Die Keramiscke Sammlung des (Zexveroe-(Duseums*)
von Löwin Nedslod
e übersichtlicher ein Museum geordnet ist, um so leichter ist es, an der Erweiterung seiner Sammlungsbestände zu arbeiten. 5lus der Übersicht über das, was man besitzt, wächst die Erkenntnis dessen, was man zur Ergänzung braucht, und zu dem (ZesichtspunKt des Er- gänzens tritt ganz von selbst derjenige der Qualitätssteigerung. Ein Museum aber, das eher ein Magazin als eine Schaustellung erlesenen Besitzes bedeutet, wird seine Erwerbungen mehr nach dem Angebot als nach der vedarkskrage richten: es wird damit der Zufälligkeit preisgegeben und verliert die (Zeschlossenheit und Einheit, die ja bereits der Wortbedeutung nach von einer „Sammlung" verlangt wird.
Es ist also Kein Zufall, dafz unser (Zewerbe-Museum den besten und am meisten einheitlichen Ausbau auf dem (Zebiet erfuhr, das in seinen so geringen Räumen einigermaßen übersichtlich ausgestellt werden Konnte: innerhalb der Keramischen Abteilung. Man wird es verstehen, dafz daher auch während des letzten Lahres die veschämgung mit diesen Beständen als eine besonders wichtige Aufgabe angesehen wurde. Ihr wurde in doppelter >^eiss Rechnung getragen: durch Neuordnung sowie durch NnKäufe.
I. Oos Steinzeug. Die Neuordnung bezog sich zunächst auk eine Vereinigung aller vestände an Steinzeug, die bisher zum ^eil nach dekorativen Absichten oder auch nach Kulturgeschichtlichen (ZesichtspunKten innerhalb der Sammlungsräume verstreut waren. Es zeigte sich, dafz die IZremer
') Illustriert an Kand einiger Neuerwerbungen des Zahres 1912.
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