— 3S —
2,900 Kill Mittelsbüren beginnt.
Chaussee biegt r. ab und führt vor den Häusern entlang, deren Rückseiten dem Deiche zugewendet sind. Gemüsegärten, r.
8,300 Km Wirthschaft von Joh. Heimann.
3,500 Km Pfarre.
Chaussee endet; Deich (Stein 10,3; von Oslebshausen 6,700, vom Hof „to'n Ort" in Lesumbrook 4,900 Km entfernt), Sandpfad und Weidenbäume (dahinter Felder) bis zur Moorlosen Kirche (0,8 Km; Fähre ans Dampfschiff u. nach Haseubüren).
5. Ausflug. Am linken Lesumufer.
0,000 Km Marktplatz in Bremen
11,800 Km Burg (Gärdes Hotel, erb. 1865, l.; Postamt r.)
0,000 Km Landstraße, l., nach Duugen u. Lesumbrook, 1889 erbaut.
0,110 Km Privatweg (Eschenallee), l., nach der Kl. Dünge (0,750 Km). „Villa Dungeneck" von Joh. Smidt, erb. 1892.
0,200 Km Lesnmdeich.
Dieser Deich („in Lesmundcrbrote") wird zuerst 1260 genannt, die Lesum 1301 als „Lesmona"; 1310 heißt letztere „Lesmende", 1330 „Lesmene" u. „Lesmonia", 1380 „LeSmnnne", später „Lessem", endlich „Lesum". Der Sage zufolge war der Teich ursprünglich so schmal n. niedrig, daß derselbe von einem einzigen Manne aus l^rambke, der täglich mit einem Spaten in der Hand am Deiche entlang wanderte, unterhalten wurde, war also nur ein Sommerdeich, n. vielleicht sollte im Herbst u. Winter das moorige Land absichtlich nberfluthet werden. Später verstärkt, wurde er doch häufig von Hochwasser zerstört, erfolgten also Deichbrüche, die das Werderland entweder theilweise oder ganz überschwemmten (vgl. S. 14 n. 19), z. B. 1492, 1S99, am 3. u, 4. Febr. 1642 („war ein sehr hohes Gewässer, dazn kam eine sehr hohe Fluth von nuten auf, dergleichen kein Mensch gedenken tnntc"), 1651, 16S2, serner Febr. 1638, u. von 1652—58
3»