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Bremische Werkmeister aus älterer Zeit : als Beitrag zur Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung / bearb. von Joh. Focke. Hrsg. von der Historischen Gesellschaft des Künstlervereins
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hielter vor einen abris des Wesserstroms" 12Tlilr; 1590bekamen er und Cornelius Husrath,um die Grenze des Landt to Wursten aftometen und in eine Landtafel to bringen" mitsammt den Zehrungskosten 19 Thlr. 10 1 / 2 Grote.

Mit Hertich M. malte er 1584 während 9 Wochen (Winter­tagelohn 9 Grote) den Lektor im Chor zu St. Stephani, 1587 malte und vergoldete er dort an der Orgel, strich auch die neuen Thüren auf dem Chor und die Sonnenuhr an; 1591 ver­goldete er die Thurmfahne; 1593 weisste er mit seinem Sohne Marcus M. die Schule (Wintertagelohn 9 Grote). Im Jahre 1597 arbeiten Vater und Sohn zwei Monate an der neuen Altartafel, auf welche Sprüche in goldenen Buchstaben gemalt wurden, auch malen sie in des Predigers Leo Wasmann Hause und firnissen das Panneelwerk.

1589 findet sich sein Name unter der Rolle der privaten Maler-Gesellschaft, welche sich schon 1595 wieder auflöste. Vom Schütting bekam er 1577:dat he rodt anstrek den kachelavent und dat iseren, dar de kröne inne hangt" 6 Grote und 1584vor den kachelavent und in der Dornssen dat malwerk to vorluchten, vor farwe und arbeit" 1 Mk. 11 Grote. Im Martinireehnungsbuch kommt er 1579, in den Rechnungs­büchern von Anscharii und Unser Lieben Frauen öfter vor. 1585 malte er den Kasten für den Brautkranz der Anschariikirche(s. Gar- brecht Bothe), 1586/87 malte er mit seinem Bruder Hertog Marcus den Chor aus und 1590 vergoldete er den Knopf der neuen Thurm­spitze. Für die Liebfrauenkirche bemalte er nebst einem Gesellen dat urwark" für 14 Mk. 20 Grote und 1580 heisst es:Dem Meister, de us de Kerckdören angestreken und gefleyen 1 Mk. 4 Grote. Item Eier siner Dochter gegeven vor dat gadderwerk am Kore rot to makende IG Grote." Hertog (Hertich) M., Bruder des Vorigen, 15861613. Er war Mitunterzeichner der Rolle der Maler-Gesellschaft von 1589. Im Rhederbuch erscheint er öfter, z. B. 1592, wo er dafürdat he den nigen Saal gewittet, angestreken und vermalet" einschliesslich seines

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