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Jahrbuch der bremischen Sammlungen : Jahresberichte des Gewerbemuseums, des Kunstvereins, der Stadtbibliothek
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Line ss)arktansicbt von Zacob LpKraim polzin

von ). 5ocKe

ine interessante Marktansicht, etwa von dem alten Hccisehause") aus aufgenommen, Konnte das historische Museum vor einiger Zeit erwerben. >^?ir bemerken auf dem aquarellierten iZIatte (s. ^akel V), grofz 4b 38 cm, die östliche Dälkte des Rathauses, den vom und die bekannte I^eihe der Giebelhäuser, die dem IZau der neuen lZörse zum Opfer gefallen sind, besonders wird aber der vlick na6) der Mitte gelenkt, auf den Marktplatz, wo ein merkwürdiger niedriger Rundbau in einfachsten antiken Normen eingezeichnet ist, der nach auszen geschlossen, nach innen durch etwa 30 bis 40 schlichte Pfeiler gegliedert erscheint. Vier überhöhte stattliche rundbogige portale, in gleichen Abständen angeordnet, teilen den Kreisförmigen Vau und ver­mitteln den Verkehr in den Rundbau selbst und von aufzen nach dem innern Platze, in dessen Mitte sich aus einem DrunnenbecKen ein mächtiger Obelisk erhebt. Linige wenige antike Figuren, worunter man bei näherem Zusehen Krieger mit Speer und Schild und 5rauen mit amphorenartigen Schöpfgekätzen entdeckt, bilden die Staffage des Innenplatzes. In der schwarzen Umrahmung des vildes liest man") unten rechts:Erfunden und gezeichnet von L. polzin."

Schwer und dunkel lastet auf dem Marktplatze der seltsam erfundene Vau, vor dem die ihn rings umgebenden (Zebäude schattenhaft, wie er­schrocken, zurückzuweichen scheinen. 5!Is eine groteske Verwegenheit empfinden wir es, dah unserm ehrwürdigen Markte ein so fremdartiges Gebilde hat aufgezwungen werden sollen.

Vielleicht läfzt sich ober doch eine annehmbare Erklärung dafür finden, daß ein so tüchtiger Künstler, wie L. polzin (177v-I85I), auf

") dem südlichen Nachbachause der NatsapocheKe. ") ttut der ^atel nicht sichtbar.