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Bremer Leben : satirische Gedichte / [Albert Hermann Post]
Entstehung
Seite
29
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Der nltt ÄmiMlell.

Wie eine Spinne, die der Herbst gemästet, Sitzt er und späht umher, was er verschlinge: Was auch gebraten wird, geschmvrt, geröstet, Stets lüftet's ihm nach anderm guten Dinge,

Halb ist er Kieser und halb ist er Bauch, Was seine Gier erschaut, das jagt er meuchlings In seinen ewig arbeitsamen Schlanch, Und eine Welt schier wandelt täglich bäuchlings.

Hat er nach Herzenslust dann Fett gelagert, So dampft er mühsam in die böhmischen Bäder, Dort wird er kunstvoll langsam platt gemagert Und kehrt zurück elastisch wie 'ne Feder.

Ha! wie er wieder frißt! Hätt' er nicht Geld, Man würd' ihn sicher zu deu Bestien zählen, Doch recht viel Geld macht nobel in der Welt Und an dem feinen Umgang kann nichts fehlen.