Vie Peter V^ilcKens'scde portrötsammlung
im Historischen Museum in Dremen
von 5riedr. von SprecKelsen
n der Porträtsammlung des hiesigen Historischen Museums fällt jedem Besucher eine umfangreiche über l 50 Nummern zählende Kollektion von 5lquarellbildern in die fwgen, die Persönlichkeiten des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts und zwar fast durchweg Bremer darstellt. 5luk sie eingehender hinzuweisen, ist der Zweck dieser Zeilen. Venn in rein historischer, Kostümgeschichtlicher, familiengeschichtlicher wie auch Künstlerischer Beziehung bietet sie mancherlei Interessantes. Huch ist bislang noch nichts über sie veröffentlicht worden, abgesehen davon, dasz die Festschrift zur 5eier des fünfundzwanzigjährigen Be- stehens des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Bremen 1889 die Porträts von Nie. KulenKamp, des Erfinders des IZremer <Zrün, seines Sohnes des Altermanns Nie. KulenKamp und des Astronomen Olbers brachte, und daiz der Wegweiser durch das Historische Museum die Bildnisse des Bürgermeisters (Zeorg (Zröning und des 5reiherrn v. Knigge enthält.
Die Sammlung verdankt ihre Entstehung dem Kaufmann Peter WilcKens und wird nach ihm gemeinhin die Peter WilcKens'sche Porträtsammlung genannt. Überblickt man sie als (Zanzes, so ist man erstaunt über den Umfang des Personenkreises, der in ihr vertreten ist. Um der Einteilung der damaligen bremischen Staatskalender zu folgen, nenne ich an erster Stelle „den Weltlichen Staat" d. h. „Linen Hochedlen und Hochweisen I^ath und die Serichte". Er erscheint in der stattlichen Anzahl von zwanzig Mitgliedern. Ihm folgt „der (Zeistliche Staat" d. h. „Das Hoch- und Wohl-Ehrwürdige Ministerium und die Hhrn. Prediger resp. Hhrn. Bauherren und diaconi" erst der Stadt und sodann des Landgebiets, denen wir gleich die vompastoren, die ja damals noch nicht