brem. Münzen, S. 122).
*) Die später angeführte Zahl 1602 ist wohl ein Druckfehler,