Die Deldensnyder in Dremen
von s. 5. IZartlaub
in Aufblühen der Plastik Knüpft sich in IZremen, wie man leicht nachweisen und zugleich erklären Könnte, jedesmal an eine Steigerung der Bautätigkeit, flus den IZauhütten, die an dem romanischen Dom im elften und zwölften Jahrhundert beschäftigt waren, ging natürlich auch die plastische Ausschmückung der Kirche hervor, von der uns leider nur so Kärgliche I^este erhalten sind. Später wurden dann mit der Errichtung des Westgiebels, die der Linwölbung des Lhors und Mittelschiffs unmittelbar folgte, jene IZildhauer nach IZremen gezogen, die den LvKIus der Klugen und törichten Jungfrauen anfertigten, wie er in unserem Artikel des letzten Jahrbuches besprochen worden ist. Die erste wirkliche Llütezeit der heimischen IZildnerei in Stein, Dolz und (Detail Knüpft sich jedoch an die Errichtung des Rathauses zu IZeginn des fünfzehnten Jahrhunderts und eben jenes Rathaus ist es wieder, das durch seinen 5lnbau im IZeginn des siebzehnten Jahrhunderts ein zweites, noch üppigeres Aufblühen von Plastik und Kunstgewerbe mit sich gebracht hat. Jedoch auch in der Zwischenzeit war unsere Vaterstadt nicht so arm an Werken der plastischen Kunst, wie man gemeinhin annimmt. Wieder gab die Inangriffnahme einer großen baulichen Aufgabe zugleich Anregung und ausführende Kräfte für bildhauerische Arbeiten. Wir meinen vor allem den Neubau des nördlichen Nebenschiffes unseres Oomes, der nach dem IZrcmde von 1483 nötig wurde und von 1502—1522 von statten ging. In diesem Zeitraum sind zur Innen- und NuKenausstattung der Kirche an Epitaphien, Lettnern, Orgelbrüstungen, IZalustraden usw. Kunstwerke entstanden, die nicht nur als Prachtstücke spätgotischer Zierkunst ein Kunstgewerbliches Interesse beanspruchen, sondern auch als Werke der reinen vildhcmerei einen hohen Künstlerischen Nang einnehmen.
Woher ist diese zweite IZlllte bremischer Bildhauerkunst gekommen?