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Durch die „Balge", welche den Sand vom Deiche und dessen Borland trennte, suhren ehemals die Seeschisse, anch wurde sie „von der Fluth durchströmt" uud lieferte den bremischen nnd anderen Fischern „viele große Lachse". Ueber den Besitz der an der Westseite entstandenen Anschwemmung wurde von 1524—1534 zwischen der stndtbremischen Familie Stcdiug sdie das Gut „to deu Fören", jetzt „to'n ^?rt" besaß) n. dem Junker Johauu v. Schönebeck ein für diesen glücklicher Proceß geführt. Schon 1584 war die Balge stellenweise so stark versandet, „daß mau rrockeueu Fußes darüber gehen konnte", nnr nicht, wenn die „Sehe nusstaute". 1823 war die Balge uoch ein offenes Wasser, ebenso noch 1830 u. 1851; aber nach der Austiefuug der Bürener Weser sl852—54) begann die Bersauduug der Balge, welche seitdem stetig sortgeschrittcu ist. — „Weuu ein Schiss oder Eichs" ans den Saud gerieth „uud iu drei Fluthzeiteu nicht wieder avgeführt wurde", fiel es dem Hause Schönebeck anheiln. Ueber diese Frage, lowie über die Fischereigerechtigteit am Sande ivnrden ost hestige Streitigkeiten zwischen Bremen uud deu Bcsmern vom Gute Schönebeck geführt; z.B. «67, 1717, 1724 u. 25 n. s. iv.
17,500 Km Windmühle zu Lemwerder (Stedingen), I.
Der Zoll zu „Lennverdere" bestand schon 1305. Die Ritrer v. Aumuud hatten hier Güter.
17,700 Km Hof „to'n Ort" in Lesumbrook, r. an der nordwestlichsten Ecke des Werderlandes; schon 1439 als ,,to den Foten" genannt. (S. später bei Lesumbrook).
17,000 Km Hübscher Blick auf die Lesum- und Weseruser, die schönste Landschaft an der Weser von der westsälischen Pforte bis zur Wesermündung.
16,400 Km Norddeutsche Steingutfabrik, Lange's Schiffs- werfte (hier 1816/17 erstes Dampfschiff auf dem europäischen Festlande erb.), Bremer Tauwerkfabrik, Bremer Baumwollspinnerei und Weberei.
16,500 Kur Anleger zu Vegesack. Lesummündung.
2. Ausflug.
Auf dem Werderländischen Weserdeich. Das Werder-, d. h. Jnselland, bildet den
nordwestlichen Theil des bremischen Gebiets am r. Weser-