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28. Ausflug. Am r. Lesuuntfer „unter dem Berge".
Von der Weserscharte bis zur Nordsee ist dicht an unserm Strome — dem einzigen, der mit allen seinen Adern dem deutschen Vaterlande angehört — keine zweite Stelle, wo so reich und manuigsaltig wie in nnd bei Vegesack auf nur engbegrenztem Raume die Natur geschmückt hat, und wo in landschaftlicher, floristischer u, zoologischer Beziehung, ja selbst in lokalgeschichtlicher Hinsicht, ein gleicher Reichthum austritt. Schon seit Jahrzehnten zieht daher jene Gegend namentlich die Touristen aus Bremen an, nnd mehr wie irgend eine um Bremen her wird sie befahren und durchwandert, was sowohl durch Dampfschiffe (seit 1817, s. S. 2) wie Eisenbahnfahrten (seit 18«2) auch weniger leistnngssähigen Fußgängern erleichtert wird. Dieser unbedingt schönsten heimathlichen Landschaft sind deshalb in diesem Buche mehrere Ausflüge gewidmet, wobei meine schon in mehreren Auflagen erschienene „Ercursionskarte znr Umgegend von Vegesack" (Verlag von G. Hunkel, Bremen) ein zuverlässiges Hilfsmittel bieten wird.
0,000 Km Ende der Lcsumbrücke bei Burg (f. S. 30);
ca. 11,960 Km von Bremen und 48,600 Km von
Bremerhaven, Chaussee erb. 1821/22. 0,050 Km Ehemaliges Weg- und Zollhaus, r.; Fußpfad,
l., auf den? Sonnnerdeich längs der Lesum. 0,300 Kur Bremer Wollwäscherei, r., erb. 1870—73. Siel.
Das „Heuland", r., beginnt. 0,500 Km Fahrweg beginnt. Hübscher Blick auf Lesum. 0,700 Km Lesumer Siel; das „Heuland" endet. 0,900 Km Mühlenbachs-Siel. „In den Wiesen", l. 1,200 Km Fußpfad, l., zwischen Gärten. 1,500 Km Steinstraße am südl. Fuße des Friedhofs. 1,600 Km Hafenstraße, l, hübsche Durchblicke auf die Lesum. 1,900 Km Fußpfad, r., „unterm Berge". Hafen voraus.
Der bremische Kaufmann Joh. Caspar Dreier nahm im Frühling I7K7 den „Mahlstedtschen Spieler" in Erbpacht, ein bescheidenes Häuschen mit großen Glasfenstern und Glasthüren, hart am steil abfallenden AbHange gelegen, nahe dem Brink und dem Merrem'schen Gute (f. S. 47) in St. Magnus. I. C. Dreier wohnte daselbst jeden Sommer, selbst in der so schweren „französischen Zeit" bis znm Jahre 1823, dann seine Wittwe bis 1827. Die vier Söhne von I. C. Dreyer verlebten so an den Abhängen